Musik Kritiken
CD Kritik: Along Came A Spider von Alice Cooper
Von Alexander Diehl 27. Jul 2008, 07:57

Der Urvater des Schockrock bekennt sich auf Along Came A Spider zu seiner Vergangenheit, verortet sich dabei aber jederzeit in der Gegenwart. Nach den bewusst rückwärtsgewandten Alben The Eyes Of Alice Cooper und Dirty Diamonds, die sich an Cooper-Klassikern wie Billion Dollar Babies oder Welcome To My Nightmare orientierten, motzen Alice und seine Hintermannschaft anno 2008 ihren Retro-Rock-Sound wieder etwas stärker mit modernen Grooves und fetten Sounds auf. Die Härte ...mehr
Auch wenn er gerne als 'Vater des Shock-Rocks' tituliert wird, hält sich das mit dem Schocken bei Alice Cooper mittlerweile in Grenzen. Image und wahres Leben gehen getrennte Wege, das wird gar nicht erst zu verheimlichen versucht. Kirchgänger, Golfspieler, Wohltäter, er steht dazu. Der Rock'n'Roll findet auf der Bühne statt, und nur dort. Eine weise Entscheidung für jemanden, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wurde und mit 'Along Came A Spider' sein 25. Studioalbum vorlegt.
Für einen, der sich mit dem Zeitalter von Marilyn Manson konfrontiert sieht und einen, der wohl mitleidsvoll die Geschichten moderner Drogenopfer in der Promiszene mitverfolgt. Die Birne bleibt klar, die heftige Provokation überlässt er anderen. 'Meine Show ist die gute alte Horrorkomödie für den Samstagnachmittag', erzählte er der Süddeutschen Zeitung. Er versucht erst gar nicht, musikalisch und konzeptionell zu seinen Nachfolgern aufzuschließen. Davon profitiert 'Along Came A Spider' ungemein.
War bereits 'Dirty Diamonds' eine ziemlich durchdachte Angelegenheit, so legt Cooper nun nach und lässt die Tradition des Konzeptalbums aufleben. Ein Massenmörder namens 'Spider' steht im Zentrum der Geschichte. Seine Opfer wickelt er in Seide, insgesamt acht sollen es werden, und damit die Sache auch zoologisch zum Krabbeltier passt, wird freundlich gefragt: 'Which leg would you lose to an arachnophobic psychopath?'. Klassischer Horrorstoff, untermalt von ebenso klassischem Hardrockstoff und garniert von kleinen Gastauftritten. Slash darf bei 'Vengeance Is Mine' in die Saiten greifen, Ozzy Osbourne ist an 'Wake The Dead' beteiligt, hier gibt es Rückgriffe auf 'Welcome To My Nightmare', dort etwas Glamour mit reichlich Händeklatschen und zum sofortigen Mitsingen animierenden Refrains. Alice Cooper ist nicht nur ein Urgestein, er klingt auch so.
Eine Spinne, die soll ja nützlich sein, Ungeziefer entfernen. Hingerissen von der vokalen und dramaturgischen Kraft werden einige vermeintliche Junghelden desillusioniert das Handtuch werfen. Was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass dieses Nervengift hier vor allem den Fan trifft. Der wird angesichts solcher Nummern wie 'Wrapped In Silk' oder 'The One That Got Away' von einem neuen Meilenstein reden. Und dabei vielleicht geflissentlich übersehen, dass 'Along Came A Spider' der ganz große Hit dann doch fehlt.
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Meiner Meinung nach ist einer wie Alice Cooper auch nicht unbedingt für die Hits in dieser Welt zuständig. Die 'Nicht-Hits' von ihm sind sowieso viel besser.
.....und das mußte endlich mal gesagt werden!
:-) Gruß Biggi
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Cooperfan 8. Aug 2008, 10:38
Die CD ist einfach Alice Cooper pur. Er hat noch nie Songs für die 'HItparaden' geschrieben, sondern einfach nur gute Musik für seine FANS gemacht. und das ist auch gut so!!!!!!
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