Musik Kritiken


CD Kritik: Voracious Love von Erja Lyytinen

Von Rainer Molz 8. Apr 2010, 12:04

"Manchmal habe ich Lust, einfach abzurocken. Aber ein paar herzzerreißende Balladen sollen im Set auch nicht fehlen, damit die harten Männer im Publikum ihre Emotionen rauslassen können.", so Erja Lyytinen. Ist sie nicht süß, die finnische Blues-Lady. Lassen wir uns also erneut überzeugen, dies nach 2002 nun schon zum sechsten Mal mit „Voracious Love“. Bluesrock gemischt mit etwas Folk, Country und Gospel. Eine feine Mischung Slide-Gitarren getränkter Songs. 

2006 tourte sie an der Seite von Aynsley Lister und Ian Parker mit dem Blues Caravan durch deutsche Lande. Im letzten Jahr ein weiteres Mal mit Oli Brown und Joanne Shaw Taylor. Die finnische Bonnie Raitt – so mancher Fachmann ließ sich zu dieser Betitelung hinreißen - durchaus gehe ich hier mit, legt 2010 eine Schippe drauf. Ein Love-Song Album mit dreizehn Songperlen. Bis auf „Soul Of A Man“ von Blind Willie Johnson hat Erja Lyytinen alle Stück selbst geschrieben oder war als Co dabei. Die Finnin zaubert eine Reihe von farbenfrohen Sounds aus dem Hut. Ausdrucksstark ihr Slide-Gitarrenspiel, leidenschaftlich ihre Stimme.

„Voracious Love“ hat alles, was ein gutes Bluesalbum braucht. Eingänge Riffs und Grooves, situationsbezogene Geschichten die das Leben so schreibt und eine Band im Background, die mächtig treibt und toll miteinander harmoniert. Die Finnen..... ja die Finnen: Davide Floreno an der Gitarre, Matti Vallius am Bass, Harri Taittonen an der Hammond und Rami Eskelinen am Schlagzeug plus eine handvoll Gäste auch an klassischen Instrumenten wie Cello, und Violine. Der Band vorsteht natürlich Erja Lyytinen – Frauenpower aus dem hohen Norden an „schwarzer“ Gitarre mit Bottleneck und akzentuierter Stimme. Empfehlenswert!

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Lyytinen Erja: Voracious Love

CD Information

Künstler: Lyytinen Erja
Erscheinungsdatum: 2010-04-07
Label: Ruf Records
Laufzeit: min

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