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MS mit neuem Kontrastmittel schneller erkennbar

28. Jul 2008, 16:59

Heidelberg - Die Krankheit Multiple Sklerose soll künftig mit einem neuen Kontrastmittel deutlich früher zu erkennen sein.

Wie das Universitätsklinikum Heidelberg am Montag mitteilte, konnten Forscher der Kliniken in Heidelberg und Würzburg damit bei Versuchstieren Gewebeschäden sichtbar machen, die im Kernspintomographen meist unerkannt bleiben.

Im Vergleich zu üblichen Kernspin-Bildern seien fünf- bis zehnmal mehr entzündliche Läsionen zu sehen gewesen, schilderte Martin Bendszus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroradiologie. Eine möglichst frühe Diagnose ist wichtig für eine wirkungsvolle Behandlung der Nerven-Erkrankung.

Im frühen Stadium ist eine medikamentöse Behandlung der bislang unheilbaren Multiplen Sklerose (MS) besonders erfolgreich. Bisher konnte eine frühe Diagnose jedoch meist nicht mit Sicherheit gestellt werden, insbesondere wenn keine oder nur wenige Entzündungsherde im Kernspin-Bild zu finden waren. Details zu ihren Untersuchungen zu dem neuen Kontrastmittel Gadofluorine M beschreiben die Forscher aus Heidelberg und Würzburg im Fachjournal «Brain» (online vorab veröffentlicht). Das neue Kontrastmittel ist noch nicht zugelassen. Es soll für die klinische Anwendung weiterentwickelt werden. Dafür sind laut Mitteilung weitere Untersuchungen erforderlich.

© 2008 dpa - Deutsche Presse-Agentur

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