Musik Kritiken
CD Kritik: Unterwegs nach Leipzig von Klau!
Von Rainer Molz 15. Mai 2009, 09:37

Klau! – hat nix mit klauen zutun. Klau ist vielmehr der Nachnahme von Achim. Er ist Singer/Songwriter, schreibt über die Liebe und das Leben und genießt seine Zeit im nahen Umfeld von Frankfurt. Achim Klau ist Rock`n´Roller, er mag den Folk und auch den Punk. Seine Songs gemixt, vereinen sich auf „Unterwegs nach Leipzig“ zu einem Album voller Rauheit, Energieüberschuss und balladesken Momenten. Ein Lichtblick in der deutschen Rockszene.
Seit zehn Jahren arbeitet Achim Klau an Texten und Melodien. Das Album entstand schließlich nach unzähligen Sessions mit befreundeten Musikern. Kristallisierte sich aus vielen Fragmenten zu einem komplexen Werk. Ohne doppelten Boden, rau und ungeschönt, ohne Schnörkel eingespielt, perfekt gemixt und für´s Gehör zurechtgebogen. Ohne Effekthascherei – rein ist fein.
Rock aus deutschen Landen und dann noch mit deutschen Texten. Eine schwere Geburt. Doch wer nicht wagt der nicht gewinnt. Es muss nach Grönemeyer und Co doch noch etwas anderes geben. Nun gibt es Klau! – Unterwegs nach Leipzig.
Eine Mischung aus immer wieder gern gehörten Rockfetzen, die man gefühlt sofort einsortieren kann. „..... hab ich doch schon mal gehört.....“. So geht es sicherlich Vielen, die sich das Album anhören. Eine Mixtur aus Bruce Springsteen, Bob Dylan und den Rolling Stones, Tom Petty und aus deutschen Landen vielleicht Rio Reiser.
Also eine Mischung altbewährter Rockelemente, die schon damals für Stimmung sorgten.
Von Klau wie klauen kann dennoch nicht die Rede sein. Auch wenn Bekanntes zu Gehör kommt, färben sich die einzelnen Stücke zu einem eigenständigen und farbenfrohen Konstrukt.
„Unterwegs nach Leipzig“ macht Mut nach Rock aus deutschen Landen. Es geht, wenn man sich nur nicht ablenken lässt, wenn man sich nicht aus seiner Bahn werfen lässt, wenn man eben das tut, was man tut – gute Musik machen.
Das Line-Up: Achim Klau (Gesang, Gitarre), Thomas Ripphahn (Multiinstrumentalist), Willy Wagner (Bass), Simon Rauland (Schlagzeug).
Anspieltipps: Lass mich los, Droge, Vollmond, Leichtes Ziel.
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