Musik Kritiken
CD Kritik: Akt 1-auf Welken Schwingen von Rabenholz
Von Andre Friebel 10. Okt 2010, 21:28

Helheim Productions ist ein Label, das so neu und unbekannt ist wie auch die Band Rabenholz, die neben Zorn die einzige Band ist, die sie bisher unter Vetrag haben. Umso überraschter war ich, als ich der Tage die Promo „Akt I – Auf welken Schwingen“ von Rabenholz in meinem Briefkasten fand, ohne sie vorher angefragt zu haben, ohne jemals von ihr oder vom Label gehört zu haben. Sie war einfach da mit der Aufforderung, sie doch bitte in den nächsten Wochen zu rezensieren…
Im Internet findet sich nur wenig Information über die Band Rabenholz: Ende 2006 gründeten Svarog(Gitarre, Bass, Gesang) und Totenfrost(Gesang) diese neue Metalkombo, nur drei Jahre später ergänzten Hevnbrann(Schlagzeug) und Zythifer(Gitarre) das Duo.
Zugegeben: Ich erhalte nicht gerade oft „Material“ von Black Metal Bands, dessen Label mir nichts sagen, aber ich tue mein Bestes, um hier wieder den heimischen Frieden zu schaffen.
Rabenholz spielen derben und schnellen Black Metal, der zudem mit deutschen Texten bestück ist. Zwar sind die Growls krächzend und tiefschwarz, aber dennoch verständlich, wenn man sich der Sache ein wenig annimmt. Allerdings können die Vocals auch die Thematik der Texte unterstreichen. Gerade der fünfte und letzte Track „Als das Licht mich mit sich nahm…“ fällt hierbei durch das verzweifelte Gekrächze, welches mich sehr an die Band Bethlehem erinnert, auf, da die Verzweiflung eines wohl Sterbenden untermalt wird.
Auch die ein oder andere Midtempopassage ist geboten, welche sich besonders durch den Einsatz des Cellos bemerkbar machen, der auch schon den Opera „Auf welken Schwingen“ schmückt sowie auch den fünften Song mit dem gleichen Thema ausklingen lässt. Die Gitarren spielen eher den gewohnten Black Metal Stil, auch wenn das ein oder andere Riffing doch überrascht.
„Akt I – Auf welken Schwingen…“ präsentiert sich im schwarz-grauen Digipak mit ausgefeiltem Artwork, welches hauptsächlich Raben, die Totenvögel, zeigt begleitet von den poetischen Zeilen „Ein Fluegelschlag./ Unbemerkt./ In den Weiten der Finsternis verborgen…“ und „Lautlos./ Und doch kraftvoll. Nichtig. Unentbehrlich…“. Ein Artwork, welches die Tiefsinnigkeit der Texte von Rabenholz unterstreicht, Texte, die jedoch durch das fehlende Booklet nicht mitzulesen sind und so teils schwer ist den Texten zu folgen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es unklar ist, ob es sich bei der gut 32-minütrigen Scheibe nun um ein Full-Lenght-Album, eine Mini-CD oder gar um eine EP handelt. Nichts desto trotz: Bei „Akt I – Auf welken Schwingen…“ von Rabenholz handelt es sich um eine stilgerechte derbe Black Metal-Scheibe, der Lust auf mehr macht. Die Band im Auge zu behalten, kann sicherlich nicht schaden.
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