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Schwere Knochen - Mythos oder Wahrheit?
Von Gaby Schulemann-Maier 20. Sep 2009, 11:50

mp Düsseldorf - Viele Menschen nennen ihre 'schweren Knochen' als Grund für ein hohes Körpergewicht. Doch gibt es tatsächlich unterschiedlich schwere Knochen oder handelt es sich dabei um einen Mythos? Wonder Mike/Flickr
Viele Menschen geben ihre 'schwere Knochen' als einen Grund für ein hohes Körpergewicht an. Doch gibt es tatsächlich unterschiedlich schwere Knochen oder handelt es sich dabei um einen Mythos?
Wie schwer ein Knochen ist, hängt unter anderem von seiner Größe und seiner Dichte ab. Ein großer Beinknochen wiegt daher logischerweise mehr als ein kleiner Fingerknochen. Insgesamt betrachtet ist das Knochengerüst zweier gleich großer Menschen meist nicht exakt gleich schwer. Doch die Abweichungen sind gering. Bei einem 1,80 Meter großen normalgewichtigen Mann wiegen die Knochen rund sieben bis neun Kilogramm. Frauen haben geringfügig leichtere und kleinere Knochen, weshalb das Skelett bei ihnen etwas weniger wiegt. Als Faustregel gilt, dass der Anteil der Knochen am normalen Körpergewicht eines Menschen rund zehn Prozent - manche Quellen nennen bis zu 15 Prozent - ausmacht.
Daraus lässt sich problemlos schließen, dass sich zum Beispiel 20 Kilogramm Übergewicht keineswegs mit 'schweren Knochen' entschuldigen lassen. Was tatsächlich das überzählige Gewicht auf der Waage verursacht, ist in aller Regel vom Körper eingelagertes Fettgewebe. Doch Vorsicht: Durchtrainierte Sportler wiegen verglichen mit schlanken anderen Menschen gleicher Größe meist mehr. Der Grund dafür ist, dass sie über viel Muskelmasse verfügen - und Muskeln sind relativ schwer. Vermutlich ist aus dem Grund 'das sind alles Muskeln' die zweitliebste Ausrede mancher etwas zu schwerer Menschen.
© 2009 Global Press
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