Internet Reportagen
Happy Surfday!
Das World Wide Web wird 15
Von Jens Szameit 3. Mai 2008, 08:56

Versteckt auf den Seiten des World Wide Web Consortium (W3C) findet man die Homepage des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee. © www.w3.org
Es wächst und gedeiht, mancher verflucht es, aber fast jeder nutzt es. In vergleichsweise kurzer Zeit ist es uns so unentbehrlich geworden, dass es nun selbst als Übermittler von Geburtstagswünschen an die eigene Adresse herhalten muss: Die Rede ist vom Internet. Am 30. April 1993, also vor fast genau 15 Jahren wurde das World Wide Web zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Zeit für eine kurze Retrospektive im - Internet.
Um das Geburtstagskind angemessen zu feiern, macht es Sinn, auch seine Geburtshelfer zu würdigen. Als Erfinder der HTML und Begründer des World Wide Web gilt der britische Physiker und Informatiker Tim Berners-Lee.

Lee war seit den 80er-Jahren am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf beschäftigt. Um den wissenschaftlichen Datentransfer innerhalb der internationalen Organisation zu verbessern, arbeitete Lee an Hypertext-Modellen, die dem Internet der heutigen Form zugrunde liegen und im April 1993 frei für jeden zugänglich gemacht worden.
Heute steht Berners-Lee u. a. dem offenen Unternehmensforum World Wide Web Consortium (W3C) vor. Unter www.w3.org findet man die offizielle Homepage des Internetpioniers samt Biografie, auf der er zudem in minutiösen Handlungsanweisungen eine handfeste Virenparanoia offenbart.

Bei E-Mail-Sendungen an Herrn Berners-Lee, wenn sie denn unvermeidlich sind, sind jegliche Attachements sowie alle Microsoft-Formate tabu, Texte strikt in HTML abzufassen. Lohnenswert ist auch ein Blick auf die Sektion 'History'. Hier findet man eine Kopie der allerersten von Berners-Lee erstellten Webpräsenz aus dem Jahr 1992, die ursprünglich mit der URL http://info.cern.ch versehen war.
Wem diese Kurzeinführung in die Entwicklung des Internets zu kursorisch ist, findet unter www.netplanet.org/geschichte eine recht ausführliche deutschsprachige Abhandlung zur Webhistorie.

Angefangen bei der 1958 vom US-Verteidigungsministerium ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe ARPA werden chronologisch sämtliche Entwicklungsetappen des Internets verständlich und fundiert vorgestellt und zuletzt ein Ausblick in die Zukunft des Mediums gewagt.
Die freie Verfügbarkeit von Informationen für jeden User mit Online-Zugang ist sicher die größte Errungenschaft des World Wide Web und ein nicht hoch genug zu würdigendes Verdienst Berners-Lees. Doch von der weltweiten Datenvernetzung profitiert man nicht nur als Rezipient. Wer selbst Lust und Interesse hat, eine eigene Homepage zu gestalten, findet unter de.selfhtml.

org die nach wie vor umfassendste, verständlichste und strukturierteste Einführung in die Programmiersprache HTML. Wer sich über den vergleichsweise einfachen Grundaufbau einer HTML-Datei einmal im Klaren ist, kann sich schrittweise in die Text- und Grafikformatierungen, das Einfügen von Hyperlinks und alles Weitere einarbeiten - auch ohne Informatikstudium.
Einigt man sich auf das vorgeschlagene Geburtsjahr 1993, ist das heute omnipräsente Internet nicht mal volljährig. Da es vielen potenziellen Usern ebenso geht, ist die Seite www.internet-abc.de von großem Wert. In kindgerechter Aufmachung wird hier in die Kunst des Websurfens eingeführt. Pinguin Eddie verrät, wie man E-Mails schreibt, googelt, wie man Viren entgeht und welche Gefahren beim Chatten lauern. Ein Ameisenbär namens Percy gibt Tipps, wie man das Internet für die Hausaufgaben nutzen kann. Ein nicht näher definierbares Tier, das Flizzi heißt, empfiehlt pädagogisch wertvolle Computerspiele, der Hase Jumpy verwaltet das Forum. Hilfreich ist auch das Internet-Lexikon, das verständlich von A wie Absturz bis zum Kürzel 'www' in die wichtigsten Begriffe einführt.© 2008 teleschau - der mediendienst
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