Film Star Portrait
Zac Efron - Beim Bart des Athleten
Zac Efron versucht in 'Wie durch ein Wunder' (Kinostart: 07.10.) sein Teen-Star-Image loszuwerden
Von Annekatrin Liebisch 29. Sep 2010, 17:06

... und die Welt rätselte, warum Zac Efron nun Bart trägt. Die Antwort: 'Ich habe mich einfach nur nicht rasiert.' Das macht der 22-Jährige nämlich äußerst ungern. © BrauerPhotos / G.Schober
Natürlich ist die Frage unvermeidlich. Immerhin wird sie, seit Zac Efron für seinen neuen Film 'Wie durch ein Wunder' (Kinostart: 7. Oktober) durch Europa tourt, in den Medien heiß und ausdauernd diskutiert. Heißer noch als Details zu seiner langjährigen Beziehung mit 'High School Musical'-Kollegin Vanessa Hudgens, um die es selbstverständlich zum Besten steht. Die Frage, die Zac Efron in einem Tonfall beantwortet, der sich irgendwo zwischen irritiert, amüsiert und leicht genervt einordnen lässt. Die Bart-Frage: 'Ich habe mich einfach nur nicht rasiert. Es gab kein Meeting mit irgendwem, auf dem beschlossen wurde, dass ich anders aussehen sollte.

' Womit der wichtigste Punkt des Gesprächs wohl abgehakt wäre. Oder?
'Ich habe mich noch nie über einen längeren Zeitraum nicht rasiert, das ist mein erster Versuch', fährt Zac Efron fort und streicht sich durch den Bart, der in etwa das gleiche Modell ist, das sich Orlando Bloom für 'Fluch der Karibik' stehen ließ. 'Es stachelte eine Weile, jetzt ist der Bart aber weich. Wenn ich ihn wieder abrasiere, müsste ich mich wieder regelmäßig rasieren. Und ich hasse Rasieren.' Aber das muss ja auch nicht sein. Schließlich steht ihm der neue Look, er lässt ihn erwachsener wirken.

Und das sollte dem gerade noch 22-Jährigen (Geburtstag: 18. Oktober) derzeit äußert gelegen kommen.
So langsam nämlich verabschiedet sich Zac Efron von seiner 'High School Musical'-Phase, in der er schlagartig zum weltweiten Teenieschwarm mutierte. High-School-Absolvent-auf-dem-Sprung lautet sein momentan bevorzugtes Rollenprofil - in der im Sommer gestarteten hervorragenden Komödie 'Ich und Orson Welles' wie auch im aktuellen Drama 'Wie durch ein Wunder'.

Darin gibt er nun den fürsorglichen Charlie, der seine akademische Zukunft dauerhaft auf Eis legt, um sich allabendlich mit dem Geist seines verstorbenen kleinen Bruders zum Baseballspielen zu treffen. Klingt weit hergeholt, doch der Kalifornier fühlte sich ohne Problem in die Rolle ein: 'Allein die Vorstellung, dass meinem kleinen Bruder etwas passieren könnte, war ein starker emotionaler Auslöser. Es fiel mir leicht, mich in Charlie hineinzuversetzen.'
Seine Kindheit mit Dylan, so der Name des vier Jahre jüngeren Efrons, verbrachte der Schauspieler im gesunden brüderlichen Konkurrenzkampf: 'Wir standen immer im sportlichen Wettstreit.

Wir waren fast gleich groß und annähernd gleich stark und spielten oft Basketball gegeneinander. Wir waren so super verbissen, dass unsere Matches oft in einer Rauferei endeten', erinnert sich die Sportskanone, die sich mit einem täglichen Trainingsprogramm stählt. Doch auch seine Pflichten als großer Bruder nahm der Mädchenschwarm ernst: 'Wir teilten ein Zimmer mit Doppelstockbett und immer, wenn ich am Einschlafen war, ging es los: 'Zac. Hey Zac. Bist du wach? Zac? Zac, bist du wach? Zac?' - 'Ja, jetzt bin ich wach, was willst du?!' - Und dann führten wir lange Gespräche über die Schule oder unsere Eltern.

Und über Mädchen natürlich. Aber wenn ich ins Detail ginge, würde Dylan mich umbringen.'
Solche Formulierungen, mit denen sich Antworten auf sympathische Art und Weise umgehen lassen, benutzt der Medienprofi genauso oft und gern wie die Worte 'super' und 'cool'. So verrät das Teenie-Idol beispielsweise, dass er eine intensive Erfahrung beim Gläserrücken hatte, verweigert sich jedoch charmant wie bestimmt näheren Ausführungen: Es würde ihm schlechtes Karma einbringen, wenn er darüber spräche. Geisterfilme scheinen da ein ungefährlicheres Thema zu sein. 'Ich sah 'The Sixth Sense', als ich jünger war.

Wahrscheinlich etwas zu jung, denn ich hatte unglaubliche Angst', gesteht der mehrfache Teen-Choice-Award-Gewinner. 'Es dauerte etwa ein Jahr, bis ich beim Zähneputzen wieder in den Spiegel blicken konnte, weil ich immer fürchtete, dass plötzlich jemand hinter mir steht'.
Mittlerweile sind es keine Geister mehr, die sich an Zac Efron heranzupirschen drohen, sondern scharenweise Fans, die ihm natürlich auch hier in Deutschland vor dem Hotel auflauern.
Doch der Sonnyboy mag den direkten Kontakt zu seinen Bewunderern, obwohl er sich Internet-Plattformen wie Twitter, Facebook oder Myspace bisher verweigert: 'Wenn ich selbst einen Schauspieler verehre, dann sehe ich mir lieber seinen neuen Film an, anstatt seine Tweets zu lesen.' Und welche Schauspieler stehen bei dem frischgebackenen Gründer einer Produktionsfirma hoch im Kurs? Gerüchten zufolge soll der Draht zu Tom Cruise ja nicht schlecht sein: 'Ich will mich nicht mit seinem Namen wichtig machen. Ich rede gelegentlich mit ihm. Und abgesehen davon, dass es super surreal für mich ist, mit ihm zu sprechen, ist er immer sehr offen und super witzig. Er gehört zu denen, deren Rat ich sehr schätze.' In einer Sache allerdings scheint Johnny Depp der geeignetere Ansprechpartner für den Jungstar zu sein: 'Johnny Depp geht seinen eigenen Weg und hat keine Angst, ein bisschen anders zu sein. Und er kann coole Bärte tragen, ohne dass alle durchdrehen.'© 2010 teleschau - der mediendienstFilm Kritik: Wie durch ein Wunder
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