Musik Kritiken
CD Kritik: Plan A! von Thomas Godoj
Von Jochen Overbeck 6. Jul 2008, 07:57

Von des bisherigen Gewinnern der RTL-Talentshow "Deutschland sucht den Superstar" verfügt Thomas Godoj definitiv über die markanteste und ausdrucksstärkste Stimme. Der 1978 in Rybnik in Polen geborene Sänger konnte sich bereits zuvor in Bands wie Fluxkompensator, Tonk!, Cure Of Souls und WINK austoben und zahlreiche Erfahrungen sammeln. Und das kommt ihm jetzt hörbar zugute, denn Plan A! klingt für ein Debütalbum erstaunlich abgeklärt. Unter der Regie des Valicon-Produktionsteams (u.a. Silbermond) ...mehr
Dass Mark Medlock nicht mehr Superstar ist, hat jetzt ganz offenbar die Boulevardpresse mitbekommen. Raunend und vorwurfsvoll wird er auf der Titelseite aktueller Blätter quasi einem Negativ-Makeover unterzogen. Aus dem Typ, der mit weißer Gitarre am Strand steht und einfältige Lala-Liedchen singt, ist ein Bösewicht geworden. Körperverletzung! Beleidigung! Ermittlungen wegen sexueller Nötigung! Es mag Zufall sein, aber die Stabübergabe ist zeitlich schon ganz gut geplant: Jetzt erscheint mit 'Plan A' das Solo-Album von Thomas Godoj, Sieger der letzten 'DSDS'-Staffel. Die Musik, die er macht, ist eine andere, schlägt eine rockigere Gangart an als bei Medlock. Die Halbwertszeit indes wird eine ähnliche sein wie bei den bisherigen Gewinnern der Casting-Show.
Es ist relativ egal, wie 'Plan A' klingt, zumindest für den kurzfristigen Erfolg der Platte. Die wird sich nach einem halben Jahr 'Deutschland sucht den Superstar' hinreichend gut verkaufen. Das war bisher bei allen Gewinnern so, auch bei Elli Erl oder Tobias Regner, die sehr schnell wieder in der Versenkung verschwanden. Das Problem wird auch bei Godoj die Nachhaltigkeit sein. Denn die Kombination aus Casting auf der einen und ja immer auf diffuse Art und Weise der Authentizität verpflichteter Rockmusik auf der anderen Seite, die hat noch nie so wirklich funktioniert.
So leidet auch 'Plan A' unter einer gewissen Schludrigkeit, was Produktion und Songwriting angeht. Man merkt, dass die Lieder unter zeitlichem Druck entstanden, dass sie durchaus mit Blick auf den Markt geschrieben wurden. Das soll kein Vorwurf sein, dürfte aber nicht unbedingt die Zielgruppe aufhorchen lassen, die Godoj sich wünscht. Denn auch wenn er in einer der Mottoshows wirklich Herz zerreißend 'Chasing Cars' von Snow Patrol intonierte: Seine eigenen Songs, beziehungsweise die für ihn geschriebenen erreichen diese Klasse natürlich nicht.
So ist beispielsweise der Opener 'Love Is You' am Ende doch Baukastenballade, vielleicht nicht so einfältig wie das Medlock-Material, aber eben kaum spannender. 'Too Young To Grow Old' schlägt in eine ähnliche Kerbe, und die Haudrauf-Coverversion des ohnehin grandios überbewerteten Beatles-Kuschelrocks 'Let It Be' hätte sich Godoj wirklch mal sparen können. Bleibt zu bemerken, dass er sich bemüht, dass er sich selber einbringt. Zwei deutsche Songs schrieb er selbst - 'Autopilot' und 'Helden gesucht' besitzen dabei durchaus kommerzielles Potenzial. Wer Ich & Ich, aber auch Revolverheld mag, könnte hier zufrieden sein.© 2008 teleschau - der mediendienst
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"Thomas Godoj" (* 6. März 1978 in Rybnik, Polen, gebürtig "Tomasz Godoj") ist ein deutsch- und englischsprachiger Sänger. Seine Musik bewegt sich stilistisch zwischen Pop und Rock. Zusätzlich betätigt er ....mehr Mehr Artikel ...Ihre Meinung!
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Ganz genau,muß mich meiner Vorgägerin izi anschließen.Diese Titel von Wink sollten unbedingt veröffentlicht werden.Es ist eine Frechheit die Thomasfans als Heuschrecken zu bezeichnen.Uns bleibt ja nicht anderes übrig als uns massiv zu wehren gegen solche recht schlecht recherhierten oberflächlichen Kommentare.Normalerweise haben Castingstars ein Verfallsdatum,nämlich die nächste Staffel.Aber eben diesmal nicht,weil die erreichte Zielgruppe auch nicht dem üblichen Standart entspricht.Es wäre vielleicht recht hilfreich wenn so ein 'Schreiberling'auch mal in die Foren reinschauen würde,dann würde er sehen was da los ist und was für Leute da sind.Ausserdem war Plan A sowieso auf die Schnelle produziert und hatte unter Anderem den Zweck festzustellen was ankommt und was nicht so.Eines noch Thomas hat eine gute Bodygard-seine Fans-und die passen auf Tag und Nacht.
Gruß aus Pforzheim
bin ich die zielgruppe (46 jahre) ? ehrlich gesagt; ich weiss es nicht, und es ist mir auch völlig egal. wichtig ist doch, dass das album gefällt. es gibt künstler, deren songs auf einem album auch nicht alle gleich klasse sind. aber das gesamtwerk ist doch ausschlaggebend. darf ich in diesem zusammenhang noch einmal auf die deutschen titel des
plan a! aufmerksam machen und auch darauf, dass tg mit der band 'wink' bereits mehr als nur talent bewiesen hat. auch diese musik ' z. b. winterkinder, explosion, still usw. sollte unbedingt für die öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. ich glaube, dass dann jeder kritiker mit seinem dummen gelaber verstummen wird.
wünsche tg und seinen jungs aus der band wink alles alles erdenklich gute und maximale erfolge !!!!
Ich frage mich echt woher der Autor weiß, welche Zielgruppe Thomas ansprechen will, wenn er sich so wenig mit dem Künstler und seiner Musik auseinandergesetzt hat. Es ist schon traurig das dieses Juwel bisher in Deutschland nicht entdeckt wurde und wir Fans sind glücklich das er sich bei DSDS angemeldet hat. Und die meisten von uns entsprechen absolut nicht der Zielgruppe die rtl anstrebt. Wir werden uns auch nicht sofort dem nächsten Superstar zu wenden, da wir unseren Superstar für immer gefunden haben und diese Show nicht mehr verfolgen. Jeglicher Vergleich mit vergangenen oder noch kommenden Gewinnern hinkt also, da Thomas etwas ganz Besonderes ist. Seine Musik macht glücklich. Er hat Talent, Charme, ist herzlich, liebenswert und für die Bühne geboren. Ich würde dem Autor empfehlen sich einmal einen Live-Auftritt von Thomas anzusehen und die Stimmung einzufangen, dann fällt die Kritik beim nächsten Album bestimmt positiv aus.
Konstruktive Kritik ist bei Musikern und Musikliebhabern eigentlich immer willkommen. Kritik, die ins Seichte abdriftet und nur allzu bekannte Plattitüden verwendet, ist hingegen ärgerlich und unprofessionell. Dass es auf 'Plan A' durchaus schwächere Titel gibt, ist klar. Dass das Album in Rekordzeit abgefertigt wurde, ist auch offensichtlich. Der Knackpunkt hingegen ist, dass hier trotz ungünstiger Rahmenbedingungen (Zeitdruck, vom Produzenten verordnete Mainstreamtauglichkeit, Casting-Vorgeschichte)ein erstaunlich gutes Stück Musik entstanden ist.
Es ist traurig, sich auf das Klischee 'Castingstar' zu berufen und mit abgedroschenen Phrasen die Nachhaltigkeit eines solchen anzuzweifeln, eben nur deshalb, weil er aus einer Castingshow hervorging. Das ist Vorverurteilung und Vorurteil. Über die Lieder kann man denken, wie man will - dem einen gefällt's, dem anderen nicht - 'Einheitsbrei' sind sie bestimmt nicht, denn hier waren unterschiedliche Komponisten und Songwriter zugange, was man vor allem den deutschen Stücken anmerkt.
Es tut schon weh, wenn zugunsten eines polarisierenden Kommentars auf Objektivität und Fairness verzichtet wird. Aber der Autor hat ja wohl erreicht, was er wollte: Sein Machwerk wird gelesen und kommentiert. Die Art, wie hier mit dem Menschen Thomas Godoj und seiner Kreativität umgegangen wird, erinnert leider an die Machart einer bekannten deutschen Boulevard-Zeitung. Übrigens: Die Autorin dieser Zeilen schreibt gelegentlich auch Plattenkritiken - und bemüht sich hierbei, fair zu bleiben und ohne Vorbehalte zu bewerten.
Ich kann nicht verstehen, warum bei diesem Album jedes Lied in die Mangel genommen wird. Bisher habe ich noch bei keiner CD der letzten 20 Jahre erwartet, dass mir alle Songs gleich gut gefallen. Aber wo wirklich jeder Lebensschritt und die komplette Musik kontrovers diskutiert wird, ist man wenigstens 'in'. Ich erfreue mich täglich an dem Album, dass ich erstmals nicht direkt kaufen konnte, nachdem ich Musik daraus gehört hatte sondern eine gefühlte Unendlichkeit lang warten musste.
Die Bewertung der CD lautet : AKZEPTABEL !!!
Da ist doch schon mal was.
Ich bin damit zufrieden. Auch wenn mir die CD sehr gut gefällt.
Ich bin ganz sicher, dass wenn GOD (oj - ach ist das schön!!!)
sich erst mal von RTL befreit hat, seinen himmlischen Weg gehen wird. Und wir Fans mit ihm!
Tja, da sind sie wieder, die deutschen Kritiker, die sich ja so gut auskennen und so von sich überzeugt sind, daß sie sich sogar gute Recherchen sparen.
Dieser Thomas Godoj hat mit seiner Stimme, seiner Art usw eine Gruppe von Menschen erreicht, die so gar nicht der berühmten 'Marktzielgruppe' entsprechen!!
Genau deshalb wird den 'schnellen' Schreiberlingen wahrscheinlich auch ein wenig schwarz vor Augen, weil sie plötzlich Kommentare zu ihren Machwerken lesen müssen, die sie nun weder erwartet noch erklären können. Sie haben es plötzlich nicht nur mit Konsumenten, sondern gebildeten, ferei denkenden Menschen zu tun.
Allerdings, gibt es, wie so überall, auch in dieser Gilde der Schreiberlinge Leute, die schon längst erkannt haben, daß es ein gewisses Phänomen TG gibt und sich somit sehr ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen.
(Siehe hierzu den Artikel im 'Tagesspiegel' vom 06.07.
Mich würde schon das Gesicht des Verfassers interessieren, wenn er seine 'Vorhersehungen' in ein paar Jahren nochmals lesen muss und dabei feststellt, daß er total daneben lag.
Die immer größer werdende Fanbase eines TG wird sicher dafür sorgen......
Was mir bei der CD-Kritik missfällt ist die Aussage über die Zukunft. Warum kann man nicht einfach das tun, was man ankündigt, nämlich das vorliegende Werk beurteilen - aus - ende - vorbei. Was danach passieren wird, steht in den Sternen und es wäre schön, wenn nicht gleich wieder versucht würde, Meinungsbildung zu betreiben.
Ich wünsche mir eine neutrale, sachliche, professionelle Kritik, damit ich mir als Konsument ein Bild davon machen kann, was mich beim Kauf der CD erwartet. Ob ich dann weiterhin CD's von diesem Künstler kaufen werde wird davon abhängen, was darauf geboten wird. Mir ist es dann furchtbar egal, ob dieser Künstler aufgrund einer Castingshow zu einem Plattenvertrag gekommen ist, den beim Lotto gewonnen hat oder einen Gönner gefunden hat, nachdem er jahrelang durch irgendwelche Clubs getingelt ist.
Ich würde mir auch seitens der großen Radiosender eine andere Verhaltensweise wünschen, nämlich, daß man häufiger mal Neuerscheinungen ins Visier nimmt, der Hörerschaft vorstellt und diese selbst entscheiden läßt, ob sie weiter diese Musik hören will, oder nicht.
Was TG anbetrifft, so bin ich kein Fan, habe auch das Album nicht gehört, sondern bisher zufällig im Radio den Song Helden gesucht, der mir persönlich gut gefällt. Ob ich mir das Album kaufe, weiß ich noch nicht, meine musikalische Vorliebe trifft dieses Album unter Umständen eher nicht, ich höre lieber englische Songs und bin hardrockorientiert.
Man möge mir noch eine kleine Korrektur erlauben: (gerichtet an einen meiner Vor-Kommentatoren):
Auch Tobias Regner hat nicht mit Bohlen produziert und bereits eigene Songs auf seinem Debütalbum präsentiert.
Wünsche allen Musikliebhabern noch einen schönen Tag.
M f G
Liberty
Bei manchen Kritikern, die meinen, sich ein Urteil über Thomas Godoj erlauben zu können (Beispiel: Aachener Zeitung vom 5.7.) vermute ich mal ganz stark,dass deren Partnerinnen das Album von morgens bis abends hören. Anders kann ich mir dieses unausgegorene und teilweise gehässige Gelaber nicht erklären. Ich bin zwar kein Musikkritiker, aber ich liebe Musik. Und Plan A kann ich gar nicht oft genug hören. Und dabei bin ich davon überzeugt, dass bei TG noch eine ganze menge mehr geht. Vor allem mit eigenen Sachen. Der Mann ist klasse und ein echter Typ. Und er hat seine Chance verdient. (Ich bin im übrigen 45 Jahre alt und höre normalerweise Typen wie Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann oder Stephan Sulke.)












Bernd23. Jul 2008, 11:31
wenn man bedenkt in welchem zeitraum dieses album produziert wurde und wieviel man sich tatsächlich davon anhören kann, sollte man mit kritik vorsichtig sein. in der heutigen zeit 4-5 gute Songs auf einer CD zu plazieren, muss man als überdurchnittlich bewerten, insbesindere wenn sie nicht gleich klingen. die songs haben zudem mehr nachhaltigkeit als alle anderen lieder der sogenannten superstars und daran kann man den unterschied ausmachen. desto länger und öfters man einen song hören kann, desto genialer ist er. oberflächige musik alla mm und kritiker, die wahrscheinlich ihren pserönlichen geschmack einfliessen lassen, wird es immer geben. Ich glaube außerdem nicht, dass ein Paul mc Cartney etwas negaatives gegen diese coverversion äußern würde. ich bin ein absoluter fan der beatles und finde die nummer einfach nur geil. helden gesucht, it´s beautiful u. a. sind eine gute basis für weiter gute songs. geld und zeit hat er ja jetzt genug, um 10 gute bühnensongs zu produzieren und dann sollte er schnell auf die bühne. seine stimme und die damit verbundene ausstrahlung gehören einfach auf die bühne und ich bin mir sicher, dass er dort seine kritiker zum nachdenken zwingen wird. alles gute.
p.s kleiner tipp von einem musikfreak, der von ted nugend bis harpo schon alles gehört hat. musik hat etws mit emotionen zu tun und über geschmack lässt sich immer streiten. deshalb mach es eigentlich keinen sinn musik zu kritisiren, ich kann mit volksmusik auch nichts anfangen, aber es gibt leute die darauf abfahren und das ist auch gut so und notwendig.
love is you ist leider nicht mein fall.
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