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In Modeblogs wird das Internet zum Laufsteg
Von Sascha Abel 7. Jul 2008, 09:13

Mehr oder weniger exzentrische Looks im Web 2.0: Modefans haben die Qual der Wahl zwischen zahlreichen Blogs. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn) © DPA
Düsseldorf (dpa/tmn) - Die Hochglanzblätter bekommen Konkurrenz: Modeblogs sind günstiger und schneller. Ehe die neuesten Trends von den Laufstegen und der Straße in die Zeitschriften gelangen, werden sie schon ins Netz gestellt.
Von Geheimtipps für Accessoires bis zu Stylingtipps - auf Modeblogs ist nahezu alles zu finden. Da Mode ein internationales Phänomen ist, sind auch viele deutsche Blogs auf Englisch geschrieben. Umso erfreulicher ist, dass sich seit kurzem die Community Myspace der Mode auch auf Deutsch widmet: Unter «myspace.com/laufsteg» erfahren zum Beispiel Männer, warum sie in diesem Sommer die Hose krempeln sollten. Fans des Bloggers Yvan Rodic dürften sich über ein Video freuen, in dem Myspace ihn beim Aufspüren neuer Trends auf den Straßen Mexico Citys begleitet.
An Rodic alias «Face Hunter» kommt man ohnehin nicht vorbei. Für «facehunter.blogspot.com» reist er um die Welt, knipst Menschen und reiht Straßenlooks aus London, Stockholm oder Moskau aneinander. Die Models tragen königsblaue Röhren zu Collegeblousons oder kombinieren wild gemusterte Leggings zu schreiend bunten T-Shirts.
Wem das zu schrill ist, der sollte sich die Adresse des Blogs thesartorialist.blogspot.com merken. Über die Looks von der Straße, die Scott Schuman dort präsentiert, berichten Magazine wie «Vogue» oder «Esquire». In englischsprachigen Kommentaren und Kurzinterviews erfahren die Leser, welche Stilregeln die Fotografierten befolgen.
Dass Deutschland in Sachen Straßenmode nicht hinterherhinkt, will «stilinberlin.blogspot.com» beweisen. Hier kann sich der Nutzer fragen: Wo ist man progressiver: in Mitte, Kreuzberg oder Friedrichshain? Was das Szenevolk in Hamburgs Karoviertel und rund um den Münchner Gärtnerplatz trägt, das ist unter «hh-streetstyle.blogspot.com» oder bei «styleclicker.net» zu finden.
Nicht alle Seiten setzen nur auf Bilder. Im Blog von Styleranking («blog.styleranking.de») erfährt man etwa, wie der Trend heißt, bei dem Frauen für ein Fotoshooting ihr Brautkleid durch den Dreck ziehen. Ebenfalls informativ, aber weniger verspielt ist «modepilot.de». Dort kann sich der Nutzer über Modefotografie oder die außergewöhnlichsten Looks aus der Serie «Sex & The City» informieren.
Um Mode als Schnittstelle zur Kunst geht es bei F&Art («fartguide.blogspot.com»). Bloggerin Mahret Kupka stellt Avantgarde-Designer vor und schreibt - mal auf Englisch, mal auf Deutsch - über Ausstellungen von Fotokünstlern. Die Stilikone Diane Pernet schreibt im Blog «ashadedviewonfashion.com» über Mode als Kulturphänomen.
Alle, denen das zu ernst ist, kommen an «scoop.starstyle.com» nicht vorbei. Ob Filmfestspiele in Cannes oder LA Fashion Week: Auf der Seite steht, welcher Promi was wo und wann getragen hat - und manchmal sogar, wie viel er dafür ausgegeben hat.
Wer selbst aktiv werden will, kann sich an eine recht junge Form des Modeblogs halten: Netzwerke, die dazu einladen, den eigenen Look zu präsentieren. Bei «ilikemystyle.net» können Nutzer Bilder von sich einstellen und ihr Outfit von anderen bewerten lassen. Mit etwas Glück bekommen sie dann Kommentare wie «I love it» oder «Awesome».
Deutsche Mode-Community auf MySpace: www.myspace.com/laufstegBlog des Modeexperten «Face Hunter»: www.facehunter.blogspot.comBlog über Straßenmode: thesartorialist.blogspot.comStraßenmode aus Berlin: stilinberlin.blogspot.comStraßenmode aus Hamburg I: hh-streetstyle.blogspot.com Straßenmode aus Hamburg II: www.styleclicker.netTexte und Bilder zu Modetrends: blog.styleranking.deInfos zu Modefotografie: modepilot.deInfos über Avantgarde-Designer und Ausstellungen: fartguide.blogspot.comBlog der Stilikone Diane Pernet: www.ashadedviewonfashion.comWelcher Promi was trägt: scoop.starstyle.comEigenes Outfit vorstellen und bewerten lassen: ilikemystyle.netFür Frauen mit Schuhtick: www.shoewawa.com
© 2008 dpa - Deutsche Presse-Agentur
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