Für junge Eltern ist das sogenannte Babyfon ein unschätzbarer Helfer. Ein Sender mit Mikrofon überträgt via Funkverbindung jeden Laut des Säuglings an die Erziehungsberechtigten. Weint das Kind, können Vater und Mutter es schnell wieder trösten. Doch solche Geräte produzieren mitunter auch viel Elektrosmog und schaden so der Gesundheit des Nachwuchses. Das Magazin 'Öko-Test' hat nun 19 Babyfone genauer unter die Lupe genommen.
mp Frankfurt/Main - Für 'frisch gebackene' Eltern ist das sogenannte Babyfon ein unschätzbarer Helfer. Ein Sender mit Mikrofon überträgt via Funkverbindung jeden Laut des Säuglings. Das Magazin 'Öko-Test' hat nun 19 Geräte getestet. hassan abdel-rahman,Flickr
Untersucht wurden sowohl Geräte mit analoger als auch Geräte mit der aus Telefonen bekannten DECT-Technik. Knapp die Hälfte der Babyfone ist mit der Note 'mangelhaft' oder 'ungenügend' durchgefallen - meist wegen der erhöhten Strahlung aufgrund der DECT-Technik. Analoge Babyfone schneiden oft deutlich besser ab. Sie sind zwar im Gegensatz zu den modernen Pendants störungsempfindlicher, allerdings produzieren sie wesentlich weniger Strahlung. Im Störungsfall beispielsweise durch Radios und andere Funkverbindungen lässt sich gewöhnlich der Kanal wechseln. Der Empfang ist dann wieder einwandfrei.
Aber immerhin mit dem Gesamturteil 'sehr gut' schneiden gleich vier Geräte ab. Der 'Angelcare AC401 Geräusch- & und Bewegungsmelder' und das 'Angelcare Babyphon AC420D' des Anbieters Funny Handel, die Hartig + Helling 'Babyüberwachungsanlage MBF 3333' und das Vivanco 'Babyfon BM 440 Eco Plus' überzeugen mit ordentlichen Ausstattung und einfacher Handhabung. Ihre Strahlung ist äußerst gering und wird von den Testern ebenfalls mit 'sehr gut' bewertet. Die Preisspanne reicht von knapp 75 Euro bis zu fast 160 Euro.
Nur unwesentlich schlechter ist die Hartig + Helling 'Babyüberwachungsanlage MBF 1213' mit der Gesamtnote 'gut'. Mit einem Preis von rund 35 Euro zählt das Babyfon zu den günstigsten Modellen im Test. Es hat eine lange Betriebszeit und ist einfach zu handhaben. Trotz der Aufschrift 'Elektrosmog-reduziert' sind jedoch die elektrischen Wechselfelder mit 27 Volt pro Meter in einem Meter Abstand vom Gerät leicht erhöht. Bei der Spannungsmessung gibt es deshalb nur ein 'gut'.
Die Wertung 'mangelhaft' kennzeichnet das 'Fisher-Price Licht- und Geräusche Babyfon' von Mattel und Stabos 'Babymonitor 400'. Das Mattel-Gerät ist mit einem Preis von nahezu 32 Euro ein wahres Schnäppchen, das jedoch zu Lasten der Gesundheit geht. Bereits die Ausstattung und Handhabung ist nur 'ausreichend', der Sender muss zwangsläufig an eine Steckdose angeschlossen werden. Außerdem verfügt das Gerät über einen sogenannten Dauersender, es werden also dauerhaft Strahlen abgegeben, die dazu erhöht sind. 'Stark erhöht' ist der Elektrosmog gar bei Stabos 'Babymonitor 400', der für knapp 40 Euro erhältlich ist.
Doch schlimmer geht es immer, wie die sieben Geräte mit der Gesamtnote 'ungenügend' zeigen. Stark erhöhte elektromagnetische und hochfrequente Strahlung weisen die Babyfone Audioline 'Baby Care 5', Chicco 'Baby Control Digital', 'Enox Baby Watch Sound' von Enox World, 'Intercom Babymonitor BBM/BBR 212' des Anbieters Oregon Scientific, Olympia 'Schnurloses DECT Babyüberwachungsgerät - Modell Nanny' und Phillips 'DECT SCD 530/00' auf. Ebenso wie das Topcom 'Kidzz Digital Babyphone Babytalker 2000', dessen elektromagnetische Strahlung 'nur' erhöht ist, senden die Geräte dauerhaft. Sie verfügen zudem über eine nicht abschaltbare Reichweitenkontrolle, die besorgten Eltern mitteilt, wann Sender und Empfänger zu weit voneinander entfernt sind. Dies führt zu verstärktem Funkverkehr. Zwischen knapp 45 Euro und 110 Euro rangieren die Preise dieser Geräte.
Die Tester empfehlen den Eltern, auf Babyfone mit DECT-Technik zu verzichten. Sie sind meist mit einer erhöhten Strahlung verbunden. Herstellerkennzeichnungen wie 'Eco-Mode' oder 'strahlungsarm' sollten hinterfragt werden. Wer sich für ein Gerät mit Reichweitenkontrolle entscheidet, muss darauf achten, dass sie sich abschalten lässt. Zudem ist das Strahlungsrisiko eines jeden Geräts deutlich niedriger, wenn der Abstand vom Sender zum Baby vergrößert wird - mindestens ein Meter Distanz ist Pflicht.
© 2009 Global Press
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Ela21. Nov 2009, 21:38
Leider ist dieser Test schon ein paar Jahre alt, es macht also nicht viel Sin ihn noch 2009 zu zitieren.
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