Musik Kritiken
CD Kritik: A Hard Day´s Night von Ralf Gauck
Von Rainer Molz 29. Jul 2009, 12:38

Mit „Fields Of Gold“ überraschte Ralf Gauck bereits 2007 die Fachwelt. Er spielte damals rein auf dem Bass diverse Songs von Sting. Nun, 2009, ist er zurück mit Beatlesstücken. Songs von John Lennon und Paul McCartney mal anders interpretiert. Nämlich mit dem Fretless-Bass rein akustisch.
Er gilt als Phänomen am Bass. Wurde bereits von vielen Fachjournalisten hoch gelobt und überzeugte auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt nicht nur Musikerkollegen, Journalisten, Einkäufer und Fachpersonal. Seine Art mit dem Bass umzugehen, ein Spezialbau der Marke – ein Violinbass Höfner 5000/1-F – Ralf Gauck auf den Laib geschnitten, hat schon etwas mehr mit Gitarrenspiel, also Fingerstyle auf vier Saiten zu tun. Seine Art die Saiten zu streicheln und zu zupfen grenzt schon an Zauberei.
Mit „A Hard Day´s Night“ gibt es nun Beatlessongs im Bassgewand. Insgesamt zehn Stücke, wie „Let It Be“, „Yesterday“, „Come Together“ oder „Imagine“ hat Ralf Gauck neu interpretiert. Stellenweise werden die Songs auseinander gebröselt und wieder spannend zusammengesetzt. Da es im Bassspiel keine Akkorde gibt, spielt Gauck seine Basslinie wie gewohnt über der Melodie. Dabei ersetzt er harmonisch eine komplette Band. Wie das geht? Dafür steht Ralf Gauck mit seinem Namen. Eindrucksvoll.
„A Hard Day´s Night“ - eine CD nicht nur etwas für Basspuristen. Auch Liebhaber der guten alten Beatles kommen hier auf ihre Kosten. Originell, spannend und eindrucksvoll. Beatmusik mal anders. Empfehlenswert!
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