Die Jungs aus Hamburg sind zurück. Fettes Brot melden sich mit zwei neuen Alben wieder aus ihrer Heimatstadt. Doch diesmal gibt es kein neues Studioalbum sondern richtig schöne Live Kracher, die sich nicht hinter ihren Studioversionen zu verstecken brauchen. Aufgenommen wurden die Songs in Hamburg, Lingen, Münster, Siegen, Rostock, Oldenburg, Magdeburg, Offenbach und Bremen auf der Tour im Jahre 2008. Aber auch auf dem Hurricane Festival und dem Haldern Pop Festival hat man die Aufnahmegeräte laufen lassen. Dabei herausgekommen sind 15 Songs auf „Fettes" und weitere 16 Songs auf „Brot".

Fangen wir aber erstmal mit „Fettes" an.
Zu Beginn des Albums feuern die Hamburger erstmal mit der neuen Version von ihrem 1994 Hit „Jein" die Gehörgänge der Zuhörer an. In dieser ist der Song komplett runderneuert worden und präsentiert sich als Mischung zwischen Rock und Hip-Hop. Auch ist der Text ein wenig an die jetzige Zeit angepasst worden, da es den Jungs niemand mehr glauben würde, dass immer noch 1994 ist. Daher hat man das ganz schnell in die Textzeile „Es ist 2010 und verdammt lang her, wo ist die Zeit nur geblieben? Leute wollt ihr noch mehr? Kennt noch irgendwer einen Song namens "Jein"? Na fein, herein, willkommen im Verein!" abgeändert worden.Weiter geht es im Text mit dem lustigen Pogo-Song (wie Björn Beton ihn auch auf der CD betitelt hat) „Schieb es auf die Brote", um gleich darauf von dem Rock Song „Was in der Zeitung steht" (das Original, nicht die Version von D.O.C.H.) abgelöst zu werden. Nach der Rio Reiser Nummer „Ich bin müde" folgt das ElectroPunkFunk-Torpedo „Erdbeben", welches die Erde wirklich beben lässt. Als besonderes Schmankerl folgt nun „Hamburg Calling" die deutsche Version des Punk Klassikers „London Calling" von „The Clash".
Auch durften die B-Seiten der letzten Single Auskopplungen nicht zu kurz kommen, daher spielte man ganz vergnügt „Amsterdam", welches auf der „Ich lass dich nicht los" Maxi zu finden war. Ganz besonders hat es mich persönlich gefreut, dass Songs wie „Da Draussen" mit fetten E-Gitarren unterlegt wurde und auch „Schwule Mädchen" nicht unter den Tisch gefallen ist. Auch die Songs mit Pascal Finkenhauer sind auf „Fettes" zu finden, bei denen Finkenhauer die drei Jungs natürlich auch tatkräftig unterstützt.
Mir persönlich hat „Fettes" gut gefallen und ich würde es auch jedem „Fettes Brot" Fan empfehlen, auch wenn die Songs sich nicht ganz genau so anhören wie auf dem Album und teilweise der Hip-Hop Beat gegen E-Gitarren getauscht wurde. Das zeigt doch eigentlich nur, dass „Fettes Brot" als Live Band nicht zum alten Eisen gehört und es allen anderen Möchte-gern-Musikern immer noch zeigen kann.
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