Gesellschaft
Deutschland ist das Land der Frühaufsteher
17. Jun 2009, 13:52

Ein kurzes Nickerchen am Nachmittag ist sehr erholsam. © DPA
München - Deutschland ist das Land der Frühaufsteher und des Mittagsschlafs. Doch jeden vierten Bundesbürger plagen Schlafstörungen. Vor allem Grübeln und Stress bei der Arbeit rauben Menschen die Nachtruhe.
Das ergab eine Umfrage der Allianz AG Deutschland, für die das Meinungsforschungsinstitut ipsos in diesem Juni bundesweit 500 repräsentativ ausgewählte Befragte ab 14 Jahren interviewt hat.
Wie die Auswertung nach Unternehmensangaben ergab, gehen die Deutschen früh zu Bett und stehen früh wieder auf. Zwei Drittel der Befragten gaben an, vor 23.00 Uhr ins Bett zu gehen, ein Viertel sogar vor 22.00 Uhr. Dafür stiegen drei von vier Bundesbürgern vor 07.00 Uhr wieder aus den Federn und mehr als 40 Prozent sogar vor 06.00 Uhr morgens.
57 Prozent der Interviewten versicherten, mit relativ wenig Schlaf auszukommen: fünf bis sieben Stunden genügten ihnen. Jeder Dritte gönne sich sieben bis neun Stunden Schlaf. Vor allem Jüngere, Berufstätige und Eltern klagten allerdings über zu wenig Nachtruhe.
Ein Mittagsschlaf wird in Deutschland gern gehalten, wie die Untersuchung weiter ergab. 31 Prozent der Befragten legten sich regelmäßig oder gelegentlich zwischendurch mal auf Ohr. Weitere 19 Prozent würden dies gerne tun, die Umstände ließen es aber nicht zu.
Relativ verbreitet sind Schlafstörungen. So gab jeder Vierte an, Probleme zu haben, die regelmäßig wiederkehrten, wobei sich Frauen mit 27 Prozent eher betroffen zeigten als Männer mit 21 Prozent. Als häufigste Störung wurde das Nicht-Durchschlafen-Können genannt, gefolgt von Einschlafschwierigkeiten.
© 2009 dpa - Deutsche Presse-Agentur
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