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Forschung: Gezielt Vergessen ist doch möglich

Von Silke Koppers 16. Jul 2007, 12:06

Die Kunst des Vergessens oder auch des Verdrängens scheint der Mensch doch zu beherrschen. In dem seit rund 100 Jahren währenden Streit zwischen Wissenschaftlern haben US-amerikanische Forscher des Institut für Psychologie der Universität von Colorado nun einen Beweis dafür geliefert, dass der Mensch gezielt vergessen kann.

Sie zeigten Versuchspersonen Bildpaare, deren eine Hälfte aus einem neutralen menschlichen Portrait bestand und die andere Hälfte aus einem unangenehmen Motiv wie einem Unfall, einem Verletzten oder einem elektrischen Stuhl. Anschließend wurde den Studienteilnehmern nur das Gesicht der Bildpaare gezeigt und die Probanden sollten versuchen, sich entweder an das unschöne Motiv zu erinnern oder die Erinnerung daran zu unterdrücken. Danach mussten alle zum gezeigten Gesichtsbild das Zusatzbild beschreiben. Dabei lieferten die Teilnehmer, die zur Erinnerung aufgefordert waren, gute und detailreiche Beschreibungen, während jene, die verdrängen sollten, sich schlecht erinnerten.

Der Ablauf dieses Prozesses im Gehirn wurde mittels Magnetresonanztomographie (MRT) beobachtet. Es zeigte sich laut eines Berichtes des Wissenschaftsportals 'Spektrum', dass beim gezielten Vergessen zwei Bereiche im Frontallappen des Kortex nacheinander aktiv sind. Wie der Mensch sich selbst dazu bringen kann, sich an Schlimmes nicht mehr zu erinnern, wurde durch das Experiment allerdings nicht deutlich.

© 2007 Global Press

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