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Die Grenzen sind offen: Urlaub bei den Schengen-Neulingen

18. Dez 2007, 09:15

Ljubljana in Slowenien: Der Euro ist hier bereits eingeführt, am 21. Dezember tritt der Staat auch dem Schengen-Abkommen bei. (Bild: Röwekamp/dpa/tmn) © DPA

Ljubljana in Slowenien: Der Euro ist hier bereits eingeführt, am 21. Dezember tritt der Staat auch dem Schengen-Abkommen bei. (Bild: Röwekamp/dpa/tmn) © DPA

Hamburg (dpa/tmn) - Die Grenzkontrollen fallen nun weg, aber ein wirkliches Hindernis waren sie zuletzt ohnehin nicht mehr: Die neun europäischen Länder, die am 21. Dezember dem Schengener Abkommen beitreten, stehen als Reiseziele teils schon lange hoch im Kurs.

Das gilt für Malta und Polen ebenso wie für Ungarn, Tschechien und das Baltikum. Auch manche Reiseveranstalter bauen ihr Angebot in Osteuropa derzeit aus: Marktführer TUI zum Beispiel hat gerade den neuen Sommerkatalog «Weltentdecker Europas Osten» mit 260 Hotels von Estland bis Armenien vorgelegt. Andere Anbieter gelten als reine Osteuropa-Spezialisten, darunter Schnieder Reisen, Lernidee Erlebnisreisen, Wolff Ost-Reisen sowie Determann & Kreienkamp.

Hier eine Kurzübersicht zum Urlaub in den neuen Schengen-Ländern:

BALTIKUM: Estland, Lettland und Litauen werden oft im selben Atemzug genannt, wenn es um den Tourismus geht. Das ist kein Wunder: Viele organisierte Reisen kombinieren die drei Ostseestaaten zum Beispiel in 10- bis 14-tägigen Studienreisen. Zu den beliebten Ziele gehören dabei die drei Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius, deren Altstädte die Architekturgeschichte der Region vom Mittelalter über den Barock bis zum Jugendstil lebendig machen. Gerade von Deutschen viel besucht ist auch die Kurische Nehrung in Litauen. Die Halbinsel trennt das Kurische Haff von der Ostsee, hier hatte unter anderem Thomas Mann einst sein Sommerhaus. Informationen: Baltikum Tourismus Zentrale, Telefon: 030/89 00 90 91.

MALTA: Das kleinste EU-Mitglied ist nur etwa so groß wie die Stadt München. Die Mittelmeerinsel südlich von Sizilien rückt derzeit nicht nur durch den Schengen-Beitritt noch näher an Europa heran, sondern führt am 1. Januar 2008 auch den Euro als Währung ein. Das eher karge Eiland mit den kleinen Nachbarinseln Gozo und Comino war mehr als 160 Jahre eine britische Kolonie und gilt heute als ein beliebtes Ziel für Englisch-Sprachkurse. Zu den größten Sehenswürdigkeiten zählen außerdem Tempelruinen aus vorchristlicher Zeit. Informationen: Fremdenverkehrsamt Malta, Telefon: 069/28 58 90.

POLEN: Noch immer gibt es den sogenannten Heimwehtourismus, bei dem Vertriebene und ihre Kinder die alte Heimat Schlesien, Pommern oder Ostpreußen besuchen. Er verliert aber zunehmend an Bedeutung. Stattdessen zieht die Ostseeküste mit Danzig viele Sommerurlauber an, Masuren gilt als Naturparadies nicht zuletzt für Fahrradurlauber. Die alte Hauptstadt Krakau im Süden des Landes gilt als Spiegelbild der Architekturgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. In der Hohen Tatra kommen Wanderer und im Winter Skiläufer auf ihre Kosten. Wichtigster Touristenort dort ist Zakopane. Informationen: Polnisches Fremdenverkehrsamt, Telefon: 030/210 09 20.

SLOWAKEI: Die Hohe Tatra als Grenzgebirge spielt auch für den Tourismus in der Slowakei eine wichtige Rolle. Die Hauptstadt Bratislava zieht ebenfalls viele Urlauber an. Sie ist von Wien aus in einer kurzen Autofahrt erreichbar. Einen ersten Eindruck vom Land gewinnen viele Touristen vom Wasser aus: Die Donau als Grenzfluss zu Ungarn bildet das letzte Drittel der für Flusskreuzfahrten beliebten Strecke von Passau nach Budapest. Informationen: Slowakische Zentrale für Tourismus, Telefon: 030/25 94 26 40.

SLOWENIEN: Schon vor dem Schengen-Beitritt hat Slowenien Anfang 2007 den Euro eingeführt. Das Land bietet eine große landschaftliche Vielfalt: Am Golf von Triest gehören dazu 40 Kilometer Adriaküste, in den Julischen Alpen und den Karawanken lassen sich bis zu 2864 Meter hohe Berge besteigen, auf denen sich im Winter die Skiläufer tummeln. In der Hauptstadt Ljubljana ist das kulturelle und kulinarische Erbe aus österreichischen Zeiten gut sichtbar. Informationen: Slowenisches Fremdenverkehrsamt, Telefon: 089/29 16 12 02.

TSCHECHIEN: Die Hauptstadt Prag galt in den 90er Jahren als eines der beliebtesten Reiseziele von US-Amerikanern in Europa. Die Burg Hradschin und die Karlsbrücke sind die bekanntesten Attraktionen. Auch die deftige böhmische Küche und die traditionellen Biere mögen viele Urlauber. Das Bäderdreieck Karlsbad-Marienbad-Franzensbad im Grenzgebiet zu Sachsen und Bayern war schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel für Kuren und zieht heute viele Wellness-Urlauber an. Und auch Tschechien hat seine Wintersportgebiete, nicht zuletzt im Riesengebirge auf der Grenze zu Polen. Informationen: Tschechische Zentrale für Tourismus, Telefon: 030/204 47 70.

Die Baltischen Staaten: www.baltikuminfo.deMalta und Nachbarinseln: www.urlaubmalta.comPolen: www.polen-info.deSlowakei: www.slovakia.travelSlowenien: www.slovenia.infoTschechische Republik: www.czechtourism.comUngarn: www.ungarn-tourismus.de

© 2007 dpa - Deutsche Presse-Agentur

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