Musik Kritiken
CD Kritik: Happiness For A Moment von So Weiss
Von Rainer Molz 15. Okt 2008, 16:37

Traumton bringt es mal wieder ans Licht – „So Weiss“ heißt die Formation aus Berlin und diese lässt es merklich leuchten; erklingt die Musik wird es deutlich heller.
Mit ihrem zweiten CD-Album „Happiness For A Moment“ beweist das Berliner Trio ihren Stellenwert im Oberrang des modernen poporientierten Jazz-Genre. Mit einer Menge Gefühl im Gepäck überzeugen „So Weiss“ auf ganzer Linie. Grenzen auslotend, Gefallen findend an melancholischen Momenten, lassen „So Weiss“ den Hörer auf einem Meer voller Leichtigkeitswellen dahin taumeln. Verträumt, seelenvoll, unterirdisch reich an mineralischer Offenheit, strömen Texte und Töne ans Tageslicht.
„So Weiss“ ist rein an Kommunikation. Dafür sorgen zum einen die Deutsch-Amerikanerin Susanne Folk, die nicht nur ein kompositorisch wertvolles Werk abgeliefert hat, sondern auch mit ihrem persönlichen Einsatz an Klarinette und Saxophon für spielend leichte Verständigkeit, Vernunft und Intelligenz sorgt. „.....I´m Think I´m Losing Touch With Reality, But At The Same Time I Am Aware It´s Only Me...“ - blumig poetisch, kraftvoll bezaubernd sind Text und Melodie. Ihr zur Seite agierend Kristiina Tuomi ebenfalls am Gesang – zerbrechlich, zart ihr Timbre. Unterstützung bzw. Begleitung findet das weibliche Duo mit Roland Fidezius am Kontrabass – ein düster kryptischer, dennoch präziser Gegenpol.
„So Weiss“ auf der einen Seite Werke aus der Feder Susanne Folks, mischen sich diese mit Arrangements von Fremdkünstlern wie Sir Thomas Wyatt, Robert Frost, Ben Johnson, W.B. Yeats und John Keats. Glückliche Momente in Reinkultur.
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