Gesundheit Reportagen


Tipps gegen Erkältungen bei Kindern

Von Alexandra Daubner 3. Jan 2008, 13:42

mp Hamburg - Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht so ausgereift wie das von Erwachsenen. In der kalten Jahreszeit werden sie häufiger von Viren und Bakterien erwischt. Eltern sollten die Kinder-Hausapotheke daher rechtzeitig winterfest machen. Foto: DAK/mp

mp Hamburg - Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht so ausgereift wie das von Erwachsenen. In der kalten Jahreszeit werden sie häufiger von Viren und Bakterien erwischt. Eltern sollten die Kinder-Hausapotheke daher rechtzeitig winterfest machen. Foto: DAK/mp

Kinder werden häufig von Erkältungen mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber geplagt. Sie sind für Infektionen besonders anfällig, da sie gegen eine Vielzahl von Viren noch nicht immun sind. Im Normalfall ist aber die Erkrankung harmlos und klingt nach etwa einer Woche von alleine wieder ab. Einige Tipps helfen jedoch, die Beschwerden zu lindern.

Erkältete Kinder brauchen viel Flüssigkeit. Geeignete Getränke sind verdünnte Fruchtsäfte mit viel Vitamin C, Mineralwasser und Kräutertee. Älteren Kindern können über den Tag verteilt mehrere Tassen eines Erkältungstees verabreicht werden. Babys hilft es, von der stillenden Mutter öfter angelegt zu werden. Mit Fläschchen ernährte Säuglinge sind zusätzlich immer wieder mit Tee zu füttern. Die Ernährung der Kinder sollte während der Krankheit leicht und vitaminreich sein. Typische 'Erkältungsgerichte' sind beispielsweise Gemüse- oder Hühnerbrühe, aber auch frisches Obst und Salat sollten auf dem Speiseplan stehen. Dabei ist zu beachten, dass die Kleinen meist nicht viel Hunger haben. In diesem Fall sollten die Eltern den Nachwuchs nicht zum Essen zwingen. Es ist nur sicherzustellen, dass immer ausreichend getrunken wird.

Das Kinderzimmer darf nicht zu warm gehalten werden, 18 bis 20 Grad sind normalerweise ausreichend. Bei Schüttelfrost ist allerdings darauf zu achten, dass der Körper des Kindes durch Kleidung oder Decken besonders warm gehalten wird. Zudem muss bei Erkältungen im Zimmer für ausreichend Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, um die gereizten Schleimhäute zu schonen. Dabei helfen beispielsweise spezielle Luftbefeuchter oder eine auf die Heizung gestellte Schüssel mit Wasser. Bei Schnupfen können zum Abschwellen der Nasenschleimhaut entsprechende Medikamente verwendet werden; allerdings sollten nur Nasentropfen genommen werden, die für Kinder gedacht sind, und auch diese nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Als bewährtes Hausmittel gilt eine Salzlösung aus der Apotheke, die in die Nasenlöcher getropft wird. Salbei- und Thymiantee wirken entzündungshemmend und fördern den Sekretfluss. Gegen Hustenbeschwerden helfen warme Milch mit Honig oder ein Tee aus Lavendelblüten. Bei Halsschmerzen empfehlen traditionelle Rezeptbücher Halswickel oder das Gurgeln mit Salbeitee oder Salzwasser.

Vorsicht ist bei ätherischen Ölen geboten. Bei kleineren Kinder können diese unter Umständen zu Atemproblemen führen und sind deshalb tabu. Auch Erkältungsbäder, Inhalationspräparate und Mittel zum Einreiben mit Eukalyptusöl, Menthol oder Kampfer sind für Kinder unter sechs Jahren ungeeignet. Selbst bei älteren Sprösslingen sollte die Verwendung der Präparate zuerst mit dem Kinderarzt abgesprochen werden. Bei Fieber kann eine kalte Kompresse auf der Stirn den Kopfschmerz lindern, als Hausmittel gelten zudem kalte Wadenwickel. Zum genauen Fiebermessen eignet sich vor allem das Infrarot-Ohrthermometer. Aber auch mit dem elektronischen Thermometer kann die Temperatur bei Kleinkindern im Darmausgang oder bei größeren Kindern im Mund zuverlässig bestimmt werden. Erhöhte Temperatur weisen Kinder auf, wenn bei ihnen mehr als 38 Grad gemessen werden, Fieber haben sie bei einer Körpertemperatur ab 38,5 Grad. Mit Babys unter einem Jahr sollten Eltern bei Erkältungssymptomen oder bei Fieber generell zum Arzt gehen, damit ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Auch die Verwendung von geeigneten Medikamenten ist dann mit dem Arzt abzustimmen. Mit älteren Kinder ist ein Mediziner vor allem dann aufzusuchen, wenn die Temperatur länger als einen Tag bei mehr als 38 Grad verweilt oder wenn das Kind apathisch und teilnahmslos wird. Weitere Anzeichen für einen notwendigen Arztbesuch sind zusätzlich zum Fieber Symptome wie starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen, Hautausschlag, Erbrechen oder Durchfall. Im Zweifelsfall sollte vor allem bei jüngeren Kindern nicht gezögert werden, den Notdienst zu verständigen oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Der beste Schutz vor Erkältungen bleiben vernünftige Vorsorgemaßnahmen. Wer sein Kind vitaminreich ernährt und dafür sorgt, dass der Nachwuchs häufig und bei jedem Wetter draußen spielt, stärkt die Abwehrkräfte. Und eine den Temperaturverhältnissen angepasste Kleidung dient ebenfalls dazu, die Sprösslinge wirksam vor Schnupfen und Husten zu bewahren. Alexandra Daubner/mp

© 2008 Global Press

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