Gillian Anderson - Biographie

Persönliche Daten
"Gillian Leigh Anderson" (* 9. August 1968 in Chicago, USA) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.
Bekannt wurde sie durch ihre Rolle als FBI-Agentin "Dana Scully" in der US-amerikanischen Fernsehserie Akte X. Daneben drehte sie vorwiegend Independentfilme und hat in einigen Theaterstücken mitgewirkt.
Biografie
Vor ihrer Karriere als Serienschauspielerin kellnerte sie und spielte eine Rolle in dem Theaterstück 'Absent Friends', für das sie den 'Theater World Award' als beste Nachwuchsschauspielerin erhielt. Nach diesem Erfolg war Gillian Andersons nächstes Projekt der Film 'The Turning', der jedoch floppte.
Nach einem Gastauftritt in der amerikanischen Fernsehserie "Class of '96" im Jahr 1992 erhielt sie schließlich ihre erste große Filmrolle: die Hauptrolle als "Special Agent Dana Scully" in der Serie Akte X von Chris Carter. Mit ihrem Serienpartner, David Duchovny alias "Fox Mulder", hatte sie ihren großen internationalen Durchbruch als Schauspielerin. Ursprünglich sollte die Rolle mit einer Blonden besetzt werden, doch Chris Carter konnte schließlich von Andersons Agenten überzeugt werden und bestand auf der Rothaarigen. Gillian Anderson gab sich als 27-Jährige aus, da sie fürchtete, mit der Angabe ihres wahren Alters die Rolle nicht zu bekommen.
Auch ihre Schwangerschaft sorgte für Ärger, und es kam die Frage nach der Entlassung der Schauspielerin auf. Chris Carter bestand jedoch auf der Weiterbeschäftigung der Schauspielerin und band die Schwangerschaft in die Rolle ein. So hat die Entführung, die zuerst als Notlösung dienen sollte um den Umfang der Hauptdarstellerin zu erklären, die Serie maßgeblich geprägt. Carter sagte selber häufig, dass die komplette Geschichte sich erst nach und nach entwickelte. Ohne die Schwangerschaft, die erst als Behinderung gesehen wurde, hätte die Serie also einen ganz anderen Verlauf genommen.
Gillian Anderson verkörperte neun Jahre lang in insgesamt 202 Episoden sowie in dem Kinofilm "Akte X - Der Film" (Fight the Future) "Dana Scully" und erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Auszeichnungen. Neben diesem TV-Engagement spielte Anderson in weiteren Kinofilmen mit, darunter "Haus Bellomont", "The Mighty", "Chicago Cab", "Leben und Lieben in L.A.", "The Mighty Celt" und "Tristam Shandy: A Cock And Bull Story". Gillian Anderson wandte sich zudem auch wieder dem Theater zu und spielte in "What the Night is for" und "The sweetest Swing in Baseball" von Rebecca Gilman im Londoner West End die Hauptrollen.
Viel Lob erntete Gillian Anderson für ihre Darstellung der Lady Dedlock in der mehrteiligen BBC-Verfilmung des Charles-Dickens-Romans "Bleak House" von 2005. Sie wurde sowohl für den Emmy als auch für den Golden Globe nominiert. Es folgten eine Rolle in "Der letzte König von Schottland" neben dem Oscar-prämierten Forest Whitaker und eine Hauptrolle im Rachethriller "Straightheads".
2007 nahm Gillian Anderson weitere Rollenangebote an. Zunächst dreht sie "How To Lose Friends & Alienate People", die Verfilmung der Memoiren des britischen Journalisten Toby Young, an der Seite von Simon Pegg, Kirsten Dunst und Jeff Bridges. Die Dreharbeiten zu einem zweiten Akte-X-Kinofilm begannen im Dezember 2007 in kanadischen Vancouver.
Privatleben
Während den Dreharbeiten zu Akte X lernte Anderson den Art Director Errol Clyde Klotz kennen, den sie 1994 heiratete. Noch im gleichen Jahr kam ihre Tochter Piper Maru (25. September 1994) zur Welt. 1997 trennten sich Anderson und Klotz.
Gillian Anderson war seit 2004 in zweiter Ehe mit Julian Ozanne, einem freiberuflichen Journalisten und Dokumentarfilmer, verheiratet. Das Paar trennte sich im April 2006.
Mit ihrem Lebensgefährten Mark Griffiths hat Anderson einen Sohn namens Oscar (*1. November 2006). Anderson erwartet im Sommer 2008 ihr drittes Kind.
Filmografie (Auszug)
1992: The Turning
1998: Akte X - Der Film "(The X Files)"
1998: The Mighty - Gemeinsam sind sie stark "(The Mighty)"
1998: Leben und lieben in L.A. "(Playing by Heart)"
1998: Chicago Cab
1999: Prinzessin Mononoke Stimme von Wolfsgöttin Moro
2000: Haus Bellomont "(The House of Mirth)"
2005: The Mighty Celt (Independent Film)
2005: A Cock and Bull Story
2006: Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht "(The Last King Of Scotland)"
2007: Straightheads
2008: High Snobiety oder wie ich sie alle nervte "(How to Lose Friends & Alienate People)"
2008: Akte X - Jenseits der Wahrheit "(The X Files: I Want To Believe)"
Serien
1993-2002: Akte X
2005: Bleak House
Auszeichnungen
Theater
1991 - Theatre World Award - Absent Friends
2003 - What's on stage Theatre Goers Award
Fernsehen
1996 Screen Actors Guild (SAG) Award - Outstanding Performance - X-Files
1997 Screen Actors Guild (SAG) Award - Outstanding Performance - X-Files
1997 Saturn Awards - Best Genre TV Actress - X-Files
1997 Golden Globe Award - Best Performance By an Actress - X-Files
1997 Emmy Award Outstanding Lead Actress - X-Files
1998 Q Award - Best Actress - X-Files
1999 Q Award - Best Actress - The X Files
2006 Broadcasting Press Guild Television and Radio Award - Best Actress - Bleak House
Film
1999 Blockbuster Entertainment Award: Favorite Sci-Fi Actress
2000 British Independent Film Award (BIFA) - Best Actress - House of Mirth
2002 Chlotrudis Award-Publikumspreis als Beste Schauspielerin im Film "Haus Bellomont"
Sonstiges
1996 - Platz 1 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
1997 - Platz 3 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
1997 - Platz 1 Bei den '50 schönsten Menschen der Welt' des People Magazine
1997 - Platz 9 in 'Celebrity Sleuth 25 Sexiest Women'
1998 - Platz 10 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
1999 - Platz 15 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
1999 - Platz 48 Maxim's 50 Sexiest Women
2000 - Platz 23 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
2001 - Platz 81 Sexiest Woman in the World - FHM Magazin
2001 - Platz 68 in FHM-USA's 100 Sexiest Women
2002 - Platz 64 in FHM-USA's 100 Sexiest Women
Sie wurde 1997 von der TV Spielfilm zur erotischsten Frau im deutschen TV gewählt.
Auszug aus dem »Guinness-Buch der Rekorde 1999« (Guinness Verlag):
Literatur
David Bassom: "Gillian Anderson & David Duchovny: die Stars aus Akte X". vgs, Köln 1997, ISBN 3-8025-2462-4
Marc Shapiro: "Gillian Anderson". Heyne, München 1997, ISBN 3-453-13030-8
Bernd Schulz: "Gillian Anderson - Die X-Lady". Econ Tb., 1997, ISBN 3-6122-6429-X
Georg Haler, Christian Lukas: "Die Gillian-Anderson-Akten". Heel, Königswinter 1997, ISBN 3-8936-5583-2
Gil Adamson, Dawn Connolly: "Gillian Anderson - Superstar aus Akte X". vgs, Köln 1997 (erste Auflage), 2002 (zweite Auflage), ISBN 3-8025-2501-9
Weblinks
(Offizielle Website von Gillian Anderson (Englisch))
Credit
Dieser Artikel erscheint unter der GNU Free Documentation License. Er enthält Inhalte des Wikipedia Artikels über Gillian Anderson.