PC Windows Nachrichten
Game Kritik: Rise of Flight - The First Great Air War
Pioniere der Lüfte
Von Herbert Aichinger 27. Aug 2009, 07:56

Die Fliegerasse des Ersten Weltkriegs hatten nicht nur mit Turbulenzen und dem gegnerischen Feuer zu kämpfen, sondern auch mit der unausgereiften Technik ihrer Maschinen. Die Simulation 'Rise of Flight' widmet sich der Zeit, in der Begriffe wie Bordcomputer oder Autopilot noch völlig unbekannt waren. ...mehr
Die Fliegerasse des Ersten Weltkriegs hatten nicht nur mit Turbulenzen und dem gegnerischen Feuer zu kämpfen, sondern auch mit der unausgereiften Technik ihrer Maschinen. Die Simulation 'Rise of Flight' widmet sich der Zeit, in der Begriffe wie Bordcomputer oder Autopilot noch völlig unbekannt waren.
Ebenso todesmutige wie tollkühne Männer und ihre klapprigen Kisten. Die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs forderten ihren Piloten alles ab: fliegerisches Geschick, Fingerspitzengefühl, Improvisationstalent und technisches Verständnis. Das russische Studio neoqb lässt in ihrem Flugsimulator 'Rise of Flight' diese Zeiten wieder aufleben.

Mit 'Rise of Flight' füllt neoqb eine echte Marktlücke: Flugsimulationen, in denen man die Möglichkeit hat, mit den abenteuerlichen Flugkonstrukten des Ersten Weltkriegs in die Lüfte zu steigen, sind gegenwärtig sehr rar. Umso erfreulicher, dass 'Rise of Flight' eine echte Perle des Genres geworden ist, die hautnahe Einblicke in die Tücken der Fliegerei zu Anfang des 20. Jahrhundert bietet.
'Rise of Flight' ist in den Jahren 1917/18 angesiedelt und spielt sich im französischen Luftraum über Städten wie Lille, Cambrai oder Verdun ab. Mit Albatros D5, Nieuport 28, Spad XIII und Fokker D.

VII bietet die Simulation eine kleine, aber feine Auswahl historischer Flugzeuge mit völlig unterschiedlicher Flugphysik. Weitere Modelle werden im Internet gegen Bezahlung zum Download angeboten. Realismusgrad und Detailtreue im Flugverhalten lassen sich in 'Rise of Flight' sehr flexibel konfigurieren. So können Neulinge den Schwierigkeitsgrad nach einer gewissen Eingewöhnungszeit schrittweise hochschrauben und müssen nicht gleich in den ersten Stunden vor der ganzen Komplexität des Programms kapitulieren.

Auch sonst wird Einsteigerfreundlichkeit großgeschrieben: Das gut gestaltete Tutorial schickt den Spieler zunächst mal auf eine Flugschule, in der ihn 'Eddie' in die Feinheiten der Steuerung einführt. Im Folgenden bietet 'Rise of Flight' eine Vielfalt spannender Aufgaben in der Kategorie Freiflug, in diversen Szenarien und in einem eigenen Karrieremodus. Versierte Piloten wählen den Online-Modus und treten im Internet gegen andere Draufgänger im Dog Fight an.

Die detaillierte Darstellung von Flugzeugen und Bodenlandschaften sowie die spannenden und halsbrecherischen Begegnungen mit feindlichen Fliegern lassen ein sehr intensives Fluggefühl aufkommen, dem man sich nur schwer entziehen kann. Gesteuert wird wahlweise per Tastatur oder mit Joystick und Pedalen - beide Varianten reagieren gleichermaßen präzise auf die Eingaben des Spielers.
'Rise of Flight' ist eine sehr ausgereifte Flugsimulation, die obendrein noch mit ihrem ganz eigenen Charme punkten kann. Für ungetrübtes Flugvergnügen ist allerdings ein starker Rechner erforderlich.

Die manchmal etwas ausufernden Ladezeiten nimmt man angesichts der überragenden Qualität des Programms gern in Kauf.
© 2009 teleschau - der mediendienst










