TV Programm


Die Schatzinsel (1 / 2) - 26.11.2007 20:15 - ProSieben

Ein Schatz, ein Traum, ein Abenteuer

Von Frank Rauscher 26. Nov 2007, 20:15

Gehen auf die Schatzinsel, von links: Jürgen Vogel, Tobias Moretti und François Goeske. © ProSieben / Gordon Mühle

Gehen auf die Schatzinsel, von links: Jürgen Vogel, Tobias Moretti und François Goeske. © ProSieben / Gordon Mühle

Der Literaturfreund muss es nicht zwingend umwerfend finden, was ProSieben aus Louis Stevensons Klassiker gemacht hat. Die zweiteilige Romanadaption 'Die Schatzinsel' (Regie und Drehbuch: Hansjörg Thurn) zeichnet sich eben auch durch eine wenig werkgetreue Love-Story, einen recht plumpen Schuss Erotik und auch ein paar Längen aus. Unbedingt aber muss man den Machern ein Riesenkompliment aussprechen, dieses waghalsige Projekt überhaupt verwirklicht zu haben.

Alle wollen den Schatz von Kapitän Flint, dem legendären Freibeuter, von links: Halil (Bülent Sharif), Sheila (Diane Willems), Israel Hands (Jürgen Vogel), Black Dog (Richy Müller), Jim (François Goeske) und Long John Silver (Tobias Moretti). © ProSieben / Gordon Mühle

Alle wollen den Schatz von Kapitän Flint, dem legendären Freibeuter, von links: Halil (Bülent Sharif), Sheila (Diane Willems), Israel Hands (Jürgen Vogel), Black Dog (Richy Müller), Jim (François Goeske) und Long John Silver (Tobias Moretti). © ProSieben / Gordon Mühle

'Die Schatzinsel' ist ein für TV-Verhältnisse unglaublich aufwendiger und teuer wirkender Abenteuerfilm mit allem, was dazugehört: ein wild kostümiertes, aber durchaus zeitgemäßes Piraten-Spektakel, das von einem grandios aufspielenden Tobias Moretti als einbeiniger Long John Silver sicher aus jeder Seenotlage befreit wird. Unter dem Strich ein Fernsehereignis, wie es lange nicht im deutschen Programm gesichtet wurde.

Die Dreharbeiten dauerten 58 Tage, gefilmt wurde in England, Thailand und Berlin.

Der Freibeuter mit dem Holzbein, Long John Silver (Tobias Moretti), lehrt die Guten und die Bösen das Fürchten. © ProSieben / Gordon Mühle

Der Freibeuter mit dem Holzbein, Long John Silver (Tobias Moretti), lehrt die Guten und die Bösen das Fürchten. © ProSieben / Gordon Mühle

Für die Produktion wurde eine 44 Meter lange Barke zur 'Hispaniola' umgebaut, im Hafen von Bamburi (Thailand) ging außerdem ein 40 Tonnen schweres Stahl-Modell vor Anker. Sechs Wochen Stunt-Training, schwere Stürme in England, 40 Grad heiße Schwüle im Dschungel, Tobias Moretti zog sich einen Leistenbruch zu, das Set in Thailand musste täglich von Giftschlangen gesäubert werden - kurzum: Produktion und Ensemble gingen an die Grenzen.

Die Mühen haben sich gelohnt.

Als Schiffsjunge Bobby getarnt, gelingt es Sheila (Diane Willems, links) an Bord der Hispaniola zu kommen. Dort gerät sie permanent mit Jim (François Goeske) aneinander. © ProSieben / Gordon Mühle

Als Schiffsjunge Bobby getarnt, gelingt es Sheila (Diane Willems, links) an Bord der 'Hispaniola' zu kommen. Dort gerät sie permanent mit Jim (François Goeske) aneinander. © ProSieben / Gordon Mühle

Der Zuschauer folgt ihm gerne auf seiner großen Abenteuerreise, dem jugendlichen Helden Jim Hawkins (François Goeske), der im Nachlass eines alten, dahingemeuchelten Piraten (Christian Redl) die Schatzkarte des legendären Kapitän Flint findet.

Auf hoher See zeigt der angebliche Schiffskoch der Hispaniola, Long John Silver (Tobias Moretti, links), sein wahres Gesicht: Er meutert mit Hilfe seiner eingeschmuggelten Kameraden und versucht Jim (François Goeske) auf seine Seite zu ziehen. © ProSieben / Gordon Mühle

Auf hoher See zeigt der angebliche Schiffskoch der 'Hispaniola', Long John Silver (Tobias Moretti, links), sein wahres Gesicht: Er meutert mit Hilfe seiner eingeschmuggelten Kameraden und versucht Jim (François Goeske) auf seine Seite zu ziehen. © ProSieben / Gordon Mühle

Doch nicht nur der junge Jim, alle wollen den Schatz, der auf einer Südseeinsell vergraben worden sein soll: Der adlige John Trelawney (Christian Tramitz), der fiese Long John Silver, den Tobias Moretti erstaunlich viele charakterliche Nuancen abtrotzt, und seine noch fieseren Spießgesellen (Jürgen Vogel als mordlüsterner Israel Hands, Richy Müller in der Rolle des undurchsichtigen Black Dog) sowie Sheila (Diane Willems), die so hübsche wie kecke Tochter des Kapitän Flint.

Sie schmuggelt sich im Hafen von Brystol als Schiffsjunge verkleidet unter eine skurrile Mannschaft, die von Trelawney finanziert und, wie fatal, von Silver zusammengestellt wurde ...

Kaum taucht die legendäre Schatzinsel am Horizont auf, da meutern auch schon die angeblichen Seeleute und übernehmen das Kommando an Bord. Von links: Dr. Livesey (Aleksandar Jovanovic) und John Trelawney (Christian Tramitz). © ProSieben / Gordon Mühle

Kaum taucht die legendäre Schatzinsel am Horizont auf, da meutern auch schon die angeblichen Seeleute und übernehmen das Kommando an Bord. Von links: Dr. Livesey (Aleksandar Jovanovic) und John Trelawney (Christian Tramitz). © ProSieben / Gordon Mühle

Hawkins war schlau genug, eine Hälfte der Schatzkarte einzubehalten, weshalb er an Bord der Hispaniola von Silver als auch Trelawney heftig umworben wird. Als es am Ziel der Reise zur Meuterei und zur ersten von vielen Schießerein zwischen Piraten und britischen Marineleuten kommt, beginnt für Jim und die adrette Sheila ein gefährliches Abenteuer zwischen den Fronten ...

Nach einem etwas zähen Auftakt, über den eine umwerfende Silke Bodenbender als Hawkins' Mutter und hemdsärmelige Gastwirtin weitgehend hinweg hilft, geht es furios zur Sache.

Kommen sich massiv in die Quere: der eiskalte Pirat Black Dog (Richy Müller, rechts) und der gefürchtete Freibeuter Long John Silver (Tobias Moretti). © ProSieben / Gordon Mühle

Kommen sich massiv in die Quere: der eiskalte Pirat Black Dog (Richy Müller, rechts) und der gefürchtete Freibeuter Long John Silver (Tobias Moretti). © ProSieben / Gordon Mühle

Auch wenn einige Zugeständnisse an den Zeitgeist ('Lost'-Look im Südsee-Dschungel, aufblitzende Busen, brutale Kampfszenen, moderne Sprache) etwas übertrieben scheinen, könnte es sich beim Zuschauen schon einstellen, dieses kaum zu befriedigende, aber immerhin erwärmende Verlangen nach Freiheit, großer Welt und Abenteuer. Fast so wie damals, in den 70er-Jahren, als der große ZDF-Vierteiler 'Die Schatzinsel' (1966) mit Michael Ande als Jim Hawkins und Ivor Dean als Long John Silver lief und dank mehrerer Wiederholungen noch heute in der Erinnerung einer ganzen Generation verankert ist. Großes Fernsehen - damals wie heute.

20 Peitschenhiebe: Als der undurchsichtige Israel Hands (Jürgen Vogel, Mitte) wegen Jims Anschuldigung ausgepeitscht wird, schwört er blutige Rache. © ProSieben / Gordon Mühle

20 Peitschenhiebe: Als der undurchsichtige Israel Hands (Jürgen Vogel, Mitte) wegen Jims Anschuldigung ausgepeitscht wird, schwört er blutige Rache. © ProSieben / Gordon Mühle

(ProSieben zeigt um 22.25 Uhr, im Anschluss an den ersten Teil, die Doku 'Die Schatzinsel - Die wahre Geschichte'. Teil 2 folgt am morgigen Dienstag, 27.11., 20.15 Uhr).

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Gregor 6. Aug 2008, 16:33

Jepp. - Der Vierteiler vom ZDF war super! Das Buch ist's umso mehr! Aber diese Verfilmung ist einfach nur enttäuschend. Die einzige gute und recht überzeugende Besetzung war die das Israel Hands durch Jürgen Vogel. Der Rest: Grottenschlecht und nicht überzeugend. Ganz übel auch die Vergewaltigung des historischen Stoffs durch den Einbau der Liebesstory. Aber dieser Klamauk past genau zu dem Sender der das Produziert hat.

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MissPirate18. Jul 2008, 18:18

Trotz dessen der Film nicht gerade auf viel Resonanz zu stoßen scheint finde ich ihn trotzdem gut gelungen. Einige Zugeständnisse an eine moderne Fernsehverfilmung sollten schon gemacht werden, sonst tritt man finde ich immer nur auf der Stelle.

Am Besten waren meiner Meinung nach Richy Müller und Tobias Moretti. Müller hat man seine Rolle als undurchsichtiges Ekel richtig gut abgenommen, und Moretti hat Silver einen ziemlich interessanten Anstrich gegeben. Die Rolle von Christian Tramitz war aber zugegebenerweise wirklich mal eine richtige Fehlbesetzung. Da wartet man nur dararuf das irgendwo noch Michael Herbig und Rick Kavanian mit auftauchen.
Aber trotzdem ein sehr sehenswerter Film.

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Black Dog's Bride 8. Jan 2008, 12:34

Leute,was ihr alle habt...Black dog war der beste im ganzen film...und moretti als silver auch ganz gut.was das buch angeht-ich fand den film im neuen look tausendmal besser-mehr spannung,mehr action...

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Lisi26. Dez 2007, 22:21

Ok, mal ganz im Ernst: viel mit dem Roman hat der Film echt nicht gemein gehabt! Aber ich hab das, was hier anscheinend die meisten zu bemängeln haben - also Sheila - ganz gut gefunden, kommt ein bisschen Liebe für arme Romantiker wie mich in die ganze Sache.
Ich kann mich an das BUch nicht gut erinnern, da es mir vorgelesen wurde, als ich 5 war - und jetzt bin ich doch immerhin 15 - aber der FIlm ist nicht schlecht. Ehrlich gesagt sogar ziemlich gut.
Was ich am Film geliebt habe, war die Musik. da muss ich dem Komponist/der Komponistin (weiß ich nicht genau) mal ein großes Kompliment aussprechen.
Und ich finde, dass Moretti - mit AUsnahme diverser unverständlich gesprochener Passagen - Silver gut rübergebracht hat. Auch Black Dog, Israel Hands und den Stummen fand ich super.
Jim Hawkins hat vielleicht schone etwas verloren gewirkt, aber wie schon früher gesagt, gegen solche Schurken würden noch viele andere blass und verhärmt aussehen.
Ich fand eigentlich, dass Diane Willems gut gespielt hat. Es ist schon eine Bürde, einfach eine Rolle zu spielen, die es in der Vorlage nie gegeben hat. Es war schon von vornherein klar, dass sie die schlimmsten Kritiken auf sich ziehen wird. Ich kann nur sagen, ich habs gut gefunden. xD
An den Bemängelungen an Christian Tramitz kann ich mich nur anschließen. Seine Komödienrolle ist einfach mit ihm zusammengewachsen, man kann ihn in einem anderen Genre einfach nicht mehr ernst nehmen. Er hat Trelawney aus meiner Sicht wirklich wie eine Art tollpatschigen Trottel dargestellt.
Alles in allem hat mir der FIlm aber sehr gut gefallen, und ich kann offen und ehrlich zugeben, mir die DVD zu Weihnachten gewünscht und bekommen zu haben. Und ich verspür keine Reue oder so was deswegen!!!!

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Mimi11. Dez 2007, 20:02

So, vorweg will ich sagen, dass ich das Buch 'Die Schatzinsel' noch nicht gelesen habe, allerdings wird es als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum liegen. =D
Pro7 scheint es ja wirklich geschafft zu haben, ein perfekt geschriebenes Meisterwerk in den Sand zu setzen, dies kann ich bereits aus den vielen Kommentaren entnehmen, ohne das Buch gelesen zu haben.
Vielleicht hätten sie wirklich einen völlig neuen Film zu drehen, der nichts mit dem Buch zu tun hatte.
Ich möchte an dieser Stelle die Schauspieler, Tobias Moretti (Silver), Jürgen Vogel (Israel), Richy Müller (Dog), Aleksandar Jovanovic (Dr. Livesey) und Francis Goeske (Jim) in Schutz nehmen, nach dem DREHBUCH, haben sie alle ihre Rollen gut inszeniert. Ob Christian Tramitz (Trewlany) nun der richte für die Rolle war weiß ich nicht, vielleicht muss man ihm einfach eine Chance geben, in anderen Genres zu spielen. Der 'fiktive' Sheila/Bobby Charakter, war meiner Meinung nach schlecht und die schauspielerische Leistung nicht sehr ausgereift.
Pro7? Warum habt ihr das Mädel nicht einfach weggelassen, das Buch hat viele Fan's, die anderen Filme auch, wieso dann Titten zeigen? Es geht auch ohne. Außerdem scheint es ein leichtes zu sein, anhand des Romanes ein gutes Drehbuch zu schreiben, leider hat man im Film nicht einmal etwas von der eigentlichen Zeit mitbekommen.
Film hat einige gute Ansätze, die allerdings nicht weiter bearbeitet worden sind, schade.
Freue mich schon auf das Buch. ^.~
Liebe Grüße,
Mimi =D

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Seana10. Dez 2007, 02:13

Zum Heulen. Leider.
So viel Geld, so gute Schauspieler, eine literarische Vorlage, die kaum leichter zu verfilmen ist und dann DAS! Der Regisseur in Personalunion auch Drehbuchschreiber hat ein Machwerk dahingestümpert, das an Dilletantismus eines untalentierten Anfängers würdig ist.

Wo hat PRO7 den denn her? Vom Flohmarkt der Eitelkeiten?

Wie ist es möglich, absolut jede Regel des Geschichtenerzählens zu ignorieren? Schauspieler mit Erfahrung und Potenzial dermaßen zu unterfordern und im Stich zu lassen? Eine Kameraführung zuzulassen, die nicht ein einziges beeindruckendes Bild zustande kriegt? WIE????

Nein, es liegt nicht daran, dass es eine deutsche Produktion ist. Es liegt daran, dass die Geldgeber für derartige Produktionen verblendet sind vom angeblichen 'Zeitgeist'. Hohle Phrasen, statt geschickte Dialoge. Action statt Handlung. Nackte Weiber statt Sensibilität.

Dumm. Langweilig. Peinlich.

Wer das gut findet, glaubt auch, dass 'Piraten der Karibik' der voll total krass geilste Piratenfilm ever ist! Sorry Leute, aber lasst euch einsalzen. Ihr habt so viel Ahnung von Piratenfilmen wie Lara Croft vom Pullover stricken.

Das war also nix.
Der Nächste bitte.
Aber diesmal fragt gefälligst jemanden, der sich damit auskennt.

Seana

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Lilo 7. Dez 2007, 20:58

Auch ich habe das Buch gelesen und geliebt. Ich habe mich auch schon Wochen vorher auf die neueste Verfilmung gefreut und war spätestens beim zweiten Teil bitter enttäuscht. Die Idee an sich ist nicht schlecht, hätte man die Namen geändert und die Story ein kleinwenig abgeändert hätte es ein neuer Piratenfilm sein können - Ich habe die Geschichte „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stephenson am Ende einfach nicht mehr wieder erkannt. Der Doktor, der sonst (wie schon gesagt) ein britischer Gentleman war, war einfach unerträglich. Hatten er und Jim nicht eigentlich eine recht gute Beziehung? Im Film jedoch können sie sich nicht ausstehen und arbeiteten null zusammen. Er mault nur vor sich hin, von der ehrenhaften Hilfsbereitschaft auch den Feinden gegenüber keine Spur, kein bisschen Kooperation, einfach schauderhaft. Die Darstellung von Silver ist misslungen, jedoch fand ich die Darstellung von Trelawney ganz akzeptabel. Wunderbar war die Darstellung von Israel Hands durch Jürgen Vogel auch wenn ich seine plötzliche Umwandlung in ein liebevollen kleinkinderhaltenen Mann nicht nachvollziehen kann.
Was mich unheimlich wütend gemacht hat, war der völlig neue Charakter „Sheila“! In dem Buch ist nirgendwo die Rede von Flints Tochter, die mitreist und am Ende noch zur Hauptperson wird. Kann man den heute keinen Film mehr ohne irgendeine erzwungene Liebesgeschichte und einen möglichst oft gezeigten nackten Oberkörper einer Frau produzieren? Diese Frau hat die ganze Geschichte durcheinander gebracht, außerdem waren die schauspielerischen Leistungen von Diane Willems wirklich nicht berauschend, sie waren hölzern und schienen amateurhaft.
Und wo ist Ben Gunn? Der verrückte aber sympathische Ben Gunn? Ich habe ihn im Film nicht gesehen. Der Schatz verloren? Der Doktor tot? Verzeihung, aber sollte dies nicht eine Verfilmung von „Der Schatzinsel“ von Robert Louis Stephenson sein?
Wer auch immer an dieser Verhunzung der wunderbaren Geschichte beteiligt war: Ihr habt ein Meisterwerk verdorben.

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Groschi 3. Dez 2007, 18:51

Nun ja, für eines ist der Film jedenfalls gut: als Lehrstück für angehende Schauspieler und Regisseure für eine Beispiel, wie man es nicht amchen sollte.
Neben der fehlenden Spannung, den wenig kreativen Dialogen und schlechter Schauspielerei file mir eins regelrecht ins Ohr: unmotiviertes Losgebrülle, teils zu unpassenden Momenten soiwe unrealistische verhaltensweisen.. Dieses Merkmal findet scih merkwürdigerweise in vielen Abenteuerfilmen deutscher Machart.
Im Prinzip frage ich mich sowieso, warum 'Die Schatzinsel' neuverfilmt (in diesem Fall neuverschandelt)werden mußte. Warum müssen große Werke, die nicht mehr zu topen sind, von Leuten durch die Mangel gedreht werden, die in ihrer Selbstüberschätzung meinen, es noch besser machen zu können?
Auch ich habe ab und an darauf gewartet, ob nicht irgendwo Bully Herbig aus einem Busch springt.
Ein Filmzitat wird aber überdauern: 'Jim Hawkins, du bist so ein Idiot!' von der fiktiven Flint-Tochter.
Eigenproduktionen von Pro7 sind bislang fast immer ein Fehlschlag gewesen. Dieser Film ist die nunmehrige Krönung davon.

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Jörg Kaufhold 1. Dez 2007, 13:47

Es ist nichts mehr hinzuzufügen an Kritik, was bereits gesagt wurde.
Seht euch den ZDF-Vierteiler an, jetzt zur Adventszeit und da hat man was davon.

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Amedeo30. Nov 2007, 22:11

gleich vorweg, ich hab das buch vorher nicht gekannt geschweige denn gelesen, deswegen lass ich inhaltliches aus meinem Statement raus

Was die schauspielerische Leistung angeht, die von Vogel und Moretti hat mir gefallen, wenn sie auch nicht Hollywood-reif war. Ich schließe mich der Masse an und meine, dass Christian Tramitz vollkommen fehl am Platz war, er hätte in seinem Genre bleiben, und nicht in einem abenteuer-film mitspielen sollen.

Nachdem ich den ersten Teil gesehen hatte, wollte ich unbedingt den zweiten auch sehen. Das liegt nicht daran, dass er mir gefallen hatte, sondern daran, dass überhaupt nichts geschehen ist und mir der Höhepunkt gefehlt hat, auch wenn es ein Zweiteiler ist...

Nach dem Ende des zweiten Teils hab ich zuerst nicht mitbekommen, dass der Film zuende war, 'Werbung', hab ich gedacht...(auch wenn's bei ORF1 keine Werbung gibt). Doch tatsächlich war es zu Ende, und wieder kein Höhepunkt, nichtmal geküsst hat er sie (oder war's im Buch auch so...kann ja sein).

Pro7 hat es geschafft mein Spannungsniveau hochzuhalten, von Anfang an, aber an der 100% Marke, die in jedem guten Film erreicht werden sollte, hat der Film nicht einmal gekratzt.

Ein dritter Teil wäre hier nicht fehl am Platz^^
fg
Amedeo

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