Computer Nachrichten
Jedes sechste WLAN ungeschützt
Von Joachim Scheible 16. Okt 2007, 15:44

cid - Die Beliebtheit kabelloser WLANs als Zugangsoption ins Internet steigt. Doch um ihre Sicherheit kümmern sich immer noch nicht alle Anwender. Foto: Vodafone/cid
Die deutschen WLANs sind offenbar nur geringfügig sicherer geworden. Nach einem Test des Dientsleisters PC-Feuerwehr war in Deutschland in den letzten zwölf Monaten immer noch jedes sechste Funknetz ungeschützt. Im Testzeitraum zuvor traf dies noch auf jedes fünfte Netz zu. Getestet wurde vor allem in Großstädten. Die Tester liefen dabei jeweils eine 40 Kilometer lange Strecke ab und prüften, ob sie sich in WLANs einwählen können.
Ob München, Berlin oder Köln: Immer noch verschlüsseln viel zu wenige Haushalte und Unternehmen ihre WLANs. Während in vielen anderen Städten in diesem Jahr prozentual mehr Funknetzwerke verschlüsselt sind, stieg in München und Bremen sogar die Anzahl der ungesicherten WLANs. München steht in diesem Jahr mit 35,8 (2006: 30,6 Prozent) mit nicht verschlüsselten Funknetzwerken auf dem ungeliebten ersten Platz, gefolgt von Bremen mit 25 Prozent (2006: 22,5 Prozent) und Augsburg mit 19,9 Prozent. Besonders heikel wird es, wenn sich 'Datenspione' in private WLANs einwählen. Sie benötigen dazu noch nicht einmal Expertenwissen - ein einfaches Notebook reicht. Am besten geschützt sind derzeit die Funknetze in Dresden mit über 90 Prozent und Hamburg mit 88 Prozent. In der Hansestadt waren vor einem Jahr noch über 30 Prozent der Funknetze unverschlüsselt. Auch in Nürnberg (13,5 Prozent), Berlin (16,2 Prozent) und Essen (16,9 Prozent) fand die PC-Feuerwehr in diesem Jahr durchschnittlich weniger ungesicherte Funknetzwerke. Der bundesweite Durchschnitt an unverschlüsselten WLANs beträgt laut PC-Feuerwehr gegenwärtig 18 Prozent. Um für die nötige Sicherheit zu sorgen, sollte bei der Aktivierung eines WLAN die effektive Funkverschlüsselung eingeschaltet werden. Das lässt sich relativ einfach über das Konfigurationsmenü des Routers vornehmen. Zudem sollte das voreingestellte Router-Passwort durch eine selber gewählte, mindestens zehnstellige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ersetzt werden.
© 2007 Global Press
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