Peter Sarsgaard - Biographie

Persönliche Daten

"Peter Sarsgaard" (* 7. März 1971 auf der Scott Air Force Base, Illinois, USA) ist ein US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler.

Biographie

Ausbildung und erste Filmrollen

Peter Sarsgaard wurde 1971 auf einem Luftwaffenstützpunkt im Mittleren Westen der USA als Sohn eines Fluglotsen geboren. Er besuchte das renommierte Bard College in Dutchess County, New York und studierte danach Geschichte und Literatur an der Washington University in St. Louis, Missouri. Während seines Studiums kam Peter Sarsgaard als Mitbegründer der komödiantischen Improvisationsgruppe "Mama's Pot Roast" zum ersten Mal mit der Schauspielerei in Berührung. Nach seinem Abschluss ging er nach New York, wo er am Actors Studio Schauspielunterricht nahm. Er trat während dieser Zeit Douglas Carter Beanes New Yorker Theatergruppe "The Drama Department" bei, mit der er u. a. James Cameron Mitchells "Kingdom of Earth", mit Cynthia Nixon in der Hauptrolle inszenierte. Ebenfalls Off-Broadway war Sarsgaard in Horton Footes Theaterstück "Laura Dennis" zu sehen. Sein Leinwanddebüt folgte im Jahr 1995, als er in Tim Robbins' Drama "Dead Man Walking" die kleine Rolle von Walter Delacroix bekleidete, der in der Anfangsszene mit seiner Freundin von Hauptdarsteller Sean Penn erschossen wird. Es folgten daraufhin größere Rollen, u. a. 1998 in "Desert Blue" und "Der Mann in der eisernen Maske", in dem er als Sohn von Musketier John Malkovich gegen Leonardo DiCaprio intrigierte.

Erste internationale Aufmerksamkeit erlangte Sarsgaard 1999, als er den Part des asozialen homophobischen Mörders John Lotter in Kimberly Peirces Independent-Film "Boys Don't Cry" übernahm, in dem er an der Seite der späteren Oscar-Preisträgerin Hilary Swank zu sehen ist. Drei Jahre später demonstrierte der charismatische Schauspieler seine Wandlungsfähigkeit u. a. als russischer Nuklear-Wissenschaftler in Kathryn Bigelows Thriller "K-19 - Showdown in der Tiefe" und als rauschgiftsüchtiger Jimmy the Finn in dem Krimi "The Salton Sea".

Durchbruch mit Shattered Glass

Seinen endgültigen Durchbruch im Filmgeschaft erlangte der 1,83 m große Schauspieler jedoch erst 2003 in Billy Rays Drama "Shattered Glass". Für die Rolle des korrekten, nicht korrumpierbaren Chefredakteurs des Politik-Magazins "New Republic", Charles 'Chuck" Lane, wurde er von der Kritik gefeiert und mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet, darunter der Preis der National Society of Film Critics als Bester Nebendarsteller des Jahres und eine Golden Globe-Nominierung. Im gleichen Jahr führte er mit der "Signature Theatre Company" Lanford Wilsons Stück "Burn This" auf. 2004 folgten das Drama "Kinsey - Die Wahrheit über Sex", Bill Condons Porträt des gleichnamigen umstrittenen, aber wegweisenden Sexualforschers und die Tragikomödie "Garden State" in der er neben Regisseur Zach Braff und Natalie Portman agierte.

2005 arbeitete Peter Sarsgaard, der unter extremer Flugangst leidet, an vier verschiedenen Filmprojekten, darunter die beiden Thriller "The Skeleton Key" und "Flight Plan - Ohne jede Spur" an der Seite von Kate Hudson bzw. Jodie Foster, Craig Lucas' Spielfilmdebüt "The Dying Gaul" mit Patricia Clarkson, sowie Sam Mendes' Antikriegsfilm "Jarhead - Willkommen im Dreck", der von den Erlebnissen eines US-Marines während des Zweiten Golfkriegs im Jahr 1990 handelt. 2007 spielte er wieder in mehreren Filme mit. In Rawson Marshall Thurbers 2008 in die Kinos gekommenen Abenteuerfilm The Mysteries of Pittsburgh sind Sienna Miller, Mena Suvari und Nick Nolte seine Filmpartner. Gavin Hoods Thriller "Machtlos" (2007) mit Jake Gyllenhaal, Reese Witherspoon, Meryl Streep und Alan Arkin handelt dagegen von einem ägyptischen Ingenieur, der auf dem Flug von Afrika in die Vereinigten Staaten spurlos verschwindet.

Peter Sarsgaard ist mit der Schauspielerin Maggie Gyllenhaal verlobt, die er 2003 bei den Dreharbeiten zu der niemals veröffentlichen Low-Budget-Produktion "In God's Hands" kennenlernte. Beide standen 2006 auch gemeinsam für Andrew Zuckermans Kurzfilm "High Falls" (2007) vor der Kamera. Am 3. Oktober 2006 kam Sarsgaards und Gyllenhaals gemeinsame Tochter Ramona zur Welt.

Filmografie (Auswahl)

1995: Dead Man Walking

1998: Minor Details

1998: Der Mann in der eisernen Maske ("The Man in the Iron Mask")

1998: Desert Blue

1998: Another Day in Paradise

1999: Boys Don't Cry

2000: The Cell

2000: Housebound

2001: The Center of the World

2002: Imperium - Zwei Welten prallen aufeinander ("Empire")

2002: The Salton Sea

2002: K-19 - Showdown in der Tiefe ("K-19: The Widowmaker")

2002: Unconditional Love

2003: Death of a Dynasty

2003: Shattered Glass

2004: Garden State

2004: Kinsey - Die Wahrheit über Sex ("Kinsey")

2005: Flight Plan - Ohne jede Spur ("Flightplan")

2005: Der verbotene Schlüssel ("The Skeleton Key")

2005: The Dying Gaul

2005: Jarhead - Willkommen im Dreck ("Jarhead")

2007: High Falls (Kurzfilm)

2007: Year of the Dog

2007: Machtlos ("Rendition")

2008: The Mysteries of Pittsburgh

2008: Elegy oder die Kunst zu lieben

Auszeichnungen

[[Golden Globe]]

2004: nominiert als "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

Weitere

Boston Society of Film Critics

2003: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

Chlotrudis Awards

2004: nominiert als "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

2005: "Bester Nebendarsteller" für "Kinsey - Die Wahrheit über Sex"

Glitter Awards

2005: "Bester Nebendarsteller" für "Kinsey - Die Wahrheit über Sex"

Golden Satellite Awards

2005: "Bester Nebendarsteller" (Drama) für "Kinsey - Die Wahrheit über Sex"

2005: "Bester Nebendarsteller" (Komödie/Musical) für "Garden State"

Independent Spirit Awards

2004: nominiert als "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

2005: nominiert als "Bester Nebendarsteller" für "Kinsey - Die Wahrheit über Sex"

Kansas City Film Critics Circle

2004: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

National Society of Film Critics

2004: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

Online Film Critics Society

2004: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

2005: nominiert als "Bester Nebendarsteller" für "Kinsey - Die Wahrheit über Sex"

San Francisco Film Critics Circle

2004: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

Stockholm Film Festival

2004: "Bester Darsteller" für "Garden State"

Toronto Film Critics Association

2003: "Bester Nebendarsteller" für "Shattered Glass"

Credit

Dieser Artikel erscheint unter der GNU Free Documentation License. Er enthält Inhalte des Wikipedia Artikels über Peter Sarsgaard.

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