Gesundheit Nachrichten
Vor China-Reise gegen Masern und Tollwut impfen
Von Silke Koppers 12. Jun 2008, 12:12

mp Mainz - Gegen Masern sollte sich impfen lassen, wer im August zu den Olympischen Spielen nach China reist. Im Reich der Mitte ist die Gefahr groß, sich mit den Viren zu infizieren und zu erkranken, wenn keine ausreichende Immunisierung vorliegt. Foto: DAK/mp
Gegen Masern sollte sich impfen lassen, wer im August zu den Olympischen Spielen nach China reist. Im Reich der Mitte ist die Gefahr groß, sich mit den Viren zu infizieren und zu erkranken, wenn keine ausreichende Immunisierung vorliegt. Davor hat jetzt der Münchner Tropenmediziner Hans Dieter Nothdruft auf dem 10. Forum Impf- und Reisemedizin in Mainz gewarnt.
In Deutschland gibt es immer noch zahlreiche Jugendliche und Erwachsene, die keine Immunität gegen den Krankheitserreger besitzen, weil sie weder geimpft sind, noch die Krankheit im Kindesalter durchlebt haben. Masern sind eine Virusinfektion, die leicht über Tröpfchen übertragen werden. Nach einer Inkubationszeit von acht bis zwölf Tagen kommt es zu rötlichem, großfleckigem Ausschlag. Weitere Symptome sind hohes Fieber, Bronchitis, Abgeschlagenheit und Lichtempfindlichkeit. Lungen-, Mittelohr- und Hirnhautentzündung können als Komplikationen hinzukommen. Vorwiegend erkranken Kinder. Jugendliche und Erwachsene, die nicht geimpft sind, zeigen oft einen atypischen und schweren Krankheitsverlauf.
Zudem hat vor einiger Zeit das Centrum für Reisemedizin (CRM) Pekingreisenden empfohlen, sich gegen Tollwut impfen zu lassen. Nach Indien ist China das Land mit der höchsten Anzahl an Neuerkrankungen bei Menschen und Tieren. Tollwut ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst und normalerweise durch den Biss eines angesteckten Tieres übertragen wird. Hauptsächlich wird die Erkrankung weltweit durch Hunde weitergegeben. Aber auch andere Tiere wie beispielsweise Füchse, Fledermäuse oder Katzen können die Krankheit übertragen.
© 2008 Global Press
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