Nintendo DS Kritiken
Game Kritik: Puzzle Quest 2
Kämpfen, kobeln, kombinieren
Von Bernd Fetsch 27. Jul 2010, 13:34

'Puzzle Quest 2' erscheint sowohl für NDS als auch als 'Xbox Live Arcade'-Titel. © Namco Bandai Partners
Feinschliff für ein Spieljuwel: 'Puzzle Quest 2' setzt auf das altbewährte Spielprinzip, das durch ein paar Neuerungen dezent erweitert wurde.
'Puzzle Quest 2' ist wie sein Vorgänger eine ebenso ungewöhnliche wie geniale Mischung aus Rollenspiel und Logikrätsel. Mit einem von vier Helden reist man durch verschneite Wälder, Städte und Dungeons, um eine Fantasy-Welt von bösen Mächten zu befreien. Die Story ist dabei reines Mittel zum Zweck, um NDS- und Xbox-360-Live-User von einem Gefecht zum nächsten zu lotsen. Denn die waren und sind der Coup des Ganzen.
Anstatt zu kämpfen wird im Stil des Klassikers 'Bejeweled' geknobelt.
Wer's nicht kennt: Unterschiedliche Kügelchen müssen so sortiert werden, dass sie mindestens eine gleichfarbige Dreier-Reihe ergeben. Gelingt das, füllen sich die entsprechenden Mana-Vorräte. Mit diesen wiederum lassen sich Zaubersprüche ausführen, die den Gegner schwächen, die eigene Gesundheit wiederherstellen oder dauerhafte Effekte verursachen. Wer drei oder mehrere Schädel neben- oder übereinander anordnet, fügt dem Gegner direkt Schaden zu. Zusätzlich gilt: Je länger die geformte Kette, desto besser!

Wer Vierer- oder Fünfer-Reihen bildet, darf nochmal - und durch besonders geschickte Aktionen, ergeben sich ganze Kaskaden von Steinchen, die zueinanderfinden ...
Segnen Orks, Trollen, Riesen und Drachen irgendwann das Zeitliche, hagelt es Erfahrungspunkte, mit denen sich Attribute wie Gesundheit oder Verteidigungswert steigern lassen. Jede der vier Heldenklassen - es stehen Magier, Barbar, Templer und Attentäter zur Auswahl - verfügt zudem über bestimmte Fähigkeiten. Neu: Im Gegensatz zum Vorgänger darf das virtuelle Alter Ego mit aufgelesenen Waffen, Rüstungen und Accessoires ausgestattet werden, die weitere Vorteile versprechen.

Auch die isometrische Perspektive, aus der man seinen Helden durch die Gegend steuert, ist ein echter Fortschritt. Dennoch wirkt die Aufmachung nach wie vor reichlich altbacken.
Macht aber nichts. Hier zählt allein die Spielidee, die sogar auf zahlreiche Mini-Games wie das Schlösserknacken ausgeweitet wurde - und noch immer für zahllose Stunden an die Handheld-Konsole oder die Xbox 360 fesselt.
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