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Wie Hunde die Welt verändern - 05.01.2009 20:15 - ARD

Vom besten Freund des Menschen

Von Mona Petri 5. Jan 2009, 20:15

Vom Bullenbeißer zum anhänglichen Begleiter: Kaum eine Hunderasse hat sich im Laufe der Jahrhunderte so verändert wie die Bulldogge. © NDR / Tim Cuff

Vom Bullenbeißer zum anhänglichen Begleiter: Kaum eine Hunderasse hat sich im Laufe der Jahrhunderte so verändert wie die Bulldogge. © NDR / Tim Cuff

'Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos', wird Loriot gerne zitiert, der damit seine Hingabe ans Zusammenleben mit Vertretern dieser Hunderasse einmal auf den Punkt brachte. In der Dokumentation 'Erlebnis Erde: Wie Hunde die Welt verändern' (NDR / WDR) macht Corinna Faith darüber hinaus deutlich, dass für manche Völker auf der Welt ohne Hund ein Überleben vermutlich eben nicht möglich wäre. Den Film, den das Erste nun zeigt, widmet sie dieser ganz besonderen Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Spezies.

Gemeinsamer Urahn von Mops und Dalmatiner ist der Wolf. © NDR / Corinna Faith

Gemeinsamer Urahn von Mops und Dalmatiner ist der Wolf. © NDR / Corinna Faith

Wie kam es dazu, dass sich vor Jahrtausenden die Geschichte des Menschen und die des Hundes überschnitten und daraufhin vergleichsweise schnell aus dem wilden Wolf ein treuer Begleiter wurde? Nahezu überall auf der Welt leben in fast allen Kulturen Menschen mit Hunden zusammen. Filmaufnahmen aus Mexiko belegen das ebenso eindrucksvoll wie solche aus Schottland: Teilweise erinnert es noch immer an jenes symbiotische Verhältnis wie vor langer Zeit, als einer nicht ohne den anderen konnte.

Winziges und riesiges Ergebnis der Hunde-Evolution sind der Chihuahua und die Dogge. © NDR / EBC / NDR Naturfilm

Winziges und riesiges Ergebnis der Hunde-Evolution sind der Chihuahua und die Dogge. © NDR / EBC / NDR Naturfilm

Am deutlichsten fand Corinna Faith das bis heute in der Arktis repräsentiert: Wie würden die Inuit überleben, wenn ihnen nicht die Hunde bei der Nahrungssuche und beim Transport helfen und sie beschützen würden?

Doch auch in wirtlicheren Gegenden der Erde helfen Hunde jagen, Herden hüten, unterstützen Kranke und beschützen ihre Herrchen. Die Doku zeigt aber nicht nur, warum der Mensch heute ohne Hund wohl nicht der wäre, der er ist. Die Autorin fand auch kuriose bis stattliche Beispiele dafür, in welch unterschiedliche Richtungen die Hunde-Evolution ihren Lauf nahm.

Während eine Dogge nahezu zwei Zentner auf die Waage bringt, wiegt ein Chihuahua gerade mal zwei Kilogramm. © NDR / EBC / NDR Naturfilm

Während eine Dogge nahezu zwei Zentner auf die Waage bringt, wiegt ein Chihuahua gerade mal zwei Kilogramm. © NDR / EBC / NDR Naturfilm

Ungefähr 400 verschiedene Rassen, vom winzigen Chihuahua bis hin zur riesenhaften Dogge, bevölkern den Planeten. Dabei hatte auch der Homo sapiens seine Finger im Spiel.

'Wie Hunde die Welt verändern' (NDR / WDR) ist ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Stück - nicht nur für Hunde-Freunde und gerade auch in jener gemeinsamen Phase der Evolution, in denen schon mal ein TV-Hundecoach der Kommunikation zwischen Tier und Mensch wieder auf die Sprünge helfen muss.

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