Musik DVD
DVD Kritik: Kissology - The Ultimate Kiss Collection, Vol.1: 1974-1977 von Kiss
Mehr als nur Rockmusik
Von Alexander Diehl 6. Jun 2009, 07:56

Auf dem Weg zu absoluten Superstars: 'Kissology Vol.1' zeichnet die Anfänge der Karriere der Schmick-Rocker Kiss nach. © Eagle Vision
'Rockbands machen Musik, Phänomene beeinflussen die Gesellschaft': 1975 begannen vier Herren hinter ihren Masken zu realisieren, dass sie genau das werden würden: Ein Phänomen. Dompteure in einem Rock'n'Roll-Zirkus der Superlative. Kiss eroberten zwischen 1974 und 1977 den Globus. Genau das ist die Zeitspanne, welche der erste Teil der erschöpfenden 'Kissology' umfasst.
'The Ultimate Kiss Collection' ist als Untertitel ausnahmsweise mal nicht zu hoch gegriffen. Über sechs Stunden Material, wovon der Großteil die Unterhaltungsmagier in ihrem Element zeigt: auf der Bühne. Feuer und Blut wird gespuckt, die Gitarre räuchert, das Schlagzeug erhebt sich. Damit wurden Paul Stanley, Gene Simmons, Ace Frehley und Peter Criss weltberühmt. Dabei liegt es in der Kürze des Zeitraumes begründet, wenn einige Songs ('Black Diamond', 'Firehouse') in bis zu sechs Versionen auf 'Kissology' auftauchen. San Francisco 1975, Detroit 1976, Tokio 1977, Houston 1977, das sind die Konzertstationen der Doppel-DVD. Wenn sich auch die Frage stellt, ob bild- und tontechnisch nicht mehr hätte aus den Originalen rausgeholt werden können: Als Zeitdokumente sind sie Gold wert.
Ein Phänomen, fürwahr. Stanley, von dem das Eingangszitat stammt, trifft den Nagel auf den Kopf. Selbst den zahlreichen Nörglern geht ein Licht auf, wenn 'Rock And Roll All Nite' frenetisch gefeiert wird und Feuersäulen emporsteigen. All den Leuten, die nicht ganz zu Unrecht behaupten, dass die ersten paar Alben von Kiss keine Offenbarung waren und die einzelnen Musiker ihre Instrumente nicht revolutionierten, die vielleicht mit etwas Genugtuung den ein oder anderen lausigen Gesang, den ein oder anderen Patzer auf 'Kissology' mitverfolgen: Ihnen wird klar, dass es um mehr als Rockmusik ging.
Ein Peter Criss, der 'Beth' anstimmt, 'Detroit Rock City' daneben: mit 'Destroyer' folgte 1976 auch der akustische Karriereschub. Der Zirkus kam richtig in Fahrt. Zwischen den Konzertmitschnitten sind Interviews und Dokumentationen zu sehen, dazu besteht die Möglichkeit, Audiokommentare der Bandmitglieder - inklusive Untertitel - einzuschalten. 'Kissology Volume 1', das in den Staaten bereits 2006 erschien und nun 'erstmalig auf NTSC Regionalcode 0' in drei unterschiedlichen Versionen - je nach beigefügter Bonus-DVD - veröffentlicht wird, zeigt den Aufstieg. Und nur diesen. Fortsetzung folgt.
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Kiss fan No. 1 6. Jun 2009, 20:47
Die Qualität der ersten Box ist lausig. Wer was ordentliches haben will beschafft sich Ultimate Kissology 1-3, besseres Bild, Ton und vollständiger.
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