Berlin - Schauspieler Matt Damon (39, «Good Will Hunting», «Die Bourne Identität») spielt in seinem neuen Film «Green Zone» einen US-Armee-Offizier, der mit seinem Team im Irak nach Massenvernichtungswaffen suchen ... mehr
Stockholm - Der weltweite Siegeszug der schwedischen «Millennium-Trilogie» von Stieg Larsson hat Hollywood erreicht: Wie der Bruder des 2004 gestorbenen Autors, Joakim Larsson, in der Zeitung «Norra Västerbotten» mitteilte, hat ... mehr
Los Angeles - Das kann lustig werden: Ryan Reynolds («Selbst ist die Braut») und Jason Bateman («Up in the Air») wollen in der Verwechslungskomödie «The Change-Up» als beste Freunde den ... mehr
Los Angeles - Die Starbesetzung für das geplante Remake des John-Wayne-Westerns «True Grit» ist perfekt. Neben Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin und Hailee Steinfeld ist nun auch Barry Pepper ... mehr
Los Angeles - Der australische Schauspieler Hugo Weaving, der in der «Matrix»-Serie als der Bösewicht Mr. Smith glänzte, soll zum Erzrivalen von «Captain America» werden. Dem «Hollywood Reporter» zufolge ist ... mehr
Fast wäre dieser Artikel besser geworden, als der Film, von dem er handelt.... aber die Szene, in der sich die beiden Spocks begegnen, ist beileibe keine 'Schlüsselszene' -- und William Shatner heißt eben Shatner und nicht Shattner, aber das nur am Rande.
Hier mein Eindruck vom Star Trek Reset:
Less CGI, more Trek next time, pleeze.
Netter Reboot der Saga für das 21. Jahrhundert und eine neue Fangeneration, deren Wahrnehmungsschwelle bei weniger als 1 Schwenk/Schnitt pro Sekunde erst gar nicht überschritten wird.
Das Drehbuch kann 'First Contact' nicht das Wasser reichen, ebensowenig wie dessen ausgeklügelter Dramaturgie aus Actionfilm und Kammerspiel. Klar sind die Produktionswerte auf dem neuesten Stand, aber der Plot leidet unter Überlastung durch den Anspruch, einen Haufen frischer Kadetten sowie Scotty unter teilweise haarsträubenden Umständen als Brückencrew der Enterprise zu etablieren, dazu backstories für Kirk & Spock und gleichzeitig dank der ollen timetravel-plot-device reinen Tisch mit dem Kanon zu machen, damit das Franchise wieder Platz zum Atmen, für Entwicklung in andere Richtungen hat.
Und genau dabei liegt das Problem, denn m.E. ist der humanistisch-idealistische Geist, den der Große Galaktische Vogel in den hanfseligen Sixties begründet hat, hier zugunsten von Action & Drama etwas zu weit dekonstruiert worden.
Pacing und Kameraführung erinnern stark an den im 'Galactica'-Reboot eingeführten Stil; schnell, hektisch, harsch geht's zur Sache, und die Darsteller nutzen jeden Moment dazwischen, um ihre Figuren zu beleben, was ihnen auch anständig gelingt. Trotzdem ist der emotionale Höhepunkt des Films ganz zu Anfang, als Kirk sr. mittels Heldentod dem Sohnemann ne schwere Portion Karma mit auf den Weg gibt. Alles weitere an Charakter-Interaktion bleibt hingegen oberflächlich; und der 'smarte' Schachzug, Spock zu einem Wutausbruch zu provozieren, hat einen 40 Jahre langen Bart.
Aber zurück zur Frage des 'Trek-Ethos', der davon ausgeht, der Mensch sei lernfähig und dank bewussten Umgangs mit & Respekt vor Anderen fähig, seine Ziele friedlich und durch Kooperation zu erreichen....:
Kadetten, die beim zahlenmäßig überlegenen, unnötig gewalttätigen Verdreschen (mit bloßen Fäusten) eines betrunkenen Gegners von ihrem CO erwischt werden, hätten mit drakonischen Massnahmen zu rechnen, bis hin zur unehrenhaften Entlassung aus der Flotte wg. ungebührlichem Verhaltens.
Da ist definitv Starfleet-Protokoll zugunsten einer hübschen Keilerei im Exposé eingetauscht worden, die Mr. Kirk als großmäuligen Draufgänger mit Adrenalininhibition etabliert.
Und von der Idee, gegen Ende eine der Gründungsspezies der Föderation nahezu auszulöschen (wieder grüßt Galactica) fang ich -- trotz aller sonstigen, z.T. durchaus positiven Hard-SF-Elemente -- lieber gar nicht erst an.
Hier wird das einstmals utopisch-optimistische ST-Universum -- bezeichnenderweise durch Schwarze Löcher -- in ein dystopisches, von Elternverlust und Genozid gezeichnetes B-Universum verwandelt, das der Labor-Hypothese entsprechend unseren gegenwärtigen Zeitgeist reflektiert, aber eben nur das: reflektiert, nicht kommentiert.
Ich bin jedenfalls nicht mit einem Lächeln aus diesem Film gegangen, sondern bestürzt und irritiert -- was sicher seitens der Macher nicht ganz unbeabsichtigt war, angesichts des Pyrrhussieges am Schluss.
Bleibt abzuwarten, mit welchen weiteren Ideen das neue Team von Bad Robot die Reihe weiterführt (evtl. zurück ins Episodenformat für direct-to-DVD-Vermarktung...?), aber selbst zwei bis drei weitere Zeitreisefilme wären schon nötig, um plausibel zu machen, wie es kommt, dass Mr. Kirk *zufällig* während planloser Flucht durch eine Eiswüste genau in jene Höhle stolpert, in der Spock motivlos herumlungert, und auch nicht gerade den Eindruck erweckt, ihn dort etwa erwartet zu haben.
VERY ILLOGICAL, AUTHOR.
In meiner persönlichen Wertung irgendwo hinter FC, VI,IV,II und TMP, aber klar vor Nemesis und TFF.
Falls es hilft.
Los Angeles - Hollywoods Multitalent Tom McCarthy hat Paul Giamatti («Ein russischer Sommer») und Amy Ryan («Gone Baby Gone») für sein neuestes Projekt gewonnen. Wie «Variety» berichtet, sollen die Dreharbeiten ... mehr
Los Angeles - George Clooney steht von dieser Woche an für den US-Regisseur Alex Payne («Sideways») in Hawaii vor der Kamera. «Variety» zufolge machen nun auch Judy Greer («Love Happens») ... mehr
Los Angeles - Anne Hathaway («Valentinstag») und John Sturgess («Die Schwester der Königin») interessieren sich für die Romanze «One Day». Sollten sie den Zuschlag für die Hauptrollen erhalten, würden ... mehr
Los Angeles - Der deutsche Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck hat für seinen neuen Films «The Tourist» mit Angelina Jolie und Johnny Depp weitere Verstärkung bekommen. ... mehr
So fing alles an mit der Crew der Enterprise. Regisseur J.J. Abrams besetzt die Brücke neu und machte dabei vieles richtig.V:Paramount, USA 2009, R: J.J. Abrams, D: Chris Pine, Zachary ...more
Zee Nym13. Mai 2009, 00:48
Fast wäre dieser Artikel besser geworden, als der Film, von dem er handelt.... aber die Szene, in der sich die beiden Spocks begegnen, ist beileibe keine 'Schlüsselszene' -- und William Shatner heißt eben Shatner und nicht Shattner, aber das nur am Rande.
Hier mein Eindruck vom Star Trek Reset:
Less CGI, more Trek next time, pleeze.
Netter Reboot der Saga für das 21. Jahrhundert und eine neue Fangeneration, deren Wahrnehmungsschwelle bei weniger als 1 Schwenk/Schnitt pro Sekunde erst gar nicht überschritten wird.
Das Drehbuch kann 'First Contact' nicht das Wasser reichen, ebensowenig wie dessen ausgeklügelter Dramaturgie aus Actionfilm und Kammerspiel. Klar sind die Produktionswerte auf dem neuesten Stand, aber der Plot leidet unter Überlastung durch den Anspruch, einen Haufen frischer Kadetten sowie Scotty unter teilweise haarsträubenden Umständen als Brückencrew der Enterprise zu etablieren, dazu backstories für Kirk & Spock und gleichzeitig dank der ollen timetravel-plot-device reinen Tisch mit dem Kanon zu machen, damit das Franchise wieder Platz zum Atmen, für Entwicklung in andere Richtungen hat.
Und genau dabei liegt das Problem, denn m.E. ist der humanistisch-idealistische Geist, den der Große Galaktische Vogel in den hanfseligen Sixties begründet hat, hier zugunsten von Action & Drama etwas zu weit dekonstruiert worden.
Pacing und Kameraführung erinnern stark an den im 'Galactica'-Reboot eingeführten Stil; schnell, hektisch, harsch geht's zur Sache, und die Darsteller nutzen jeden Moment dazwischen, um ihre Figuren zu beleben, was ihnen auch anständig gelingt. Trotzdem ist der emotionale Höhepunkt des Films ganz zu Anfang, als Kirk sr. mittels Heldentod dem Sohnemann ne schwere Portion Karma mit auf den Weg gibt. Alles weitere an Charakter-Interaktion bleibt hingegen oberflächlich; und der 'smarte' Schachzug, Spock zu einem Wutausbruch zu provozieren, hat einen 40 Jahre langen Bart.
Aber zurück zur Frage des 'Trek-Ethos', der davon ausgeht, der Mensch sei lernfähig und dank bewussten Umgangs mit & Respekt vor Anderen fähig, seine Ziele friedlich und durch Kooperation zu erreichen....:
Kadetten, die beim zahlenmäßig überlegenen, unnötig gewalttätigen Verdreschen (mit bloßen Fäusten) eines betrunkenen Gegners von ihrem CO erwischt werden, hätten mit drakonischen Massnahmen zu rechnen, bis hin zur unehrenhaften Entlassung aus der Flotte wg. ungebührlichem Verhaltens.
Da ist definitv Starfleet-Protokoll zugunsten einer hübschen Keilerei im Exposé eingetauscht worden, die Mr. Kirk als großmäuligen Draufgänger mit Adrenalininhibition etabliert.
Und von der Idee, gegen Ende eine der Gründungsspezies der Föderation nahezu auszulöschen (wieder grüßt Galactica) fang ich -- trotz aller sonstigen, z.T. durchaus positiven Hard-SF-Elemente -- lieber gar nicht erst an.
Hier wird das einstmals utopisch-optimistische ST-Universum -- bezeichnenderweise durch Schwarze Löcher -- in ein dystopisches, von Elternverlust und Genozid gezeichnetes B-Universum verwandelt, das der Labor-Hypothese entsprechend unseren gegenwärtigen Zeitgeist reflektiert, aber eben nur das: reflektiert, nicht kommentiert.
Ich bin jedenfalls nicht mit einem Lächeln aus diesem Film gegangen, sondern bestürzt und irritiert -- was sicher seitens der Macher nicht ganz unbeabsichtigt war, angesichts des Pyrrhussieges am Schluss.
Bleibt abzuwarten, mit welchen weiteren Ideen das neue Team von Bad Robot die Reihe weiterführt (evtl. zurück ins Episodenformat für direct-to-DVD-Vermarktung...?), aber selbst zwei bis drei weitere Zeitreisefilme wären schon nötig, um plausibel zu machen, wie es kommt, dass Mr. Kirk *zufällig* während planloser Flucht durch eine Eiswüste genau in jene Höhle stolpert, in der Spock motivlos herumlungert, und auch nicht gerade den Eindruck erweckt, ihn dort etwa erwartet zu haben.
VERY ILLOGICAL, AUTHOR.
In meiner persönlichen Wertung irgendwo hinter FC, VI,IV,II und TMP, aber klar vor Nemesis und TFF.
Falls es hilft.
Over'n'out
A. Nym
www.orgonautic.net
Diesen Kommentar melden