Musik Kritiken
CD Kritik: Königreich der Angst von Mantus
Von Karol Plata 26. Mai 2009, 11:12

Erst im März meldeten sich Mantus, das Geschwisterpaar um Martin Schindler und Thalia, mit ihrem Comeback-Album „Requiem“ nach vier Jahren Auszeit zurück. Nun folgte Anfang Mai ein nächstes Lebenszeichen des Metal-Rock-Duos. Mit „Königreich der Angst“ stellen uns die beiden Nordrhein-Westfalen eine EP in die Regale, welche musikalisch genau da anknüpft, wo „Requiem“ endete.
Auf der EP befindlich acht neue Songs sowie zwei Remixe. Einer davon ganz im Stile des Nebenprojektes „Black Heaven“.
Den geneigten Hörer erwartet eine 43minütige Exkursion in die Klangwelt von Mantus. Dabei gibt es einiges zu entdecken: Wunderschöne Melodiebögen, gepaart mit Lyrics, die düsterer und melancholischer nicht sein können, hinzu eine Portion Rock und ein Quantum Metal. Das Soundgerüst passt sich dabei den jeweiligen Texten an und wird somit auch mal härter, dann wieder etwas leiser – in einer Melange aus besinnlich und wehmütig - vorgetragen. Dabei wechseln sich Martin und Thalia ab, was dem Ganzen ordentlich Nachdruck annektiert und gehörig für Abwechslung sorgt. Ebenso abwechslungsreich gestalten sich die Tracks an sich – frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“. Neben gediegenen, doch nicht minder ausdrucksstarken Tracks („Sanfter Tod“, „Blaue Grenze“, „Das Lied von der Elbe“) gibt es auch einige ungestümere Titel auf dem Silberling, wie zum Beispiel „Dogma“ oder auch die beiden Remixe zu „Untergang“ und „Bei mir“.
Alles in Allem lieferten Mantus mit „Requiem“ bereits eine viel versprechende Renaissance ans Tageslicht. „Königreich der Angst“ sollte ebenso in keiner Sammlung fehlen und ist somit Fans wärmstens zu empfehlen. Für alle anderen bietet sich die EP wunderbar als Neueinstieg.
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