TV Programm
Das Kind, der Tod und die Wahrheit - 04.03.2009 23:30 - ARD
Ein Medienfake zu Propagandazwecken?
Von Wilfried Geldner 4. Mär 2009, 23:30

Der bis heute nicht bewiesene Tod des zwölfjährigen Mohammed Al-Durah als Propagandawerkzeug: Transparent mit der sogenannten Erschießungsszene. © HR
Die Szene ging, wie es so schön heißt, 'um die Welt': Am 30. September 2000 erschossen israelische Soldaten einen zwölfjährigen Palästinenserjungen. Ein Kameramann des französischen Fernsehkanals France 2 nahm die Situation auf, und jeder, der sie gesehen hat, wird sich daran erinnern: wie ein Vater hinter einem Betonfass schützend den Arm um seinen kleinen Jungen legt, um ihn zu retten. An der Netzarimkreuzung in Gaza soll das gewesen sein, Mohammed Al-Durah hieß das Kind, das die tödlichen Schüsse traf. Doch später kamen Zweifel an der Wahrheit des Geschehens auf. Esther Schapira und Georg M.

Hafner versuchen nun in ihrer Dokumentation 'Das Kind, der Tod und die Wahrheit' das Rätsel um den zwölfjährigen Palästinenserjungen zu lösen.
Demnach könnte die Szene eine Fälschung gewesen sein, die an triviale Vorkommnisse in der Vergangenheit erinnert. Die kühne These: Sind die westlichen Medien vielleicht Opfer der palästinensischen Propaganda geworden? Bereits 2002 zeigte eine ARD-Dokumentation ('Drei Kugeln und ein totes Kind - Wer erschoss Mohammed Al-Durah?'), dass es beinahe ausgeschlossen gewesen sei, dass israelische Soldaten den Palästinenserjungen ermordet hatten.

Inzwischen ist man im Westen darin übereingekommen, dass Palästinenser verantwortlich für den Tod des Jungen waren.
Die neue Dokumentation geht noch einen Schritt weiter. Sie gibt Zweifeln darüber Raum, ob Mohammed überhaupt erschossen wurde. War die Erschießung lediglich zu Propagandazwecken inszeniert?
Al Kaida nutzt jedenfalls die Szene zu einem Rekrutierungsvideo im Internet. Auf Flugbättern werden Muslime aufgerufen, Mohammed Al-Durah zu rächen. Anlässlich der Hinrichtung eines amerikanischen Journalisten wurde das fragwürdige Video als Rechtfertigung eingespielt. Mohammed Al-Durah wurde zum Märtyrer.
Der Krieg zwischen Hamas und Israel rückte zuletzt solche Aspekte in den Hintergrund. Viele palästinensiche Kinder mussten inzwischen sterben. Die Frage, wie leicht Medien zu missbrauchen sind, muss dennoch beantwortet werden.
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4. Mär 2009, 23:30
In den Armen seines Vaters erlag der zwölfjährige Palästinenser Mohammed Al-Durah seinen Verletzungen. Ein Bild, das um die Welt ging. Israelische Soldaten seien für den Tod des Jungen verantwortlich, erklärten die palästinensischen Medien. Doch ist das die Wahrheit? Esther Schapira und Georg M. Hafner begeben sich auf Spurensuche. ... mehr






Georg Schiering 5. Mär 2009, 22:08
Ein mutiger Film, um für die Wahrheit zu recherchieren.
Ein weiteres Indiz für die Unglaubwürdigkeit dieser Szene: Der Vater benutzt den Jungen als Schutzschild für sich selbst. Ein wirklicher Vater würde seinen Jungen in die Ecke zwischen Wand und Fass kriechen lassen und sich selbst als Schutz vor den Jungen legen. Aber dann könnte man den Jungen nicht mehr filmen. Oder ist dem Vater sein eigenes Leben wichtiger?
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