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«The next Uri Geller» wird der Letzte sein

Von Carsten Rave 2. Mär 2009, 12:01

Der israelische Parapsychologe Uri Geller steckt im Quotentief.  © DPA

Der israelische Parapsychologe Uri Geller steckt im Quotentief. © DPA

Hamburg - Zahlen sprechen eine klare Sprache. Da helfen keine Tricks und kein doppelter Boden. Diese Erkenntnis muss nun auch der als «Mystifyer» auf dem Fernsehmarkt agierende Zauber-Virtuose Uri Geller gewonnen haben.

Denn die Messgeräte der GfK- Fernsehforschung sind nicht durch mentale Einflussnahme manipulierbar - so wie Uhren oder Löffel. Die GfK hat konkret ausgewiesen: Seit dem Start der zweiten Staffel von «The next Uri Geller» auf ProSieben am 13. Januar haben die Marktanteile selten die Zehn-Prozent-Marke übersprungen - zu wenig für den Münchner Privatsender, um solch eine aufwendige TV-Show fortzuführen.

An diesem Dienstag (20.15 Uhr) strahlt ProSieben das Finale der Show aus, in der Geller (61) einen Nachfolger sucht, ohne jemals aber erklärt zu haben, er wolle wirklich von der Bühne abtreten. Drei Kandidaten sind noch im Rennen. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 100 000 Euro. Der «Herr der Gedanken», Jan Becker, der bizarre Seelenwanderer Ully Loup und der smarte Gedankenverdreher Manuel Horeth wetteifern um den stolzen Geldbetrag. «Sie sind alle drei extrem charismatisch und haben eine wahnsinnig gute Bühnenpräsenz», wird Geller von ProSieben zitiert. «Es wird ein harter Wettkampf werden.»

Die Wirklichkeit hat dem Effektkünstler Geller vor allem in der zweiten Staffel zugesetzt: In Chat-Foren wurde reichlich über die «Fakes» des Magikers diskutiert. Auf Portalen wie YouTube wurden immer wieder Filme eingestellt, die die Unglaubwürdigkeit der Experimente Gellers selbst und seiner Kandidaten belegen sollten. Dank moderner Medien haben Zauberer, die im TV auftreten, ein schweres Los. Der Fernsehsender ProSieben trifft offiziell keine Aussage über die Beendigung der Show, eine Sprecherin sagt lediglich: «Wir werden weiterhin mit Uri Geller zusammenarbeiten.»

Die Quoten gingen auch nicht signifikant nach oben, als «Mental- Vamp» (O-Ton ProSieben) Amila sich in der Ausgabe am 20. Januar nicht aus dem Wassertank, in dem sie mit einem Zahlenschloss eingesperrt worden war, befreien konnte. Ein Aufnahmeleiter musste sie mit dem Bolzenschneider aus dem Käfig befreien. Eine Woche später durfte die 26-Jährige noch einmal ihren Versuch wagen. Dieses Mal klappte die Aktion. Die Fans der Show - sie gibt es auch - hoffen indes auf eine Fortsetzung: «Muss ja nicht bei ProSieben sein, Kabel eins würde bei Marktanteilen von sieben bis neun Prozent drei Monate durchfeiern», kommentierte eine Chatterin.

© 2009 dpa - Deutsche Presse-Agentur

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