Musik Kritiken
CD Kritik: Day & Age von The Killers
Von Karsten Kloß 21. Nov 2008, 10:27

Zwei Jahre ist es her, dass „Sam’s Town“ von The Killers erschienen ist. Na gut, um die Durststrecke zu überwinden erschien 2007 noch „Sawdust“ mit B-Seiten und unveröffentlichten Songs. Nun ist es aber endlich soweit. Die Männer um Brandon Flowers bringen mit „Day & Age“ ihr drittes Studioalbum raus, was sich aber vor den anderen überhaupt nicht zu verstecken braucht. Eigentlich schließt es genau dort an, wo „Sam’s Town“ aufgehört hat und hat den Stil der Band, den schmalen Grad zwischen Pop- und Rocksongs, sogar noch ein wenig verbessert.
Das Album beginnt mit dem Song „Losing Touch“ der ein typisches Keyboard Intro bietet, der kurz darauf zu einem schön eingängigen Rock/Pop Song wird. Würde der Gesang von Brandon Flowers nicht dabei sein, dann würde der Song definitiv nicht so wirken, wie er es macht, nämlich sofort ins Ohr gehen.
Der zweite Song „Human“ ist bisher mit einer meiner Favoriten. Allein schon der Text, der im Refrain ans Volk gebracht wird ist sehr cool: „Are we human, or are we dancers?“ Obwohl der Song sehr poppig ist, ist er gerade dadurch sehr cool. Kein Wunder, dass sich die Band dazu entschlossen hat, diesen Song als erste Singleauskoppelung zu benutzen.
Zum dritten Song „Spaceman“ sagte Flowers in einem Interview: „Stell dir vor, wir hätten uns in einem solchen Moment dazu entschlossen, lieber ein Pause einzulegen und in den Park zu gehen - dann hätte es diese Songs nie gegeben!“ Was schade gewesen wäre, da der Song sich gut in die Reihe von solchen Hits wie „When you were young“ oder „Mr. Brightside“ einreihen lässt und auch, wie diese Songs, sofort ins Blut übergehen.
Bei „Joyride“ hab ich mich zu Beginn des Songs in die Disco Zeiten der 70er zurückversetzt gefühlt, da der Anfangsbeat auch von den Beegies aus einem der Tanzfilme mit John Travolta stammen könnte. Dieser Beat wird dann den ganzen Song über aufrecht gehalten und stellt eine schöne Homage an diese Zeit dar.
Das Album geht dann die ganze Zeit in diesem Stil weiter. Es ist mehr Glamour Pop als Glamour Rock, aber trotzdem spiegelt es den Stil und auch die Entwicklung der Killers gut dar.
Der letzte Song des Albums „Goodnight, travel well“ ist eher ein ruhiger Song, der ein guter Rausschmeißer ist, da man nach dem ganzen fröhlichen Songs, nun noch einen etwas düsteren Song hat, der eher zum nachdenken als zum feiern anregt.
Alles in allem ist es The Killers gelungen einen guten Anschluss an ihre vorherigen Alben zu finden und ihren Stil sogar noch ein wenig zu verbessern.
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