Wer hat´s erfunden? Die Schweizer. Okay, nicht alles sicherlich, aber der ein oder andere hat das Talent, bereits Erfundenes kongenial in die Neuzeit zu versetzen bzw. einer Frischzellenkur zu unterziehen. Mastermind der Band ist der Saxophonist und Komponist Christoph Grab aus Zürich. Gemeinsam mit einigen „Wilden“ hat er und haben sie das Science Fiction Theater ins Leben gerufen und lassen uns an ihren Kompositionen teilhaben. Acht Stücke, die sich wie ein roter Faden durch die cineastische Welt ins Jenseits verbannt der Jahre vor 1980 ziehen. „Pimp Town“ ist Kopfkino der besonderen Art.
Wenn man sich von Filmmusikkomponisten wie Lalo Schifrin, Nino Rota oder Ennio Morricone inspirieren lässt, dann ist es sicherlich keine Frage, dass am Ende eben so etwas wie „Pimp Town“ im Player landet. Filmmusik wie zu besten Sendezeiten. Was waren das noch für Schätze, als bereits die Musiken diverser Kinofilme Bilder im Hirn automatisch zum Laufen brachten - „Once Upon A Time In The West“, „La Dolce Vita“, „Der Pate“, „Der große Coup“, „Dirty Harry“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Mein Name ist Nobody“ - Sie wissen was ich meine? Kopfkino eben. Und genau dies funktioniert mit den Stücken von Science Fiction Theater perfekt.
Auch wenn man erst neue Bilder erfinden muss, so ist die Erinnerung an eben genau diese Zeit sofort abrufbar. Da flackern Bilder aus alten Krimis vor den Augen, von Science Fiction Filmen wie Raumschiff Orion, italienische Westernfilme oder schnulzige, rührselige B-Movies. Mit einer guten Portion Humor, perfekten 60er Jahre Soundpaketen, den Beats und dem Souljazz der damaligen Zeit und viel Herzblut, gepaart mit den technischen Möglichkeiten elektronischer Klangverarbeitung heutiger Tage entstanden Titelmelodien, die den Hörer um Jahre zurückwerfen. Ein Easy Listening-Mix der vor Spannung kribbelt. Soundtracks die entführen.
Dafür sorgen an den Instrumenten neben Christoph Grab an den Gitarren Flo Stoffner, an den Synths und Rhodes Christian Roesli, Flo Goette am Bass und Tobias Schramm am Schlagwerk und an den Percussion. Musiker aus den unterschiedlichsten Genre, die sich aber auf einen gemeinsamen Nenner perfekt eingrooven. Es vibriert und prickelt von Kopf bis Fuss. Urbanes Musikgut nicht nur für Cineasten.
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