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Tempel, Logen, Rituale - 20.08.2008 23:30 - ARD

Freimaurerei in Deutschland

Von Annekatrin Liebisch 20. Aug 2008, 23:30

Der Logenführer eröffnet die Versammlung - so könnte ein Freimaurertreffen früher ausgesehen haben. © MDR / Axel Berger

Der Logenführer eröffnet die Versammlung - so könnte ein Freimaurertreffen früher ausgesehen haben. © MDR / Axel Berger

Es ist ein altes Symbol, von dem eine seltsame Faszination ausgeht: der Zirkel und das Winkelmaß, das Symbol der Freimaurer. Zahlreiche Geschichten ranken sich um die Bruderschaften, die sich weltweit in Logen organisierten. Es gibt kaum eine Verschwörung, die ihnen nicht angelastet wird. Dennoch wird die Freimaurerei nicht greifbar, nur die wenigsten können mitreden, wenn es um die Vergangenheit und die Gegenwart des Bruderbundes geht. Karin Ludwig und Michael Erler begaben sich für den MDR auf Spurensuche und klären die Zuschauer im Ersten über 'Tempel, Logen, Rituale' auf.

Von einem Geheimbund will Volker Vogt nichts wissen.

Die Mitgliedschaft bei den Freimaurern gehörte früher zum guten Ton. © MDR / Axel Berger

Die Mitgliedschaft bei den Freimaurern gehörte früher zum guten Ton. © MDR / Axel Berger

Wie geheim kann eine Loge auch sein, wenn sie eine eigene, frei zugängliche Homepage besitzt und ihr vorsitzender Meister sich freimütig zu seiner Mitgliedschaft bekennt? Vogt, der als stellvertretender Direktor eines Gymnasiums arbeitet, steht der Loge 'Zur gekrönten Unschuld' im thüringischen Nordhausen vor. Diese wurde 1790 von sieben Männern gegründet, die unterschiedlichsten Berufen nachgingen: ein Arzt war darunter, ein Industrieller, ein Stadtrat und ein Pastor. 1931 sollten 260 Männer der Bruderschaft angehören und damit eine Tradition fortsetzen, deren Grundstein in Deutschland Friedrich der Große legte.

Mitglieder der Bruderschaften pflegen bestimmte Begrüßungsrituale und Erkennungszeichen. © MDR / Axel Berger

Mitglieder der Bruderschaften pflegen bestimmte Begrüßungsrituale und Erkennungszeichen. © MDR / Axel Berger

Der preußische Thronfolger trat 1738 der ersten deutschen Loge in Hamburg bei und förderte während seiner Regierungszeit die Ausbreitung der Freimaurerei in Deutschland. Mit Erfolg: Größen wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine oder Gustav Stresemann gehörten später ebenfalls Bruderschaften an. 1935 wurde die Freimaurerei jedoch von den Nationalsozialisten verboten. Während die Logen in der Bundesrepublik ihre Arbeit fortsetzen konnten, blieb das Freimaurerverbot in der DDR bestehen.

Wie wird man eigentlich Freimaurer? Karin Ludwig und Michael Erler fragen nach. © MDR / Axel Berger

Wie wird man eigentlich Freimaurer? Karin Ludwig und Michael Erler fragen nach. © MDR / Axel Berger

Während Volker Vogt und seine Brüder ihre Loge erst 1991 wieder aufbauen konnten, blicken Dieter Ley aus Hannover und Günther Stramm aus Sankt Michaelisdonn auf eine langjährige Freimaurerzugehörigkeit zurück. Sie erklären die Anliegen ihrer Bruderschaften und versuchen, dem Zuschauer deren Ziele näher zu bringen. Was jedoch hinter verschlossenen Türen geschieht, bleibt streng geheim und Spekulation der Autoren.

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Talpa21. Aug 2008, 10:47

Etwas oberflächliche Betrachtung der Freimaurerei. Man hätte durchaus erwähnen können, dass Hitlers Bankier H.Schacht zeitlebens bekennender Freimaurer war und Hitlers Verbot öffentlich kritisiert hat. Ebenso hätte man erwähnen können, dass der berühmte Antisemit Henry Ford ebenfalls Freimaurer war und trotzdem mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens geehrt wurde. Ebensowenig sind die Rituale und Zeichen heute noch geheim - allein auf der Seite stelling.nl/vrijmetselarij/ritualen.html sind über 100 Ritualtexte auf deutsch zu finden. Trotzdem ganz nett, im TV mal was über die Brüder zu sehen.

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