Laura Morante - Biographie

Persönliche Daten
"Laura Morante" (* 21. August 1956 in Santa Fiora, Grosseto, Italien) ist eine italienische Schauspielerin, die zu den profiliertesten Darstellerinnen des italienischen und französischen Films gehört.
Biografie
Die Tochter des Anwaltes, Journalisten, Schriftstellers und Dramatikers Marcello Morante (1916-2005) wurde als sechstes von acht Kindern aus der ersten Ehe ihres Vaters mit Maria Bona Palazzeschi geboren. Zwei weitere Geschwister stammen aus der zweiten Ehe des Vaters. Laura Morante machte schon während ihrer Jugend die Bekanntschaft berühmter Künstlerpersönlichkeiten wie Alberto Moravia, dem Ehemann von Lauras Tante, der Schriftstellerin Elsa Morante, und Pier Paolo Pasolini, in dessen Film "Das 1. Evangelium - Matthäus" (1964) Marcello Morante die Rolle des Josef verkörperte. Pasolini wollte auch Laura Morante als jugendliche Schönheit für seine Filme "Decameron" (1970) und "Erotische Geschichten aus 1001 Nacht" (1974) engagieren, doch Lauras Eltern verweigerten der noch Minderjährigen die Zustimmung.
Stattdessen war sie früh am Theater in klassischen und modernen Rollen erfolgreich. Ihr Debüt im Film hatte Laura Morante 1980 als jugendliche Drogenabhängige in Giuseppe Bertoluccis "Oggetti smarriti". Unter der Regie von Giuseppes Bruder Bernardo Bertolucci spielte sie ein Jahr später eine der Hauptrollen in "Die Tragödie eines lächerlichen Mannes". Ebenfalls 1981 markierte "Goldene Träume" Laura Morantes erste Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Nanni Moretti, der mit "Bianca" (1983) und "Das Zimmer meines Sohnes" (2001) weitere folgten. 1986 spielte sie in Bernhard Sinkels Miniserie "Väter und Söhne - Eine deutsche Tragödie".
2001 und 2002 wurde sie in Folge für "Das Zimmer meines Sohnes" und für Michele Placidos "Un viaggio chiamato amore" für den Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin nominiert. Für "Das Zimmer meines Sohnes" erhielt sie 2001 den David di Donatello-Preis als 'Beste Schauspielerin'. Der Film über eine Familie, die den Unfalltod eines Sohnes verarbeiten muss, erhielt bei den Filmfestspielen von Cannes 2001 die Goldene Palme als 'Bester Film'. In "Un viaggio chiamato amore" verkörperte Laura Morante 2002 die italienische Schriftstellerin und Feministin Sibilla Aleramo (1876-1960).
Ebenfalls 2002 spielte sie in John Malkovichs Politparabel "Der Obrist und die Tänzerin" eine rätselhafte Ballettlehrerin. 2003 erhielt Laura Morante eine David-Nominierung für die Tragikomödie "Ricordati di me" über eine römische dysfunktionale Familie. 2004 wurde ihr der Preis der italienischen Filmkritik für ihre Hauptrolle in dem Film "L'amore è eterno finché dura" verliehen, in dem sie durch ihr Zusammentreffen mit einem verheirateten Mann einen Ehekrieg auslöst.
2004 lieh sie in der italienischen Synchronfassung des Animationsfilms "Die Unglaublichen" dem "Elastigirl" ihre Stimme und spielte in "Nero - Die dunkle Seite der Macht", dem zweiten Teil der historischen Fernsehserie "Imperium", Neros Mutter Agrippina. 2005 war sie in dem französischen Thriller "Das Imperium der Wölfe" in einer kleineren Nebenrolle zu sehen. 2006 trat sie als Partnerin von Cécile de France in dem Film "Ein perfekter Platz" auf und war im gleichen Jahr eines von sechs "Herzen", die in dem gleichnamigen Film von Alain Resnais in Paris nach Liebe suchen.
2007 war sie in der opulent ausgestatteten Produktion "Molière" die verheiratete Liebhaberin des berühmten Dramatikers und spielte die Hauptrolle in dem englischsprachigen, in den USA gedrehten Film "The Hideout", mit Treat Williams und Rita Tushingham. Der 'unplausible' Psychothriller mit okkulten Elementen fand bei der Kritik jedoch keine Gnade. 2008 spielte sie in dem Historiendrama "Die Frau des Anarchisten", das auf dem Filmfest München 2008 mit dem Bernhard-Wicki-Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Laura Morantes Tochter Eugenia Costantini (* 1981), aus ihrer Beziehung mit dem Drehbuchautor und Regisseur Daniele Costantini, ist ebenfalls Schauspielerin. Ihrer Ehe mit dem Kollegen Georges Claisse entstammt die jüngere Tochter Agnese (* 1988), die bereits 1996 mit ihrer Mutter in "Ferie d'agosto" vor der Kamera stand. Seit 2004 ist Laura Morante mit dem Architekten Francesco Giammatteo verheiratet.
Weblinks
( Biografie mit Fotogalerie (italienisch))
Credit
Dieser Artikel erscheint unter der GNU Free Documentation License. Er enthält Inhalte des Wikipedia Artikels über Laura Morante.