Musik Kritiken
CD Kritik: Cream Ibiza von Paul Van Dyk
Von Kati Hofacker 24. Jul 2008, 07:57

Wenn Paul Van Dyk mal gar nichts einfällt, dann mixt er einfach wieder eine Compilation zusammen. Gemeinsam mit 'seinem' Club Cream Ibiza zeigt er der willigen Partycrowd, was er sich als potenzielle Tanzbodenfeger der Partysaison 2008 herausgesucht hat.
Schade, aber irgendwie hat man den Eindruck, dass sich in der Branche nicht mehr viel ereignet. Da wummert und bumpert es wie eh und je, geben sich Elektro, Trance, Techno, House oder Minimal Electro die Hand in einem Reigen, der in seiner Gleichförmigkeit kaum zu überbieten ist. Klar, es gibt auch Ausnahmen rühmlicher Art, beispielsweise Terranova & Leeds in 'This Is What You Need' mit seinen raffinierten Rotodrum-Sounds, Dinkas relaxtes 'Temptation' oder Bob Sinclars Entdeckung Fireball mit dem klassischen Housetrack 'What I Want' (wieso ist das Ding nur 57 Sekunden lang?), der dann geschmeidig in Solar Sounds' 'Underground Tel Aviv' schwappt. Dieses Schwappen kann aber auch nach hinten losgehen: Die Art, wie Carnival Junkies' 'After Dark' in DJ Simi & Marottas 'My House' hineinwächst, ohne dass man den Trackwechsel überhaupt bemerkt, ist entweder höchste DJ-Kunst oder es handelt sich schlichtweg um zwei extrem einfallslose, ähnliche Kompositionen. Vermutlich Zweites.
Auch die Klangpalette ist in Depressionsgrau bis Hornhautumbra gehalten und weder brillant noch klangfarbenprächtig: Da hupen Sirenengeräusche in ihrer zweimillionsten 'Variation', bumpern die ewig gleichen Sequenzer und sprechen wichtige Männer bedeutungsfreie Texte in den Mix. Die klassisch übersteuerten Technosounds sind auch dann nicht zu entschuldigen, wenn der Track 'Retro' heißt (Dero), und auch Paul van Dyk selbst steuert mit 'New York City' extremen Unsinn bei: hübscher Frauengesang (Ashley Tomberlin) und - tataa - New Yorker Polizeisirenen! Etwas ganz Neues! Auch das Wiederaufleben der 80er-Acid-Zeiten à la EDX haben wir nicht so gewollt.
Paule ist zwar ein wirklich sympathischer, fleißiger und unprätentiöser DJ, manchmal auch ein guter Produzent, aber diese CD ist nur etwas für echte Ibizafans, die sich an ihre benebelten Nächte, Vormittage, Nachmittage in den überteuerten Klubs der Insel erinnern wollen, ohne arm, drogensüchtig oder geschlechtskrank zu werden.
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"Paul van Dyk" (* 16. Dezember 1971 in Eisenhüttenstadt) ist ein deutscher DJ, Musikproduzent, Hörfunkmoderator und Betreiber eines Plattenlabels. ....mehr Mehr Artikel ...Ihre Meinung!
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Ich schließe mich Euren Meinungen an. Für manche Leute ist wirklich alles was etwas Bass hat, der gleiche Mist. Die hören einfach nicht die Unterschiede. Solche Menschen sollten die Finger von solchen CD-Kritiken lassen. Vermutlich war die Musikrichtung für die Dame einfach nichts und deshalb hat sie auch überhaut nicht erst CD 2 gehört. Da ist gleich Jemand mit den typischen Vorurteilen rangegangen...Vielleicht sollte sie besser eine Kritik für Tokio Hotel schreiben. Ich bin es echt leid, dass wir uns dauernd diesen Dünnschisss von irgendwelchen Leuten anhören müssen, die den ganzen Tag nur abgelutschte Pophits von Viva hören.
sorry, aber zu dieser Kritik fällt mir leider nur eins ein,
wie sagte doch mal Dieter Nuhr:
'Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten'
Jaaaa, ich schließe mich dem Kommentar an. CD1 ist so lala, die zweite aber ne typische - im positiven! - Paule-Mix-CD. Passt schon!
Dieser 'Verriss' ist ein Musterbeispiel dafür, dass man niemals außenstehende Leute eine Kritik schreiben lassen sollte. Es wird mehr als offensichtlich, dass die Autorin weder von der Szene noch von Musik viel versteht. Wenn man solch Maßstäbe anlegt, dass alles irgendwie und irgendwann schon mal da war, der muss zwangläufig jede neue CD, jede Compilation und jede Mix CD, egal aus welchem Genre, zerreissen. Im Endeffekt würde das bedeuten gar keine Musik mehr zu hören.
Klasse sind auch wieder die schon einhundertmal aufgewärmten Klischees über Techno. Da ja gerade erst Loveparade war, könnte man diese 'Kritik' *dieses Wort ist bewusst in Anführungstrichen gesetzt, denn es handelt sich in meinen Augen um keine Kritik, sondern ist einfach nur eine Lachnummer* ebenso als Bewerbungsschreiben für den Musiksender Viva auffassen, dessen Moderatoren am vergangenen Wochenende vor lauter Unwissen keine Gelegenheit ausließen daraufhin zuweisen, dass pauschal alle 'Technojünger' Drogenjunkies sind und man überhaupt diese Musik nur auf Drogen geil finden kann. Die Autorin würde sich prima zu Gülcan&Co passen, denn diese hat genauso viel Müll erzählt, wie in dieser Kritik geschrieben wurde.
Scheinbar hat die gute Frau auch nur CD1 gehört, denn es wird mit keinem Wort auch auf die vollkommen andere CD2, welche von Uplifting Trance dominiert wird, eingegangen. Das angebliche Depressionsgrau lässt sich spätestens hier nicht mehr finden. Flächen und Melodien sorgen hier beim geneigten Hörer für wahre Euphorie, der Bass lässt die Füße nicht stillstehen, die traumhaften Breaks laden zu einer kurzen Phase der Besinnung und Träumerei ein und verschaffen gleichzeitig eine Atempause.
Und auch wenn es die Autorin nicht wahr haben will: Dies geht auch ohne Drogen und Alkohol.
Meine Empfehlung an die Autorin: Machen sie was, wovon sie was verstehen, also zum Beispiel kochen oder Kinder erziehen (um mal auf Ihrem Niveau zu bleiben), aber ersparen Sie uns solch unfundierten Quatsch.
Treffend ist hier mal wieder das inzwischen ausgelutschte, aber wenigstens passende Zitat von Dieter Nuhr: 'Wenn man mal keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.' In diesem Sinne...
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NilsTimo27. Jul 2011, 13:41
Wie unterscheidet man denn 'Elektro, Trance, Techno, House oder Minimal Electro' wenn doch alles gleich ist ???? :O
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