Kino Kritiken
Film Kritik: Krabat
Schiefgegangen, obwohl vieles stimmte
Von Claudia Nitsche
6. Okt 2008, 07:59
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nun endlich wagte sich jemand an die verfilmung dieses grandiosen buches, das ja echten tiefgang hat. und ich bin begeistert, finde den film echt gelungen, er bewegt sich nah an meiner eigenen vorstellung, die ich beim lesen hatte. ohne die typisch amerikanische übertreibung ist es ein sehr gelungenes werk geworden, tolle bilder, eine grandiose umgebung und sehr berührend, aber ohne schmalz und epos. ein ungewöhnliches kinoerlebniss, sehr zu empfehlen.
da ich seinerzeit das buch krabat verschlungen sowie den zeichentrickfilm genossen habe, wollte ich nun die realversion sehen.
leider war ich über die maßen enttäuscht.
der film hat viele längen. details aus dem buch werden hier selten umgesetzt. allein die magischen auseinandersetzungen zwischen dem meister und den Schülern fehlen nahezu komplett.
die tricktechniken waren simpelst und zu rar gesät.
selbst die alten tcheschichen märchenfilme kamen da besser rüber.
warum neue inhalte, wie z.B. die grottenschlechte kampfszene mit den soldaten, auf kosten der inhalte aus dem buch eingebracht werden, entzieht sich meinem verständnis.
man muss herrn preussler fragen, ob er das geld für die freigabe des films dringend benötigte, denn verständlich ist es nicht.
insgesamt ein langamtmiger und unspannender film, der nicht an buch und zeichentrickfilm heranreicht.
durchaus positiv war die besetzung, allen voran daniel brühl und herr redl als meister.
krabat hätte noch etwas stärker spielen können, hat aber dennoch nicht enttäuscht. die drehorte kommen meiner vorstellung aus dem buch nahe und vermitteln die düsterkeit, die der Geschichte eigen ist.
fazit jedoch: ein film über magie ohne magie.
Oh je! Das also ist der Film mit den vielen Vorschuss-Lorbeeren. Ich kenne die Buchvorlage nicht und bleibe nach dem Film ratlos: Was will er mir eigentlich sagen, wo ist ein Roter Faden? 'Alles hat seinen Preis', 'Du musst alles mit dem Herzen tun'. Stehen solche Platitüden aus dem Poesiealbum wirklich in Otfried Preusslers Buch? Eigentlich eine Frechheit, dem Kinopublikum solche Banalitäten um die Ohren zu hauen, mit süsslicher Sinfonieorchester unterlegt.
Für mich als Tierarzt unannehmbar =:): Die Raben waren ---Krähen! Einfache Aaskrähen (in Rumänien hätten es noch dazu wenigstens die östliche Rasse, die Nebelkrähen sein müssen). Raben und Krähen sind zoologisch so weit auseinander wie Pferd und Kuh. Desgleichen die anderen Tiere: Angler-Sattelschweine und Bayerisches Höhenfleckvieh, wie im Film, gabs ganz bestimmt noch nicht im Mittelalter. Solche Sachen müssten bei einem 2-Millionen-Film stimmig sein.
Aber ganz enttäuschend: Die wunderschöne Paula Kalenberg kam ganze 5 min dran, wenns hoch kommt. Wegen ihr ging ich nach jahrelanger Abstinenz ins Kino, und dann war sie als Rotkäppchen dekoriert, geschminkt wie die Gretel vom Kasper im Provinztheater. Wo sie doch ohne jede Kosmetik am allerschönsten ist...
Norbert
Reinste Geldverschwendung!!
In kürzester Zeit wurde versucht den Kinobesuchern das Buch ''Krabat'' nahegebracht zu werden. Besucher die das Buch nicht gelesen haben, tun mir leid, da sie nun wirklich kaum Zusammenhänge herstellen konnten. Der Film wurde richtig richtig richtig schlecht gemacht!!
Hey ...
Kann auch sagen, dass ich alles andere als begeistert von dem Film war ...
btw Jesse ... : 'nahe zu bringen' ... ;) --> nächstes mal gehen wir beiden in nen anderen Film ! :( ...
Anscheined kann niemand mehr lesen...
Der Machwerk ist nicht mal ein Ansatz einer gelungenen Verfilmung!!!!!!!!!!!!!! Ich hab mich selten so sehr über einen Film geärgert... Das is nicht mal ein schlechter Buchklappentext.
Die wirklich gute Geschichte des Buchs, die tragenden Motive wie Verführung und Gefallen an Macht, Erwachsen werden...allles,was dem Buch Bedeutung gibt ist nicht da. Stattdessen eine teilweise sowas von unlogischer Geschichte, Verzettelungen in Banalitäten, hohle Kampfphrasen und unverdaute Reste von Filmen, die den Machern zu sehr gefallen haben wie z.B. The last Samurai, Tanz der Teufel, Herr der Ringe ua. Die Figur des Meisters blieb absolut farblos in seinem vom Wrestler Undertaker geklauten Lederstaubmantel, dass man ihn nur an seinem blinden Auge erkannte.
Der einzige, ders etwas rausgerissen hat, ist D. Brühl als Tonda.
Das Machwerk ist die beste Themaverfehlung, die ich je gesehen habe (in der schule würde man zurückversetzt um 2 jahre wahrscheinlich...). Der Kamera-bediener(!) verdient irgendwas zwischen Sklaverei und Arbeitslosigkeit - so eine miserable Kameraführung und auch teilweise die schnitte gibts nicht nochmal.
Im Kino wurde während der mitte des Machwerks gerufen: 'Was soll diese veramerikanisierte Dartsellung!!!' - absolut richtig meiner Meinung nach.
Meine Gratulation zu dieser sagenhaften Fehlleistung!
Schade, schade, schade!
Was für ein tolles Buch und was für ein lausiges Drehbuch. Die Bilder sind ja o.k, aber es war weder spannend, noch lustig, noch gruselig, kuzum, das 'Krabat-Gefühl' wollte sich nicht einstellen. Zu viel Hollywood-Gedöns, eine absolut schwachsinnige und unnötige Kampfszene, dafür fehlten mehrere Schlüsselszenen, die die 'Magie' der Magie, der Reiz, Zauberkräfte zu besitzen und was man damit auch lustiges (oder böses) anstellen kann verdeutlicht hätten.
Die Musik hat dafür alles zugeklatscht, und die Kantorka wird weiter oben schon beschrieben. Und kann mir mal einer sagen, warum man den Gevatter sehen muß, warum die Augenklappe weg musste, warum die 'Zauberschulung' quasi weg fiel, warum alle ausneahmslos immer dreckig waren und und und.
Ein paar Tschechen hätten dem Team gut getan und für eine 'Krabat'-Stimmung, hätte man sich auch mal an der Blechtrommel orientieren können, anstatt ein 'Alles hat seinen Preis Motto' hineinzuinterprätieren. Ein paar Charaktere fand ich aber dennoch gut gezeichnet.
Wer das Buch nicht kennt, mag sich über all das vielleicht nicht so aufregen, aber ich selbst bin einfach enttäuscht. PS: Und dann gehört Popcorn in den Kinos verboten, 2 Stunden geknurpsche helfen dem Film auch nicht.
Ich hab überhaupt keine Ahnung wieso hier so viele so negativ über den Film schreiben. Hab ihn mir heute angeguckt und fand ihn echt genial!!! (Ich hab das Buch auch gelesen)
War heute drin und fand den Film einfach nur schlecht, schlechte Darsteller (bis auf Brühl), noch schlechtere Dialoge, schlechtes Szenenbild, insgesamt schlechte Filmqualität, Kamera teilweise unruhig gehalten, keine Spannung.
Zum ersten mal hatte ich vor während einer Vorstellung den Saal frühzeitig zu verlassen - aus Höflichkeit meiner Begleitung habe ich mir diesen Schrott angetan.
Manche Szenen waren so lächerlich das das Publikum sogar darüber lachen musste. Mir sind auch noch nie so viele Filmfehler aufgefallen wie in diesen Film.
Wer das Buch gelesen hat sollte sich den Film nicht anschauen.



















testviewer rick12. Okt 2008, 12:51
habe gestern zwei wertvolle stunden zeit vergeigt. der rücken schmerzt und die lust auf kino ist erstmal wieder für ein jahr weg.
der mythos von krabat wurde mir nun mit 39 jahren zerstört.
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