Computer Nachrichten
Wenn Staub den Computer abstürzen lässt
Von Gaby Schulemann-Maier 12. Apr 2009, 11:19

cid Düsseldorf - Staub dringt durch Lüftungsschlitze und kleine Spalten in Computer ein. Mit der Zeit sammelt er sich zu einer dicken Schicht an, die dem Rechner gehörige Schwierigkeiten bereiten kann. Sogar Systemabstürze können verursacht werden. cid/sm
Da Staub immer überall ist, dringt er durch die Lüftungsschlitze und kleine Spalten in den Computer ein. Mit der Zeit sammelt er sich zu einer dicken Schicht an, die dem Rechner gehörige Schwierigkeiten bereiten kann. Sogar Systemabstürze können durch Staub verursacht werden. So kann es beispielsweise passieren, dass eine dicke Schmutzschicht die Hardware bedeckt und so Wärmestaus verursacht. Damit der Rechner sich nicht überhitzt, sorgen Sensoren dafür, dass er sich rechtzeitig abschaltet, bevor ein Schaden eintritt. Je wärmer manche Bauteile werden, desto absturzgefährdeter wird der Rechner - dagegen hilft ab einem gewissen Punkt auch die eingebaute Kühlung nicht mehr. Denn Lüfter können ebenso verstauben und dadurch an Leistung verlieren.
Treten unerklärliche Abstürze auf oder schaltet sich der Computer gar plötzlich aus, wenn er gerade besonders aktiv arbeitet, könnte deshalb eine zu dicke Staubschicht dafür verantwortlich sein. Bevor der Rechner gereinigt wird, sollte er ausgeschaltet sein und zur Sicherheit zudem der Netzstecker gezogen werden. Die meisten Rechner-Gehäuse sind an der Hinterseite mit einigen Schrauben fixiert. Sind diese gelöst, muss das Gehäuse oder ein Teil davon vorsichtig entfernt werden. Im Inneren des Computers befinden sich Bauteile, die nach Möglichkeit bei der Reinigung nicht berührt werden sollten. Mit einer feinen Staubsaugerdüse ist der Staub vorsichtig aus einiger Entfernung von den Bauteilen zu entfernen. Der Staubsauger sollte dabei auf die geringste Saugleistungsstufe eingestellt werden. Anderenfalls könnte der Luftstrom zu stark sein und die empfindliche Hardware beschädigen.
Lüfter sind beim Entfernen des Staubes mit dem Finger vorsichtig zu fixieren, damit sich die kleinen Ventilatoren nicht durch den vom Staubsauger verursachten Luftstrom wie wild drehen. Hartnäckig fest sitzenden Staub löst man am besten mit einem kleinen Pinsel. Auf keinen Fall sollte das Innere eines Computers mit einem feuchten Tuch ausgewischt werden. Nach der Reinigung muss das Gehäuse wieder fest verschraubt werden. Hören die Probleme nach dem Entfernen des Staubes nicht auf und stürzt das System auch weiterhin ab, ist ein Fachmann zu Rate zu ziehen, denn es liegt dann an einem anderen Problem. Dennoch ist das regelmäßige Reinigen des Computers wichtig, etwa alle sechs Monate, spätestens jedoch nach einem Jahr muss der Staub aus dem Gehäuse entfernt werden.
© 2009 Global Press
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