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Wie Google Earth den Geografie-Unterricht aufpeppen kann

Von Gaby Schulemann-Maier 5. Nov 2008, 11:16

Spannender und aktueller denn je kann der Erdkundeunterricht heute von Lehrern gestaltet werden. Vorausgesetzt, es sind die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Google Earth gegeben. Stehen den Schülern Computer mit einem Anschluss ans Internet zur Verfügung, können sie mit dem kostenlosen Online-Globusprogramm die Welt interaktiv erkunden. Dabei erfahren sie nicht selten Details, die in kaum einem gedruckten Atlas zu finden sind.

Der Begriff 'Bevölkerungsdichte' verliert an Abstraktheit, wenn er am Computer-Bildschirm erforscht wird. Ein eindrucksvolles Beispiel für ein Meer aus dicht an dicht stehenden Häusern ist zum Beispiel die US-amerikanische Metropole Los Angeles. Per Mausklick können Fotoansichten von Gebäuden auf den Monitor geholt werden. Der Betrachter gewinnt so einen sehr viel intensiveren Eindruck der Megastadt, als wenn er einen Fleck in einem gedruckten Atlas betrachtet.

Auch großflächige Umweltsünden sind mit den Satellitenfotos in Google Earth leichter zu erfassen als mit abstrakten Karten in Atlanten. Ein virtueller Flug zum südamerikanischen Kontinent offenbart die gewaltigen Schneisen, die in den Amazonas-Regenwald getrieben worden sind. Politische Brandherde wie die sudanesische Region in Afrika werden dem Benutzer in dem Online-Tool nicht nur in Form von Satellitenfotos gezeigt. Es sind weiterführende Informationen in englischer Sprache hinterlegt, die das Ausmaß der humanitären Katastrophe verdeutlichen.

Aber nicht nur Schlimmes ist auf der virtuellen Erde im Internet zu sehen, sondern auch Beeindruckendes, das vom Menschen geschaffen wurde. So sind beispielsweise die Petronas Towers mit ihrer Höhe von 452 Metern in Kuala Lumpur, Malaysia, anhand ihres Schattenwurfs auf dem Monitor als überragend hohe Gebäude zu erkennen. Wer weiß, an welcher Stelle er suchen muss, findet sogar die Chinesische Mauer aus der Vogelperspektive.

© 2008 Global Press

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