Literatur Nachrichten
«Israel-Lobby» am Pranger - und bald vor Gericht
Von Laszlo Trankovits 5. Nov 2007, 10:04
Washington - Die Wissenschaftler John Mearsheimer und Stephen Walt haben mit ihren Schriften gegen die Macht der «Israel-Lobby» - so auch der Titel ihres kürzlich erschienenen Buches - weltweit provoziert. Politiker wie Ex-US-Präsident Jimmy Carter bestätigten den «einschüchternden» Einfluss der «israelischen Lobby», Wissenschaftler wie der Historiker Tony Judt sprachen von einer «längst überfälligen Debatte» über ihre Macht.
Kritiker wie Ex-US-Außenminister George Shultz stellten das Buch allerdings in den Zusammenhang des Jahrhunderte alten «Katalogs der Lügen» und «Verschwörungstheorien» über Juden. Wissenschaftler von links bis rechts - wie Noam Chomsky und Eliot Cohen - warfen den Autoren fragwürdige Quellenauswahl und Einseitigkeit vor. Mearsheimer und Walt bestätigten trotz des wissenschaftlichen Anspruchs lediglich gängige anti-semitische Vorurteile über die Macht der Juden in der Welt - ohne dies wirklich belegen zu können.
Nun wird der Streit auch vor einem US-Gericht ausgetragen: sogar US-Außenministerin Condoleezza Rice und US-Sicherheitsberater Stephen Hadley sollen aussagen. Dies beschloss ein Gericht in Alexandria (Virginia). Angeklagt sind die Israel-Lobbyisten Keith Weissman und Steven Rosen, die der Spionage beschuldigt werden. Sie haben laut Staatsanwalt geheime US-Papiere über Terrorismus und den Iran nach Tel Aviv geschickt. Rice und Hadley sollen nun bestätigen, dass die US-Regierung Israel-Lobbyisten in ihre Nahost-Politik eng eingebunden hat und an der Weitergabe der Papiere nichts ungewöhnliches sei.
Weissmann und Rosen waren Mitarbeiter des «American Israel Public Affairs Committee» (AIPAC), das auch in dem Buch «Die Israel-Lobby» im Focus steht. AIPAC sei es gelungen, so Walt und Mearsheimer, die US-Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass amerikanische und israelische Interessen identisch seien. US-Präsident George W. Bush habe nur wegen des massiven Einflusses der Israel-Lobby und der Neokonservativen - unter denen es auffallend viele jüdische Intellektuelle gebe - den Irakkrieg begonnen. Der aber nütze vor allem Israel.
Washington betreibe eine Politik der Nibelungentreue zu Israel, die den US-Interessen schade, das Verhältnis zur arabischen Welt vergifte und die Terrorgefahr verstärke, meinen die angesehenen Politologen aus Chicago und Harvard. «Die USA haben vor allem wegen ihrer engen Verbindung mit Israel ein Terrorismusproblem, nicht umgekehrt.» Selbst die Anschläge vom 11. September 2001 seien vor allem mit Amerikas Unterstützung für Israel zu erklären. Und auch die Anstrengungen, Iran von Atomwaffen abzuhalten, liege mehr in Israels Interesse; die USA könnten doch mit einer Atommacht Iran leben. Die Autoren sprechen Israel wegen seiner «imperialistischen» Politik auch jede moralische Überlegenheit ab. Israel befinde sich zudem nicht in der Rolle des Davids gegen den arabischen Goliath: schließlich besitze der jüdische Staat Atomwaffen.
Die gewagten Thesen haben viel Empörung ausgelöst, auch wenn niemand den Einfluss der Israel-Lobby bestreitet - sehr wohl aber wird das beschriebene Ausmaß als maßlos übertrieben kritisiert. Harvard-Professor Alan Dershowitz nannte seine Kollegen «Lügner» und «Fanatiker». Der Ex-Berater mehrerer US-Präsidenten, David Gergen, schrieb: «In vier Amtszeiten im Weißen Haus habe ich nicht eine einzige Entscheidung zu Gunsten Israels auf Kosten von US-Interessen erlebt». Die Lobbyisten der US-Waffenindustrie, der Evangelisten oder der Lehrergewerkschaften hätten eine ganze andere Macht im Lande.
Mearsheimer und Walt wird vorgeworfen, die US-Unterstützung Israels in den Geruch finsterer Machenschaften zu rücken, anstatt gemeinsame Interessen und Werte zu berücksichtigen. Schließlich sei Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten. Der winzige Staat sei mehreren arabischen Angriffskriegen - und später Terroranschlägen - ausgesetzt gewesen. Bis heute halle der Ruf nach der «Vernichtung Israels» durch die islamische Welt. Fast alle US-Spitzenpolitiker sind sich einig, dass die Unterstützung Israels im ureigensten Interesse der USA sind.
«Wenn Anti-Semitismus eine zwanghafte, irrationale Feindseligkeit gegenüber Juden bedeutet, wenn sie der Illoyalität, der Subversion und des Verrats beschuldigt werden, ...geheimer Bündnisse und der Manipulation von Regierungen, wenn jemand systematisch Juden als unfair, hässlich und falsch darstellt, dann ist dieses Papier antisemitisch», schrieb Prof. Cohn. Pikanterweise hat der deutsche Verlag mit einem provozierenden Umschlag den Vorwurf des Antisemitismus noch gefördert: Die US-Flagge wird da entfremdet und statt der Sterne für die US-Bundesstaaten sind Davidsterne zu sehen. Ähnliches hätten Nazi-Publikationen gemacht, bemerkte der Kommentator der US-Wochenzeitung «Jewish Press» bitter.
John J. Mearsheimer/Stephen M. Walt
Die Israel-Lobby
Campus Verlag, Frankfurt/Main
504 Seiten, 24,90 Euro
© 2007 dpa - Deutsche Presse-Agentur
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walter nänny 6. Nov 2007, 08:23
Über Israel würde ich nicht dermassen arrogant ausholen.
Insbesondere deswegen auch nicht, als die antisemitische Lobby in der ganzen Welt mit diesem Wisch einen gewaltigen Aufschwung erhalten kann.
Gibt es nicht, seit hunderten von Jahren, schon genug unbegründete Vorurteile gegen die Juden?
Haben die Juden noch nicht gegug unter der religiösen, politischen und ideologischen Arroganz der Menschen gelitten?
Das Verhalten gegenüber diesem Volk kann zu einer untrügerischen Falle gegen die Menschheit sein.
Wenn man bedenkt, was sie alles für die Menschheit geleistet haben, und trotz Allem noch leisten, dann werden alle andern Völker nur noch als kleine Banausen betrachtet werden müssen...
Welches Volk hat die grössere Rate von Nobelpreisträgern als Israel? Woher kommen die grössten Musiker? Woher kommen die besten Ärzte? Wer kann am erfolgreichsten grosse Wüstengebiete urbarisieren? Wer hatte die Länder im Mittelater vor ihrem wirtschaftlichen Ruin bewahrt(Frankenkönige)?
u.A.m.
Das war bis jetzt nur eine Perspektive vom Volk Israel. Die Wurzeln von der zweiten liegt schon mehr als 3'500 Jahre zurück.
1 Mose 12:3
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
Das Volk Israel ist und bleibt das Volk der Bibel. Ich weiss, dass Heute viele Leute die Bibel, aus Unverstand, belächeln. Jedoch wird es diesen Leuten eines Tages nicht mehr ums Lachen sein...
Haben sich die Prophetien bereits bewahrheitet, dann werden auch die kommenden Ereignisse, die in der Schrift voraus gesagt wurden, sich haarscharf erfüllen!
Hier möchte ich Ihnen einige Referenzen vorlegen, die noch vor uns liegen:
Joel 3:2
Ich will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Josaphat hinabführen und will mit ihnen daselbst rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich in mein Land geteilt...
Diese Tal existiert Heute noch nicht. Doch wird dessen Erscheinen plötzlich harte Wirklichkeit. Wie schon oft in der Prophetie, fragte man sich, ja, wie wird dann das oder jenes aussehen? Heute frägt man sich über diese Phänomene nicht mehr, man schaudert sich vor den Tatsachen (z.B Die Sonne wird heller scheinen als zur Zeit der Bibel - Ozonloch etc.)...
Jeremia 30:10
Darum fürchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und entsetze dich nicht Israel. Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Landen und deinen Samen aus dem Lande ihres Gefängnisses, daß Jakob soll wiederkommen, in Frieden leben und Genüge haben, und niemand soll ihn schrecken.
Diese Ereignis läuft vor unseren Augen ab!
Aus der Bibel sind für dieses Ereignis mehr als 76 Refernzen bekannt.
Jeremia 33:7 Denn ich will das Gefängnis Juda’s und das Gefängnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang.
Jeremia 46:28
Darum fürchte dich nicht, du, Jakob, mein Knecht, spricht der HERR; denn ich bin bei dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich verstoßen habe, will ich ein Ende machen; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen, sondern ich will dich züchtigen mit Maßen, auf daß ich dich nicht ungestraft lasse.
Dieses Gericht steht noch vor uns...
Hier könnte man noch beiliebig weiter fahren, doch der Platz reicht nicht dazu aus.
Die Prophetie in der Bibel hat zwei Teile. Der Eine sind die Verheissungen für das Volk Israel und die Menschheit - wenn sie sich nach G'tt ausrichtet.
Die andere ist das Gericht, wenn man sich säkularen und abgöttischen Dingen mehr widment, als dem G'tt Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Schöpfer des Himmels und der Erde.
Ich grüsse Sie mit dem bibelweort:
Galater 6:7
Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
Mit freundlichen Grüssen
Walter Nänny
Homepage: www.bonis-artibus.ch
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