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Websites machen wie die Profis

Von Thomas J. Schult 27. Mär 2009, 17:52

Eine Domain samt Platz für die eigene Homepage kostet nur wenige Euro im Jahr. Mittlerweile können auch Einsteiger ihre Website dank der Content-Management-Systeme (CMS) ganz professionell aufziehen. Denn die CMS lassen sich komfortabel bedienen und bieten genügend Flexibilität für individuelle Lösungen.

Zu großer Beliebtheit haben es dabei Open-Source-CMS gebracht. Sie lassen sich ohne Kosten herunterladen, nutzen und verändern. Communities von zehntausenden Nutzern weltweit sorgen für die Weiterentwicklung der Systeme und stehen in Foren für Hilfestellungen zur Verfügung. Bei einer breiten Basis an Nutzern besteht auch keine Gefahr, dass die Systeme eines Tages einfach vom Markt verschwinden. Bei kommerziellen CMS ist man dagegen immer der Strategie einer einzelnen Firma ausgeliefert.

Content-Management-Systeme für Einsteiger lassen sich ohne HTML-Kenntnisse und Programmiererfahrungen einsetzen. Wer eine eigene Community im Netz schaffen will, sollte sich beispielsweise das CMS Drupal (http://drupal.org/) anschauen. Wenn es um Foren geht, greifen viele zu phpBB (http://www.phpbb.com/). Wikis werden gerne mit MediaWiki gemacht (http://www.mediawiki.org), und für Blogger ist WordPress (http://de.wordpress.com/) das beliebteste CMS.

Unter den Allround-CMS ist Joomla (http://www.joomla.org/) bei Einsteigern sehr beliebt. Nach der Installation steht gleich eine Beispiel-Website bereit, an der sich basteln und experimentieren lässt. Wie viele CMS ist auch Joomla modular aufgebaut und besteht aus einem Kern, der nach Belieben erweitert werden kann. Hunderte von Entwicklern veröffentlichen regelmäßig neue Erweiterungen, die sich in der Regel mit wenigen Klicks integrieren lassen. Ob eine bequeme Integration von aktuellen Nachrichten, Bildergalerien, Download-Archiven, Veranstaltungen oder Newslettern gefragt ist: In den Kategorien von http://extensions.joomla.org kann man viele nützliche Zutaten für die Website bekommen.

Beim Kauf von Webspace für eine Joomla-Website ist zu beachten, dass eine MySQL-Datenbank erforderlich ist. Manche Webhoster haben solche Angebote schon ab drei oder vier Euro pro Monat im Programm. Zum Üben und Entwickeln sollte der Einsteiger auf alle Fälle lokal auf seinem Rechner einen Webserver mit den benötigten Zusätzen (PHP, MySQL) installieren. Das kostet überhaupt nichts und kann etwa mit dem XAMPP-System (www.apachefriends.org) bequem in einem Rutsch erledigt werden. Ein deutschsprachiges Buch zu Joomla lässt sich unter http://openbook.galileocomputing.de/joomla15/ kostenlos online lesen.

© 2009 Global Press

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