Short and Sweet
Short & Sweet: Marcel Feige
Von Oliver Lippert 18. Dez 2009, 13:51

(c) Bianca Krause, Fotosinfonie; Auf dem Bild: Marcel Feige
Der deutsche Autor Marcel Feige spricht in unserem "Short & Sweet"-Special über seine Büch "Trieb" und "Alles über Porno!" (ein Einblick in die Pornobranche), aber auch über andere Dinge. Was genau, nun, das kann man hier nach lesen. Wir wünschen viel Spaß dabei.
Wo bist Du gerade? Wie ist das Wetter dort wo Du gerade bist und was tust Du?
Draußen schneit es, während ich in meinem Berliner Arbeitszimmer am iMac sitze und ein weiteres Kapitel für meinen neuen Thriller »Bis ins Mark« schreibe – erscheint im Sommer 2010.
Ich bin kein guter Verlierer wenn es um ...?
... Hertha BSC geht. Erst werden sie fast Meister, nur um jetzt abzusteigen. Nee, also wirklich, so nicht!
Ich bin ein guter Verlierer wenn es um ... ?
... alles andere geht. Ich gönne jedem (s)einen Erfolg.
Das letzte Mal als ich getanzt habe war ... und zwar zu ... ?
Oh, das ist verdammt lange her. Das war im Berghain, irgendwann im Sommer, nachmittags, After Hour. Der DJ? Weiß ich nicht mehr. Die Platte: Zu viele ...
Dieses Jahr sind zum Abschluss noch zwei Bücher von Dir erschienen. Was kannst Du zu diesen beiden Werken erzählen und wie entstand die Idee zum jeweiligen Buch?
Über das Thema für meinen Thriller »Trieb« bin ich vor Jahren bei der Arbeit an einigen meiner Sachbücher gestolpert. Was ich bei den Recherchen (6 Monate!) gesehen und gehört habe - widerlich! Seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Die meisten Leute wissen nichts davon. Und die, denen man davon erzählt, sagen: »Das gibt es doch gar nicht.« Doch, gibt es. Direkt vor unseren Augen. Klar, am Ende ist »Trieb« immer noch ein Krimi. Aber einer, der auf wahre Begebenheiten beruht.
Die Idee zu dem Sachbuch »Alles über Porno« kam mir vor etwa zwei Jahren, beinahe gleichzeitig wie dem Verleger, der damit an mich herantrat. Wir wollten mal einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Pornobranche werfen. Wie geht es zu am Set? Wie gehen Produzenten, Regisseure, Darsteller und Darstellerinnen mit ihrem Job um? Und wie steht es um die Branche generell? Es wird viel geklagt. Das Internet verändert die Sehgewohnheiten. Wie wirkt die Branche dem entgegen? Kann sie dem überhaupt entgegenwirken? Alle Antworten in meinem Buch.
Wie siehst Du rückblickend das Jahr 2009 und was können unsere Leser von Dir im kommenden Jahr 2010 erwarten?
Das Jahr 2009 war erfolgreich. Mein Thriller »Trieb« hat sehr viel Aufmerksamkeit und ausnahmslos gute Presse erfahren. Das hat mich ganz besonders gefreut, denn es ging mir – neben der Spannung, die ein Thriller bieten soll – auch darum, ein sehr heikles, sehr wichtiges Thema öffentlich zu machen.
Welche Bandkombination wäre so interessant für Dich, dass Du dafür sogar die üblichen Festivalklos und das Massencamping auf Dich nehmen würdest?
Keine. Ich höre fast ausnahmslos elektronische Musik – also DJs. Außerdem bin ich kein Festivalgänger und erst recht kein Camper. Für mich ist der Idealzustand für die Nacht ein düsterer, verräucherter Technoclub, für den nächsten Morgen ein gemütliches Hotelzimmer.
Welches Style-Verbrechen ist nicht totzukriegen?
Tod durch Erschießen.
Welche drei Dinge würdest gerne manipulieren und wieso?
Die Politik - sie endlich ehrlicher machen. Das Klima - es endlich retten. Mich selbst – mal wieder nach Florida beamen. Ich liebe den Sunshine-State.
In welcher Situation hatte jemand anders komplett die Kontrolle über Dich?
In keiner Situation. Ich behalte die Kontrolle - jederzeit. Und sorge lieber dafür, dass andere sie verlieren.









