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Kleinruppin Forever - 19.07.2008 20:15 - ProSieben
Ostalgie und kein Ende
Von Jan Treber 19. Jul 2008, 20:15

Tim (Tobias Schenke) muss sich im unbequemen Leben in der DDR erst einmal zurechtfinden. © ProSieben / Akkord Film Produktion GmbH
Wenn es nach Tobias Schenke ginge, wäre die Ostalgie-Welle mehr als nur eine Modeerscheinung. 'Es sollten mindestens fünf Filme pro Jahr über die ehemalige DDR gedreht werden. Das ist ein deutsches Thema, das international interessiert', sagt der Schauspieler. 'Egal, ob aus ernster oder komödiantischer Sicht', fügt er hinzu. 'Kleinruppin Forever' (2003), in dem Schenke eine Doppelrolle übernahm, schaut mit einem Augenzwinkern auf den Osten. Das kannten die Zuschauer zwar bereits aus 'Sonnenallee' (1999), doch der Vergleich hinkt in allerlei Hinsicht.

Beispielsweise, wenn man die Resonanz vergleicht: Leander Haußmanns Kultfilm spielte in den deutschen Kinos stolze 14 Millionen Euro ein, 'Kleinruppin Forever' knapp über 600.000. Nun zeigt ProSieben den Film in deutscher Erstausstrahlung.
Bremen, 1985: Tim (Tobias Schenke) hat alles, was ein Teenagerherz begehrt. Er ist ein Tennis-Crack, die Mädels stehen auf ihn, und täglich kann der Blondschopf im eigenen Pool baden gehen. Auch die Zukunftsaussichten sind rosig, winkt doch ein Stipendium in Miami. Ein Klassenausflug soll das Leben des arroganten Poppers jedoch schnell verändern. Die Schüler reisen nach Kleinruppin in der DDR.

An der Bushaltestelle stößt Tim dann mit der süßen Jana (Anna Brüggemann) zusammen. 'Tut mir leid', sagt er. 'Ist doch nichts passiert', erwidert sie. 'Doch, ich glaube schon', antwortet Tim.
Kurz darauf trifft er den 19-jährigen Ronnie (ebenfalls Schenke), der ihm zum Verwechseln gleicht - abgesehen vom Outfit zumindest. Ronnie ergreift die Chance, schlägt sein Ebenbild nieder und raubt ihn aus. Als Tim im örtlichen Krankenhaus aufwacht, hat es sich Ronnie bereits im Bus nach Bremen bequem gemacht. Tim sitzt in der DDR-Falle und hat nur ein Ziel: endlich wieder zurück in den Westen.

Doch das ist gar nicht so einfach, zumal er sich sofort mit der Stasi anlegt. Glücklicherweise steht ihm Ronnies Adoptivvater (herrlich kauzig: Michael Gwisdek) helfend zur Seite.
Die Ausgangssituation bietet eine Menge Potenzial für Gags, muss doch der verwöhnte Tim im Osten auf allerlei Dinge verzichten, die für ihn selbstverständlich waren - und wenn es nur eine gewöhnliche Fanta ist. Am Ende steht er vor der entscheidenden Frage: Wie viel ist er bereit, für die Liebe aufzugeben?

Obwohl 'Kleinruppin Forever' eine Komödie ist, schlägt der Film durch die Thematik zwangsläufig auch ernstere Töne an, ohne in künstliche Dramatik abzuschweifen. Griffige Pointen und ein eigener Charme fehlen jedoch, und so versinkt die Produktion dann doch im Ostalgie-Einerlei.
Auch nach 'Kleinruppin Forever' blieben einige Mitglieder der Crew dem Thema treu. So zum Beispiel Regisseur Carsten Fiebeler, der aus Zwickau stammt. Er drehte 2007 die Dokumentation 'OstPunk! Too much Future' über die kleine aber gefürchtete Punkbewegung in der DDR. Tobias Schenke verlieh der eigenen Forderung nach mehr DDR-Filmen Nachdruck, indem er in der Sat.

1-Produktion 'Küss mich, Genosse' (2007) mitwirkte.
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19. Jul 2008, 20:15
Das doppelte Lottchen einmal anders: Bei einem Schulausflug in die DDR entdeckt Tim, dass er einen Zwillingsbruder hat. Ronny, der von einer Zukunft im Westen träumt, macht sich mit dem Pass seines Zwillings auf und davon. Nun sitzt der verzweifelte Tim im Osten fest. Doch bald fühlt sich der Junge in seiner neuen Heimat richtig wohl. Turbulente Komödie nach altbewährtem Schema. Mit Tobias Schenke, Anna Brüggemann, Uwe Kokisch. ... mehrMehr über Michael Gwisdek
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Brigitte Klümpel24. Jul 2008, 00:52
Der Film hat mir sehr gut gefallen.
Es ist ein ganz süßer Film - und zwar für 'Jung' und 'Alt', für 'Ossis' und 'Wessis' - und für alle, die gerne verliebt sind!
Er ist faszinierend, witzig und spannend und trifft viele Leute mitten ins Herz.
Danke an alle, die daran mitgewirkt haben.
So erfrischende Filme sollten öfter gezeigt werden.
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