Musik Kritiken
CD Kritik: Evacuate The Dancefloor von Cascada
Von Nina Becker-Göpner 20. Jul 2009, 07:57

Man kann es - vor allem geschmackstechnisch - drehen und wenden, wie man will. Aber über zehn Millionen verkaufte CDs sind schon mal ein Hinweis, dass Cascada wohl wissen, wie man das Publikum begeistert. Natalie Horler aus Bonn und ihre zwei attraktiven Produzenten Yann Peifer und Manuel Reuter hatten 2006 mit der Single 'Everytime We Touch' (ein Cover von Maggie Reilly) den großen Durchbruch. Disco hoch zehn könnte ihr Motto lauten, Cascada stehen für Dancefloor-Beats mit Mitwipp-Garantie. Bislang waren ihre größten Hits Coverversionen, mit 'Evacuate The Dancefloor' trauen sich Cascada endlich eigene Kompositionen zu.
Und man muss neidvoll anerkennen: Das Trio hat den Beat. Schon die Vorabsingle 'Evacuate The Dancefloor' ist eine Disconummer, die sich ganz unprätentiös in den Gehörgang wummert und sich stundenlang dort verbarrikadiert. Und auch alle folgenden Nummern sind durchwegs tanzbar und echte Schlechte-Laune-Killer.
Und da mag das Genre 'Dancefloor' noch so abgeschmackt klingen: Die Produzenten haben beste Arbeit geleistet. Durch ihren zu hörenden Willen zur Perfektion sind die Songs strukturiert und kraftvoll gestaltet. Dazu gesellt sich die lebenbejahende Stimme von Natalie Horler, die jedes Lied durch ihre Positivität strahlen lässt. Und zum Abschluss des Albums gibt es dann sogar Piano und eine Ballade.
Ganz klar: 'Evacuate The Dancefloor' bietet keine Überraschungen, besticht aber durch seine satte Pop-Produktion. Und wenn man so will sind Cascada so etwas wie ein weiterentwickelter DJ BoBo, der sich mit Sophie Ellis-Bextor vereint und gehörig viel Abba-Scheiben als Kind gehört hat.
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