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Aufräumarbeiten in Alicante nach schweren Unwettern

13. Okt 2007, 22:29

Die schwere See hat zwei Bojen an den Stand bei Valencia gespült. © DPA

Die schwere See hat zwei Bojen an den Stand bei Valencia gespült. © DPA

Alicante - In der Gegend der spanischen Stadt Alicante sind Helfer nach den schweren Unwettern nun mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Mehrere Hundert Kräfte waren im Einsatz, darunter auch Soldaten des Heeres, wie der Rundfunk berichtete. Unterdessen korrigierten die Behörden die Zahl der Toten auf zwei nach unten.

Polizei und Feuerwehr hätten irrtümlich den Tod einer Frau vermeldet, die nahe Alicante einen Kreislaufkollaps erlitten hatte. Das teilte die Regionalregierung am Samstag mit. Die Frau sei mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden und werde dort behandelt. Zunächst hatte es geheißen, sie habe wegen der überfluteten Straßen nicht ins Hospital gebracht werden können und sei daher gestorben.

Eine 89-Jährige ist jedoch in ihrer unter Wasser stehenden Wohnung ertrunken. Die Frau war gehbehindert und konnte sich nicht in Sicherheit bringen. Auf der Ferieninsel Ibiza war ein Kitesurfer ums Leben gekommen, der von einer Sturmböe gegen die Fassade eines Hotels geschleudert worden war.

Am schlimmsten traf das Unwetter die Gegend um die Urlaubsorte Dénia, Jávea und Calpe nördlich von Alicante. Dort gingen stellenweise binnen sechs Stunden bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, meldete der Wetterdienst. In der Ortschaft El Vergel wurden rund 200 Häuser zerstört oder schwer beschädigt, sagte Bürgermeister Miguel González. Ein dreistöckiges Wohnhaus stürzte ein, kurz nachdem es von der Feuerwehr evakuiert worden war. Die Wassermassen schwemmten zudem zahlreiche Autos fort und überfluteten Wohnungen und Geschäfte. In der weiter östlich gelegenen Gemeinde Beniarbeig stürzte eine Brücke über dem Fluss Girona ein.

© 2007 dpa - Deutsche Presse-Agentur

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