Internet Nachrichten


BMVIT ist erstes Bundesministerium Österreichs auf BIK 95plus-Liste

Von Oliver Lippert 9. Mär 2009, 15:10

Wien, 26. Februar 2009. Der Internetauftritt des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) ist dank der Internetagentur Babiel GmbH nahezu komplett barrierefrei. Als erstes Webangebot eines Bundesministeriums Österreichs wurde es nach einer intensiven Prüfung jetzt in die „95plus-Liste“ des BIK-Projekts (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren) aufgenommen. Damit wurde das Ergebnis des Berufsbildungs- und Forschungszentrums für Blinde und Sehbehinderte (BBFZ) in Wien bestätigt. Der Online-Auftritt erhielt 96 von möglichen 100 Punkten. Damit gilt er als „sehr gut zugänglich“ und entspricht den Anforderungen des österreichischen E-Government-Gesetzes und vor allem den internationalen Web Content Accessibility Guidelines des W3C, dem Standardisierungsgremium des World Wide Web.

Barrierefreiheit als oberstes Gebot – auch bei Web2.0-Lösungen oder PDFs

Bereits mit dem Redesign des Internetauftritts des Ministeriums in 2005 wurde konsequent eine barrierefreie Realisierung verfolgt. Das wurde auch im Lob des Berufsbildungs- und Forschungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (BBFZ) in Wien nach einer eingehenden Prüfung deutlich. Auch die Nutzung sogenannter Web 2.0-Lösungen etwa der Tag-Clouds, wurde nicht ohne Beachtung der Ansprüche von Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Die sonst häufig als Grafiken umgesetzten Wort-Wolken sind meist nicht barrierefrei gestaltet, was für das Internetteam des BMVIT nicht in Frage kam. Denn schließlich sollen alle Interessenten uneingeschränkt alle Informationen des Ministeriums nutzen können. Daher wurde diese Lösung durch die Internetagentur Babiel, Wien, entsprechend barrierefrei konzipiert und umgesetzt. Auch PDF-Dokumente werden nach und nach barrierefrei angeboten, was den umfassenden Anspruch des Ministeriums unterstreicht, sämtliche Inhalte der Website allen Benutzern zugänglich anzubieten.
"Menschen mit Behinderungen sind gerade auf das Internet angewiesen, weil sie nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können oder durch ihr Handicap Broschüren und andere Informationen nicht selber lesen können. Und gerade neue Technologien grenzen diesen Personenkreis häufig aus. Daher sehen wir es als Innovationsministerium als unsere Pflicht an, Menschen mit Behinderungen von unserem Internetangebot profitieren zu lassen", so Karin Kromer, Leiterin der Kommunikationsabteilung des Ministeriums. Diese Bemühungen wurden jetzt durch die Aufnahme des Internetangebots des BMVIT in die Liste „95plus“ belohnt. Das Projekt BIK, ein Gemeinschaftsprojekt von Blinden- und Sehbehindertenverbänden, nimmt in diese Liste Dienstleister auf, die barrierefreie Webangebote erstellen können.

Zugang auch für Menschen mit Behinderung

„Der Webauftritt verfügt über ein gut skalierbares Layout, eine konsequente Trennung von Inhalt und Gestaltung sowie valides HTML“, so das offizielle Urteil. Die Anforderungen an Barrierefreiheit seien sehr gut erfüllt und die Benutzerfreundlichkeit voll gegeben, lobten die Prüfer. „Für die Babiel GmbH als verantwortlichen Internet-Dienstleister ist der Internetauftritt des BMVIT bereits die fünfte Referenz in der 95plus-Liste. Niemand sonst kann so viele sehr gut zugängliche Webseiten aufweisen“, freut sich auch Dr. Rainer Babiel, Geschäftsführer der in Wien und Düsseldorf ansässigen Internet-Agentur über diese Ausnahmestellung in der deutschsprachigen Agenturlandschaft.

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