Musik Kritiken
CD Kritik: Nobody Knows von Olivia Trummer Trio
Von Rainer Molz 5. Mai 2010, 07:28

Trummer,Olivia - Nobody Knows ...mehr
Mit zwanzig Jahren lieferte sie mit „Nach Norden“ ihr Debüt ab. Nun ist Olivia Trummer mit „Nobody Knows“ zum dritten Mal am Start ,. Begleitet wird sie von drei ausgezeichneten Jazzmusikern ihres Faches – Antonio Miguel (Bass), Bodek Janke (Schlagzeug, Percussion) und Matthias Schriefl (Trompete, Flügelhorn). Grenzenlos durch die Welt des zeitgenössischen und traditionellen Jazz. Dazu ein Hauch von weltlich, klassischer Musik. Olivia Trummer – Pianistin, Sängerin, Komponistin und Texterin. Vielseitigkeit auf ganzer Linie.
Mit glasklarer, reiner Stimme singt Olivia Trummer ihre Texte. Ob in deutscher oder in englischer Sprache, ihre Worte verbergen so mach geistreiche und humorvolle Nuance. Getrieben von einer spannenden Rastlosigkeit, färbt sie ihre Texte mit ethnohaften, jazzigen, klassischen, wie auch poppigen Spielereien und tritt mal sanft, mal markig, mal pastös in konnexe Verbindungen mit ihren Mitstreitern. Olivia Trummer zeichnet dabei eine klare und ganz persönliche Note. Ihre Entwicklung zeigt streng nach oben; sie etabliert sich mit „Nobody Knows“ eindringlich und pointiert in der deutschen Jazzszene.
Von Stuttgart aus startete Olivia Trummer in der Vergangenheit zu einigen Reisen ins Ausland. Von diesen Ausflügen brachte sie gewonnene musikalische Erfahrungen mit – Studium an der Manhattan School Of Music – aber auch persönliche Weltkenntnisse, die sie nun in ihre Musik einfließen lässt. „Nobody Knows“ versprüht Glanz und Herrlichkeit, strotzt vor Leichtigkeit und Bodenständigkeit. Erwartungen werden fühlbar erfüllt. Dafür sorgen gleichberechtigt an den Instrumenten Bodek Janke am Schlagzeug und Percussion, Matthias Schriefl an der Trompete und Flügelhorn, sowie der Spanier Antonio Miguel am Bass. Immer auf den Punkt im vernetzten Zusammenspiel der Instrumente und der Stimme.
Olivia Trummer Trio mit „Nobody Knows“ - sie hat das Zeug zu einer großen Jazzkünstlerin. Klischeefrei, mal sanft groovend, mal galant treibend, mal entspannend, mal liebevoll reibend. Sie könnte aus Norwegen oder Schweden stammen. Doch nicht nur der Hohe Norden hat solch illustre Künstlerinnen im Angebot. Olivia Trummer mischt sich perfekt unter diese, seit einiger Zeit, sehr erfolgreiche Jazzgilde und hält das Fähnchen hoch für deutsche Jazzsängerinnen.
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Mamboline 7. Mai 2010, 00:31
Endlich mal eine Rezension, die voll ins Schwarze trifft! In der Tat, man kann schon darüber staunen, dass es auch in Deutschland Talente von solch kreativem Potential gibt! Und wer kann schon solche Jazzkreationen hervorbringen und gleichzeitig bei den Internationalen Ludwigsburger Festspielen zu einem klassischen Piano-Solo-Recital (13. Juli 2010)eingeladen werden... Chapeau....
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