Literatur Kritiken
Buch Kritik: Die Zombies von Thomas Plischke
Von Karsten Kloß 15. Mai 2010, 16:55

Für ihre Doktorarbeit recherchiert Lilly Young für ein seltsames Thema: Untote und Sagen die sich darum ranken. Als ihr bester Freund Gottlieb überstürzt nach Deutschland aufbrechen muss, stürzt sie sich Hals über Kopf in die Arme des seltsamen Victors. Dieser nimmt sie mit auf eine seltsame Party, bei der sie zu einem Spiel auf Leben und Tot eingeladen wird: Sie muss sich gegen zwei Zombies in einem Labyrinth erwehren. Leider geht etwas schief und Lilly wird von einem der Zombies gebissen, was sie auch in eine dieser Kreaturen verwandelt. Gleichzeitig erfährt Gottlieb, wie seine Familie ihre Firma geführt hat und das eine der wichtigsten Aufgaben seines Vaters die Jagd und Ausrottung von Zombies war. Eines der nächsten Ziele von Gottlieb ist leider seine ehemals beste Freundin…
Mit „Die Zombies“ ist Thomas Plischke ein gutes Werk zum Einstieg in die Geschichten um die lebenden Toten gelungen. Er beschreibt hier sehr gut, was es ausmacht ein Zombie zu sein und auch wie diese Kreaturen denken und handeln (wenn sie noch zum denken fähig sind). Besonders schön ist im ersten Teil der Verweis auf alte Mythen und Sagen, die von Lilly Young in ihrer Dissertation genutzt werden. Es geht bei diesem Roman nicht nur darum ein besonders ekliges Geschehen darzustellen, in dem Zombies blutrünstige Monster sind. Es wird auch nicht alles haargenau beschrieben, wobei manchmal die Ekelbeschreibungen nicht ausbleiben um so den Horror der Situation näher zu beschreiben.
Durch seine flüssige Schreibweise und den gelungenen Spannungsaufbau und dem anschleißenden Abbau kann man der Handlung des Buches sehr gut folgen und sich auch teilweise in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Wer kennt es nicht, wenn man denkt, dass der Hunger einen bald auffrisst (obwohl wir nach was anderem als Menschenfleisch hungern)? Ich persönlich fühlte mich bei der Lektüre dieses Romans gut unterhalten und hoffe, dass Thomas Plischke noch einen weiteren Teil zu diesem Thema veröffentlicht, da man durch seine Detailverliebtheit merkt, dass er sehr viel Freude beim Schreiben dieses Romans hatte.
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