Motorrad
Handprotektoren bei BMW R 1200 GS können verrutschen
Von Holger Holzer
16. Jul 2008, 17:03
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Alex Ries16. Jul 2008, 17:50
Es ist schon ein Drama für die betroffenen Kunden: Die von der BMW AG in Deutschland eingeleitete 'Rückrufmaßnahme zur Beseitigung von erheblichen Mängeln für die Verkehrssicherheit' erschöpft sich im Verteilen von einem 'Einlegeblatt für die Bedienungsanleitung', einer 'Einbauanleitung für Aufkleber', sowie einem 'Aufkleber für Handschutz rechts' und einem 'Aufkleber für Handschutz links' an die Betroffenen zur Gefahrenabwehr.
Diese Aufkleber werden in zweifache Ausfertigung mitgeliefert.
Aber schon seit Oktober 2007 (!) werden R1200GS-Motorräder mit Handschützern ausgeliefert, die sich deutlich im Aufbau von den bisherigen Handschützern unterscheiden. Sie sind konstruktiv so abgeändert wurden, dass die Gefährdung der Verwender nicht mehr auftritt, haben eine andere Teilestruktur; u.a. sind sie so mit einer zusätzlichen Schraube gegen Verdrehen gesichert worden. Ferner verhält es sich so, dass die neuen Protektoren um etwa eine viertel Umdrehung nach oben und nach unten bewegt werden können. Sie sind dabei wesentlich schmaler gestaltet, und könnten weder den Bremshebel, noch den Kupplungshebel berühren, bedingt durch das spezifisch modifizierte Design.
Es entsteht so der Eindruck, als ob deutlich vor Oktober 2007 die Gefährdung durch die alten Handprotektoren durch BMW erkannt worden ist, immerhin muss ja eine Neukonstruktion oder Modifikation zunächst einmal entwickelt und dann vorproduziert werden.
Ja es könnte weiter noch der Eindruck entstehen, dass Verantwortliche der Fa. BMW AG bereits vor Oktober 2007 Kenntnis davon hatten, dass es bei „normaler Benutzung“ von BMW R1200GS-Motorrädern mit Handprotektoren zu Gefährdungen wie Unfällen und Verletzungen kommen kann. Eine detaillierte Unterrichtung der Kunden insgesamt erfolgte aber erst durch die Änderung der Hinweise in der Bedienungsanleitung und durch Warnhinweise in Form von Aufklebern, nach Beginn der Ermittlungen des Kraftfahrt-Bundesamtes wegen eines Unfalls hin im Januar 2008.
Das hätte schon deutlich früher erfolgen sollen, die Warnung an die Kunden.
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