Technik Nachrichten
Chip kommuniziert mit Haushaltsgeräten
Von Alexandra Daubner 12. Feb 2008, 17:32

cid Berlin - Ein winziger Chip soll in Zukunft für die Vernetzung elektrischer Geräte im Haushalt sorgen. Foto: Next Generation Media 2007/cid
Ein winziger Chip soll in Zukunft für die Vernetzung elektrischer Geräte in Haushalt und Büro sorgen. Basis für die Kommunikation zwischen den einzelnen Bausteinen ist das neue Verfahren 'digitalSTROM'. Hierbei soll die Übertragung von digitalen Informationen über bereits existierende Stromleitungen ermöglicht werden. Der intelligente elektrische Standard wird jetzt im Rahmen des Projektes 'SerCHo' unter Leitung von Wissenschaftlern der TU Berlin erprobt.
Künftig soll in jedes elektrische Gerät ein integrierter Hochvoltchip von sechs mal vier Millimeter Größe eingebaut werden. Geräte mit dem Chip können dann über den Stromkreislauf miteinander kommunizieren und kooperieren. So soll im intelligenten Haus der Zukunft vor allem die bisherige Informationslücke zwischen Geräten der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation einerseits und der Haus- und Hausgerätetechnik andererseits geschlossen werden. Der Chip soll im Stand-by-Modus mit 0,3 Watt über einen extrem geringen Stromverbrauch verfügen. Er soll eine Vielzahl integrierter Komfortfunktionen wie die Messung des Stromverbrauchs oder ein individuelles Dimmen von Lampen ermöglichen.
Ab 2009 sollen die ersten Geräte mit dem Chip ausgerüstet werden. In einem Showroom wird das Verfahren im Zusammenspiel mit dem softwarebasierten Assistenzdienst 'Smart Home Energy Assistant (SHEA)' derzeit erprobt. Die Funktion zeigt dem Bewohner auf, wie der hausinterne Energieverbrauch gesenkt werden kann. Außerdem werden die Verbrauchsdaten der einzelnen Geräte protokolliert und der Hausbesitzer bei der Steuerung der Geräte unterstützt. So sollen unnötige Stand-by-Betriebe verhindert werden. In Abhängigkeit vom Stromtarif können die Kosten des Energieverbrauchs auch direkt in Euro umgerechnet dargestellt werden, um dem Nutzer den Überblick zu erleichtern.
© 2008 Global Press
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